Erinnerungen eines Sommers I
Irgendwoher kannte ich diesen Blick… Ich kannte diese Augen, alles was kommen könnte oder würde. Mein Gehirn arbeitete auf Hochtouren. woher kannte ich diesen Fremden? Seine Augen, seinen Mund, die Ohren, Haare, alles erinnerte mich, aber an wen???
Ich senkte den Blick, fühlte mich ertappt, und sah aus den Augenwinkeln heraus dieses eigentümliche Lächeln das mich so magisch anzog. Arrogant? Ein wenig vielleicht, aber ich mag das. Fragend? Eher nicht. Wissend? Vielleicht. Sexy? Aber Hallo!
Der Barkeeper stellte mir einen neuen Martini hin. Rot und mit viel Eis. Immer wenn ich nachdenken muß trinke ich roten Martini auf Eis. Heute hatte ich besonders viel nachzudenken, es war mein 3. oder 4. Martini, genau weiss ich das nicht mehr… Ich wollte einfach meine Probleme ersäufen. Wenig ladylike, aber das war mir heute egal. Egal, wie fast alles… Der Fremde störte mich beim Nachdenken, irritierte mich. Immer wieder schielte ich in seine Richtung, beobachtete ihn. Was er wohl von mir dachte? Hatte er mich mit der gleichen Intensität wahrgenommen wie ich ihn? Wenn ja, welches Urteil hatte er gefällt?
Wieder versuchte ich mich zusammenzureissen, wegzuschauen, aber es gelang mir einfach nicht. Plötzlich bemerkte ich wie er mir zuzwinkerte. Ganz wenig bloß, wirklich nicht aufdringlich. Eher freundlich, interessiert. Mein Gott, ich hatte ihn die letzten Minuten angestarrt als wäre er eben aus einem Raumschiff gestiegen und hätte nur ein Auge auf der Stirn. Peinlich, peinlich! Spätestens jetzt musste er mich bewußt wahrgenommen haben, denn er rückte einen Sitz weiter in meine Richtung und lächelte mich an. Der junge Mann im grauen Anzug, bestimmt ein Banker, der dort eben noch alleine gesessen hatte, war gegangen. Ich lächelte zurück. Ganz wenig nur und senkte gleich wieder den Blick.
Diese Koketterie hat mir übrigens meine seelige Tante Käthe beigebracht, die sich in ihrer Jugend zahlreicher Männerbekanntschaften rühmen konnte. "Männer sind Jäger, Kleines, und du bist die Beute!" hat sie mir immer wieder gesagt. Bisher waren Tante Käthes Erfahrungen recht hilfreich für mich, aber ich spürte ganz tief in mir, daß es diesmal anders laufen würde.
Der Fremde hatte Blickkontakt mit mir, die Hormone tanzten über die Theke…
Wollt ihr wissen wie es weitergeht?











29. Juni 2006 um 15:52
Aaaber Flöckchen!
Ich hoffe doch, das ist nur eine Roman-Fantasie und nicht wirklich passiert!
Es sei denn … am Ende ist es Schatzi’s Zwillingsbruder (oder so)
29. Juni 2006 um 20:47
Nö, ich wills nicht wissen.
29. Juni 2006 um 22:03
Ich aber! Und ich bin mir sicher, meine sommerbesprosste bessere Hälfte auch! Mehr davon
29. Juni 2006 um 23:46
…na wenn es denn sein muss…:wink:
noch einen gruss habe ich…:mrgreen:
30. Juni 2006 um 08:05
was ist denn das für ne Frage, natürlich!
30. Juni 2006 um 08:39
Wenn’s wichtig ist…
30. Juni 2006 um 10:25
Rhetorische Fragen kannst Du wirklich gut stellen
30. Juni 2006 um 10:56
30. Juni 2006 um 10:57
30. Juni 2006 um 12:40
Naja, wenn ihr wirklich meint:oops:
Aber nicht, daß sich nachher wieder jemand beschwert und was von “sexistisch veranlagtem Verhalten” faselt:cool:
Mal sehen, in der nächsten Woche…
30. Juni 2006 um 13:18
Klar
Wobei ich mir gut denken kann, dass du nach den ganzen Martinis wohl vom Barhocker gekippt bist
30. Juni 2006 um 16:03
Hm. Den Mann schöntrinken kann nie gut enden. Wahrscheinlich ein alter One-Night-Stand den du dir schon schöngetrunken und dank Filmriss vergessen hast? Aber für sowas bist ja nicht der Typ.
30. Juni 2006 um 16:40
@Gabi: Ich bin kein gefallenes Mädchen!:evil:
@ flash:Schatz, Du kennst meine dunklen Seiten nicht:mrgreen: