Danke

Heute ist es ausnahmsweise erneut nicht Flocke von Kroetengruen, die sich an Euch wendet. Es ist ihr „knackärschiger Admin“, der diese Zeilen schreibt, welche ihm alles andere als leicht von der Hand gehen. Es tut mir leid, das Einige von Euch sich so lange sorgten, wie ich den bislang unveröffentlichten Kommentaren entnehmen konnte – aber es hat eine Weile gedauert, die Kraft für das Folgende zu finden:

„Krötengrün“ – diesen Begriff prägte die Autorin dieses Blog vor Jahrzehnten selbst, als sie sich im Spaß mit einem grünen Filzstift eben dieses Wort auf den eigenen Bauch schrieb und sich so ihrem Ehemann präsentierte. Aus diesem Moment resultierte nicht nur der Kosename in Ihrer Beziehung, sondern auch ihre spätere Leidenschaft für quakende Tierchen und entsprechende Figuren, Anhänger, Motive und ähnliches…

Es war der 15. Dezember 2004, als ich Flocke dieses Weblog einrichtete und zu Weihnachten schenkte. Der Domainname ergab sich quasi zwangsläufig. Bis zu diesem Zeitpunkt beschränkte sich Flockes Kontakt mit der virtuellen Welt auf die wundersame elektronische Post und den Besuch einiger Chatrooms. Irgendwann aber erwähnte sie beiläufig ihre Faszination für dieses Blog-Ding, welches ich ihr präsentiert hatte. Und ich hielt es für eine gute Idee, ihr die Möglichkeit zu geben, sich hier so richtig auszutoben…
Im Laufe der Jahre stellte sich heraus, dass dies wohl eines der besten Geschenke war, die ich ihr jemals machte – wenngleich man ihre Begeisterung für dieses Hobby zeitweise schon ein wenig zügeln musste, was oftmals ziemlich schwierig war. Nichts desto trotz hatte sie jede Menge Freude an diesem Hobby, verbrachte Stunden und Tage mit der Planung, Durchführung und Teilnahme von bzw. an irgendwelchen Aktionen, eignete sich mühsam grundlegende Kenntnisse der Bildbearbeitung an, um Ihr Reich zu verschönern, erforschte mutig die Untiefen des Internets, erdachte Geschichten, schrieb Erfahrungen und Erinnerungen nieder oder sich den Frust von der Seele, hielt Kontakt zu ihren Stammlesern, wuselte tagtäglich durch ihre Blogroll, kommentierte hier und da und schien dabei nahezu unermüdlich.

Hervorragender Abschied“ – so lautet einer der treffendsten Kommentare zu ihrem letzten veröffentlichten Beitrag. Leider führte Frau Flockes Weg sie jedoch am Tag vor dem ursprünglich geplanten Abflug nicht wie vorgesehen auf die sonnige Insel Malta, sondern ins nahegelegene Krankenhaus, wo sie die nächsten Wochen zunächst ohne genauere Erkenntnisse verbrachte und schließlich wieder entlassen wurde. Drei Tage danach wurde sie jedoch unter dramatischen Bedingungen erneut eingeliefert.
Dem darauf folgenden Kampf war sie leider nicht mehr gewachsen. 

 

„Flocke von Kroetengruen“ verstarb am 13. Dezember 2009…

 

 Unser einziger Trost ist es, dass das Ende ihren Wünschen entsprach und – so hoffen wir – ohne Leiden geschah. Ihre letzte Reise führt sie dieser Tage an den Ort, an dem sie sich immer am wohlsten fühlte, an welchem sie sich entspannen konnte und Ruhe fand: Das Meer.

 Wir, das sind Flockes Ehemann, Euch bekannt als „Schatzi“, und ich, ihr „Lieblingssohn“, Euch eher bekannt als „Neri“ sowie meine Verlobte „Elisabeth Freckles“ und Flockes ganzer Stolz:   ihr Enkelkind, möchten uns stellvertretend bei Euch allen von ganzem Herzen für die letzten vier Jahre bedanken!
Bei den stillen Lesern, den aktiven Teilnehmern, den Kommentatoren, den kreativen Blogger-Kollegen, den ehrenamtlichen, knackärschigen Angestellten, den entstandenen Internet-Freund- und –Bekanntschaften… einfach all den Fans von kroetengruen.de – und denen, die daran in irgendeiner Form mitgewirkt haben.
2140 Artikel zählt kroetengruen.de mit diesem hier… und stolze 16695 Kommentare. Ihr habt Frau Flocke in den letzten Jahren wirklich eine Menge Spaß gemacht! Und wir wissen, dass sie gewollt hätte, dass Ihr Euch eben jene Verrücktheit bewahrt, die ihr mit ihr geteilt habt. Euch allen gebührt ein großes “Krötenlob”!

Abschließend möchte ich Euch an dieser Stelle Flockes tatsächlich letzten, bislang unveröffentlichten Beitrag aus den Tagen zwischen den Krankenhausaufenthalten zeigen, der zumindest erahnen lässt, dass sie ihren Humor bis zuletzt nicht verloren hat.

Die letzten Worte an dieser Stelle sollen Dir gehören, Karin.

Danke… für Alles! Wir lieben Dich!

 

“Immer nur Urlaub machen is ja auch langweilich…

…dachte ich mir so und entschloss mich, einen Tag vor dem gebuchten Abflug, doch daheim zu bleiben. Vorerst wenigstens…

Aber, der geneigte kroetengruene Leser ahnt es bereits, daraus wurde auch nix, denn zu hause fehlt mir doch die Abwechslung…  Ganz dumm bin ich ja nu auch nich und so entschloss ich mich, einen kleinen Krankenhausaufenthalt anstelle des geplanten Malta-Urlaubs einzulegen.

Das Ganze stellte ich unter das Motto “Tausche 2 Wochen Malta gegen 4 Wochen Klinikaufenthalt”. Übrigens sehr zu empfehlen, bekommt man doch hier bereits für nur 10,–  €uronen pro Tag ein Doppelzimmer mit eigenem WC, Dusche und Vollpension. Zugegeben, es ist nicht das 5-Sterne-Buffet, das ich gewohnt bin, aber immerhin wird man nicht nur satt davon, man nimmt sogar ab! Eigentlich schon vom Anblick, aber den möchte ich Ihnen dann doch lieber ersparen, verehrte Leser. Deshalb gibts an dieser Stelle ausnahmsweise auch mal keine Fotos. Dafür aber den Hinweis, dass die Speisen sogar von jungen Männern ans  Bett serviert wurden, teilweise zumindest. Das hat doch auch was, gell? Also ich habs echt genossen…

Na, hab ich Sie neidisch gemacht? Dann sprechen Sie doch mal bei Ihrer Gesundheitskasse vor! Oder rufen Sie einfach, so wie ich, die Feuerwehr an. Die übernehmen dann sogar noch die Transportkosten.

  …

Okay, ich will Sie nun auch nicht weiter langweilen. Eigentlich wollt ich ja auch nur Bescheid sagen dass ich wieder zu Hause bin.

Einigen Lesern hatte ich Kartengrüße versprochen. Dieses Versprechen werde ich bei nächster Gelegenheit einlösen. Als Übergangslösung gibts exklusiv (und nur für diese Leser!)  doch noch ein Foto. Es zeigt den Blick aus meinem Krankenzimmerfenster.

SehenSe mal genau hin: Das Schicksal kann wirklich sooo grauuusahmm sein…”

 100_4926 urlaub

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