Herr Pfarrer oder Herr Pastor?

Sind hier ehemalige Messdiener anwesend, Religionslehrer, keusche Priester,  gar Pfarrer, Pastorentöchter oder dergleichen?

Auf dem Anwesen wird diskutiert: Welcher Titel gehört zu welcher Religion und wie ist das mit dem Zölibat? Für wen gilt das und welche Ausnahmen sind möglich?

Interressant auch, unter welchen Vorzeichen Frauen in derartige Ämter gelangen…

Ich weise an dieser Stelle nicht extra darauf hin, dass die Diskussion respektvoll vonstatten gehen soll. Sowas wissen meine Stammleser von ganz alleine und die Anderen? Die lösch ich einfach…

14 Antworten zu “Herr Pfarrer oder Herr Pastor?”

  1. Matthias sagt:
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    Grmpf! Jetzt ist meine Antwort weg. Nochmal:

    Ordinierte heißen bei uns Protestanten der EKD Pfarrer. Jene dürfen sogar pimpern und sollen gefälligts ehelichen und die Reproduktion anwerfen. So rein vorbildmäßig, dass die verkommene Gemeinde weiß, was sie zu tun hat.

    So einfach ist das.

    Matthias schrieb zuletzt 911 Überfall

  2. aga80 sagt:
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    @Mattias

    *sfg*

    Sehr schöne Zusammenfassung.

  3. Flocke von Kroetengruen sagt:
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    Entsprechend gibst also bei den Katholiken die Priester und das Zölibat? Wie ist das mit den Damen? Fragen über Fragen… :roll:

  4. Matthias sagt:
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    Hhmm, ich bin zwar Christ, das Thema kann doch aber so fremd nicht sein, oder doch? Ich bin erschüttert.

    Ich als Laienchrist:

    In der röm.-katholischen Kirche kein Frauenpriestertum, keine Frau für den Priester, das ist mal konsequent.

    Das mit den Titel wie Pfarrer, Pastor, Priester und so weiter ist glaube ich nicht so einheitlich. Unterschiede gibt es in der Priesterweihe. Diese ist nämlich ein Sakrament der katholischen Kirche und Frauen vorenthalten. In der EKD gibt es keine Priesterweihe.

  5. Charisma sagt:
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    1563,1563,1563,1563,1563 … :roll:

    Mir fällt in diesem Zusammenhang nur unsere Bundeskanzl ein –
    sie ist Pastoren(oder Pfarrers-)tochter … :wink:
    Die Katholen sind da ziemlich streng – fragen se doch ma per Email den (deutschen) Papst Benedikt … :mrgreen:

    Charisma schrieb zuletzt Städte

  6. Meg sagt:
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    Als Ex-Katholik und Überlebende der polnischen Christlichen Marines weiß ich zu berichten, dass die Ordensträger in der katholischen Kirche Pfarrer heißen. Diese unterliegen dem Zölibat. Frauen dürfen diesen Dienst nicht ausüben. Nicht mal als Meßdiener(innen), wobei das wohl in den letzten Jahren gelockert wurde.

    In der evangelischen Kirchen gibt es Pastoren und Pastorinnen. Sie dürfen heiraten und auch Kinder bekommen.

  7. Hilli sagt:
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    ich war nur messdienerin wegen dem wein *lach* von daher kann ich hierzu leider keinen sinnvollen beitrag schreiben!!

    Hilli schrieb zuletzt Zeitlos

  8. Matthias sagt:
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    Die Berufsbezeichnungen sind regional unterschiedlich, sowohl im Sprachgebrauch, als auch in den Landeskirchen (bei letzterem bin ich mir nicht 100% sicher). Wichti ist nur, dass es keine Priester in der EKD gibt, sie aber so genannt werden dürfen. :D

    Matthias schrieb zuletzt Körperwelten in Heidelberg

  9. Markus sagt:
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    Da kann ich als alter katholischer Meßdiener und Pfadfinder ja mal auftrumpfen.

    Priester sind alle geweihten katholischen Geistlichen, egal welchen Rang sie haben. Der Pfarrer (Pfarr – Herr) ist der Chef einer Pfarrei, also einer Gemeinde. Ihm stehen noch manchmal Kapläne zur Seite, die wie Bischöfe oder der Papst auch Priester sind. Die katholischen Geistlichen dürfen nichts mit Frauen anfangen, unterliegen also dem Zölibat. Und weil Priester im Gottestdienst als Stellvertreter Jesu handeln, können Frauen auch keine Priester werden.

