Über die Liebe
Waren Sie schonmal verliebt? So richtig verliebt, mit Hubschraubern im Bauch? Ja? Dann kennen Sie das Gefühl der absoluten Schwäche gegenüber diesem Gefühl, das uns die rosarote Brille aufsetzt und Flügel verleiht, das uns Dinge tun lässt, die wir nie für möglich gehalten hätten. Dann wissen Sie auch was ich meine:
Gestern war mal wieder so ein Schnapszahlentag, an dem es viele verliebte Heiratswillige zu den Standesämtern gezogen hat. Paare, die auf die Unendlichkeit ihrer bedingungslosen Liebe und die absolute Treue ihres Partners/ihrer Partnerin hoffen… Oftmals klappt das ja zum Glück auch, nur manchmal, manchmal geht es leider schief. Dann kehrt irgendwann der graue Ehealltag ein, die vorher als “ach, so liebenswerten Marotten” des Partners/der Partnerin werden plötzlich mit anderen Augen gesehen. Da stört die Fliege an der Wand die offene Zahnpastatube genauso wie die ständig hochgeklappte Klobrille… Kleinigkeiten, die sich über die Zeit summieren, werden plötzlich zu einem komplexen Gebilde das uns nervt. Unsere Unzufriedenheit überträgt sich und schließlich steckt die Beziehung in einer Krise.
Schlimm. Sehr schlimm. Und machen wir uns nichts vor: Noch Schlimmer, wenn Kinder da sind. Sie zu schützen sollte oberstes Gebot aller Eltern sein, aber das ist ein anderes Thema.
Liebe ist Arbeit, harte Arbeit. Täglich müssen wir an ihrem Erhalt arbeiten, uns immer wieder neu auf unsere Beziehung einlassen, die sich zum Glück ja auch verändert. Verändert wie wir selbst. Zum Glück, denn alles andere wäre furchtbar langweilig.
In dieser Veränderung sind wir als Partner gefragt, als Mann/Frau an der Seite von jemandem, den wir zu lieben gelernt haben, zu dem wir uns bekannt haben und den wir mit jeder Faser unseres Herzens wollten. In jeder Hinsicht.
Dies alles sollten wir uns in einer Situation, die, vielleicht sogar von äußeren Einflüssen geprägt, gerade etwas schwierig ist, klar machen… um dann als Team der Situation den Kampf anzusagen. Und als Team zu gewinnen…











10. September 2009 um 08:43
Da haben Sie wohl recht, werte Frau Flocke!!
Ab und zu auch mal ein Äuglein zudrücken, wir selbst haben ja auch die eine oder andere kleine Macke
10. September 2009 um 13:29
Das haben Sie sehr schön geschrieben, werte Frau Flocke.
10. September 2009 um 16:19
JA, wir lieben uns … seit fast 10 Jahren und je mehr Kinder es wurden (sind ja jetzt 3) umso tiefer wurde das Ganze.
Aber es ist wie Sie schreiben: Harte Arbeit. Sich Zeit nehmen. Miteinander und Füreinander. Man sollte immer ein bisschen egoistisch sein und sich selbst treu bleiben, aber dem Partner den Respekt erweisen es ebenfalls zu tun (also ein bisschen egoistisch sein).
Wir hoffen, unser Konzept erfüllt den Anspruch ein “Für immer” zu sein. So wie es – statt des üblichen Datums – in unsere Eheringe eingraviert ist.
10. September 2009 um 16:41
@ Eveline: Schatzi drückt manchmal sogar beide Äuglein zu
@ Ruediger: Dankeknicks!
@ Mudder Seemann: So soll es sein. Ich wünsche Ihnen noch recht viele schöne Jahre miteinander und ein wirkliches “Für immer”. Ich sag jetzt mal nicht, wieviele Jahre es schon bei mir sind, das würde Rückschlüsse auf meine Jugend zulassen
10. September 2009 um 20:59
Ick sach nur 25;-)
10. September 2009 um 22:20
Ich sach mal kurz und trocken: HA!
12. September 2009 um 10:14
Leben und leben lassen, dann geht alles wie von selbst.;-)