Archiv für die 'VIP-Lounge' Kategorie

Der Meister des deutschen Wortspieles hat wieder zugeschlagen!

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Um es vorweg zu nehmen: Es war ein wirklich gelungener Abend, den wir gestern bei den Berliner Wühlmäusen verbrachten. Dreieinhalb geschlagene Stunden unterhielt uns der Comedian, Sänger, Liedermacher, Entertainer und Wortspieler Willy Astor auf geniale Weise. Dreieinhalb Stunden, die lediglich von einer einzigen, kurzen Pause unterbrochen wurden. Kaum zu glauben, das sich ein einzelner Mensch diese ganzen Texte merken kann und sie dann auch noch in der richtigen Sprachrhythmik von sich gibt…

Wir hätten bis in die frühen Morgenstunden seinem Programm lauschen können, lachten uns krumm und buckelig bis uns die Bäuche weh taten, doch der Meister kannte kein Erbarmen, er machte weiter und gönnte uns keine weitere Verschnaufpause.  Um halb zwölf verließen wir das Theater total entkräftet, aber mit einem glückseeligen Lächeln auf den Lippen.

Eine großartige Leistung, zumal neben der schon bemerkten Textsicherheit jede Pointe saß. Willy Astor ist einer der ganz Großen, dessen Humor vom Feinsten ist und der auf absolut hohem Niveau Blödsinn schwafelt. Echt faszinierend, wir werden im März sicher wieder hingehen, wenn er hier wieder spielt denn dieses Programm kann man nicht beim ersten Mal voll in sich aufnehmen, dazu sind die Texte viel zu ausgefeilt, folgen die Pointen zu schnell aufeinander. Sein komplettes Tourprogramm 2009 findet ihr hier, ein Besuch sei euch wärmstens empfohlen. Los geht es übrigens im März in Sachsen…

Natürlich hab ich mir die Doppel-CD gekauft und auch ein Buch: "Unverrichteter Dinge. Humor direkt vom Erzeuger"… tja und ein Autogramm hab ich mir natürlich auch geben lassen. Mit persönlicher Widmung.

"Für Karin! Dein Willy Astor" steht da mit dickem Filzstift.  Das Buch liegt jetzt auf meinem Nachttisch…

Kleine Programmkostprobe gefällig? *Klick* *Klick* *Klick*

Neue Aktion?

Dienstag, 28. Oktober 2008

Hand aufs  Herz, wer hat schonmal was von Spencer Tunick gehört? Dieser Mann schafft es immer wieder hunderte Menschen dazu zu bringen sich öffentlich und gleichzeitig auszuziehen. Dann ordnet er die Nackedeis nach einem von ihm bestimmten Schema und fotografiert sie. Ob das nun Kunst ist kann gerne diskutiert werden, wahrscheinlich eine Frage des (guten?) Geschmacks, und über den lässt sich spätestens seit Reich-Ranickis Preisverweigerung fabelhaft streiten.

Betrachtenswert sind Tunicks Bilder allemal, sind sie doch von ästhetischer Schönheit und fernab von Pornografie.

Ich hab mir nun überlegt eine neue Aktion in Anlehnung an diesen Provokationskünstler (?) zu starten:

Es ist ganz einfach:

Ihr schickt mir einfach ein paar Nacktfotos von euch an die bekannte Adresse und ich werde daraus eine Kollage basteln, die dann als Grundlage für einen Nacktblogger- Wandkalender 2009 dienen wird, dessen Erlös dem Verein hüllenloser, unschuldig verarmter, weil abgemahnter Blogger (VhuvwaB) zu Gute kommt.

Wer macht mit?

Bitte melde Dich!

Freitag, 12. September 2008

… und Sonntags ins Theater!

Sonntag, 7. September 2008

Hier entlang, bitte!

Ein besonderer Gruß geht heute nach Greifswald!