    Pastoren sind die evangelischen Kollegen. Weil die Evangelen im Gottesdienst symbolische Handlungen vollziehen und nicht glauben, daß da an dieser Stelle TATSÄCHLICH Jesus handelt, können auch Frauen Priester werden. Auch dürfen evangelische Geistliche heiraten.

    Im wirklichen Leben ist es allerdings so, daß Pastor, Pfarrer und Priester wild durcheinander gebraucht wird, völlig egal, welcher Glaubensrichtung man angehört. Die Unterschiede liegen eher in der regionalen Prägung, als in der religiösen.

  10. Flocke von Kroetengruen sagt:
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    @ Matthias: Ich schliesse mich ja nicht aus, aber erschreckend ist wohl trotzdem das richtige Wort. :roll: Danke für Deine Erklärungen :razz:
    @ Charisma: Lust auf ne Krötenrüge, hä :?: :twisted:
    @ Meg: Dann traut Mann den polnischen Frauen wohl das zöllibienen (oder wie das heisst) nicht zu :?: :lol:
    @ Hilli: Prost, Du Luder! :mrgreen:
    @ Matthias: Ich find das recht verwirrend. Kein Wunder, wenn da niemand durchsteigt :wink:
    @ Markus: Danke Dir für diese kleine Abhandlung. Ich bin ev. getauft und eingesegnet, hatte Konfirmandenunterricht bei nem Pfarrer, der auch offiziell diesen Titel trug. Also das mit dem Titel “wild durcheinander gebrauchen” verstehe ich doch mehr als umgangssprachlich. Gibts ne Erklärung für meinen ev. Pfarrer?

  11. Markus sagt:
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    Dann ist auch er der Herr der Gemeinde und hat noch andere Pastoren unter sich. Die Begriffsfestlegung unterliegt den Landeskirchen (-> regionale Unterschiede) und da es bei den Evangelen ja auch noch verschiedene Strömungen gibt (Reformierte, Freikirchen, etc.) ist auch da die Sprachregelung nicht einheitlich. Nicht irritieren lassen; letztlich beten sie alle, wie auch Muslime und Juden, den selben Gott an.

  12. Matthias sagt:
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    So ist es, Markus!

    Uch habe heute zu lange geschlafen, um noch rechtzeitig im Gottesdienst erscheinen zu können. Gott vergelt´s. Nächste Woche wieder…

  13. Meg sagt:
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    Mich dünkt eher, dass Frauen wesentlich ehrlicher zu sich selbst sind, weshalb wir davon ausgehen können, dass der Gedanke des Zölibats niemals auf dem Mist der Frau gewachsen sein kann … wir wollen gar nicht mitmachen. Warum auch? ;)

  14. Markus sagt:
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    Das mit dem Zölibat ist nicht ganz so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Auch mich würde es natürlich (neben ein paar anderen, grundsätzlichen Überlegungen) davor schrecken, katholischer Priester zu werden. Dazu finde ich Frauen einfach viel zu faszinierend. Aber trotzdem hat diese Regelung ja einen Grund.

    Wir in Westeuropa leben seit so vielen Jahren in Frieden und Zivilisation, daß mittlerweile zwei Generationen keinen Krieg und keine ernsthaften Auseinandersetzungen mehr kennen. Der Gedanke des Zölibats ist unter Anderem, daß der Priester nicht so leicht erpreßbar ist, sondern frei seine Meinung äußern kann. Wenn nur mein eigenes Leben auf dem Spiel steht, dann bin ich in Zeiten von Unrecht und Unterdrückung doch viel eher bereit, meinen Mund aufzumachen, als wenn ich noch an das Schicksal von Frau und Kindern denken muß. Ich kann viel leichter in den Untergrund gehen, bin beweglicher. Alles wichtige Gründe für eine Organisation, die ja mal revolutionär war (auch wenn sie heute weit davon entfernt ist).

    Auch heute spielt diese Unabhängigkeit in manchen Teilen der Erde durchaus eine Rolle. Und da die katholische Kirche global denkt und Spontanität sich bei ihr über einen Zeitraum von hundert Jahren erstreckt, gibt es das Zölibat bis heute. Wie übrigens bei vielen anderen Religionen auch.

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