Männer ;-)

Mittwoch, 3. September 2008

Wenn ein Mann sich für unwiderstehlich hält liegt es oft daran, das er nur dort verkehrt wo kein Widerstand zu erwarten ist.

Francoise Sagan, 1930-2004

Für lau ins Konzert !

Freitag, 15. August 2008

Annett Louisan tritt morgen (16.8.) Abend um 19.00 Uhr auf der Bonner Museumsmeile auf. Die komplette Show wird im Internet live übertragen. Vorher gibts noch ein Interview.

Danke für den Hinweis an Markus.

Der Kulturschock

Dienstag, 5. August 2008

Das Berliner Nachtleben hat ja kulturell einiges zu bieten und ab und an nehmen wir die Gelegenheit wahr und gehen zu Konzerten, ins Theater, Musical oder Kabarett. Es müssen nicht immer die bekannten Spielorte am Kudamm oder Potsdamer Platz sein, auch die sogenannten "Kleinkunstbühnen" haben uns schon manch wirklich netten Abend beschert. Viele Nachwuchskünstler treten hier auf um den Vortrag ihres Programmes vor Publikum zu üben, die Reaktionen darauf zu erfahren und hier und da vielleicht noch ein wenig am Programm zu feilen, bevor sie auf großen Bühnen auftreten und dort nicht selten vom Fernsehen entdeckt werden.

Einen solchen Künstler wollten wir, nachdem er inzwischen im Fernsehen recht regelmäßig und häufig in zahlreichen Shows als Comedian zu sehen ist, nach ungefähr 10-12 Jahren mal wieder live erleben. Er hatte uns damals ausnehmend gut gefallen und so besorgten wir uns Karten für sein neues Programm. Comedy ist relativ preiswert, für 2 Karten zahlten wir insgesamt 45,– €uro und freuten uns auf einen entspannten, fröhlichen Abend.

Sowohl der Programmtitel als auch der Text der Vorankündigung ließen eine Thematik erwarten, die jeder von uns schon einmal erlebt hat: Liebeskummer. Ein ansich ernstes Thema, das man mit genügend zeitlichem Abstand dann aber auch als Teil des eigenen Lebens annehmen kann und am Ende vielleicht sogar über die eine oder andere eigene bittere Träne schmunzelt…

Insofern sollte diese Thematik auch auf humorvolle, aber nicht verletzende Art aufzubereiten sein.

Nun, Humor ist, wenn man trotzdem lacht und verletzend war dieser Abend für meine und Schatzis Gehörgänge. Will sagen, wenn ich die Wahl zwischen Lachen und Weinen habe, dann entscheide ich mich immer spontan fürs Lachen. In diesem Fall jedoch überdachte ich meine Wahl mehrfach, denn diese Fäkalsprache, die immer wieder unsere Gehörgänge erreichte, ließ mich am Gehörten zweifeln. Konnte das sein?… Auch der Inhalt des Gesagten bezog sich auf Probleme, die mit menschlichen Bedürfnissen durchaus in Einklang zu bringen sind. Mir war als säße ich auf ner öffentlichen Toilette und läse die Wandschmierereien, während ich die Geräusche der Nebenkabine wahrnehme und der Geruch verdauter Kohlrouladen in meine Nase zieht. Zu allem Übel hab ich auch noch ne papierfreie Kabine erwischt…

Der junge Mann neben mir hatte bereits nach wenigen Minuten das Applaudieren eingestellt und wir schlossen uns ihm bald an. Andere lachten noch. Wahrscheinlich handelte es sich um Zuschauer dieser täglichen Fernseh-Shows, in denen Prolls eine ausgewähltere Sprache von sich geben.

Noch vor der Pause spielten Schatzi und ich mit dem Gedanken aufzustehen und zu gehen. Da wir aber Plätze in Reihenmitte hatten, verlegten wir unseren Abgang auf die Pause.

Während des kurzen Weges zum Auto kamen wir mit einem jungen Pärchen ins Gespräch, das sich die 2. Halbzeit auch nicht mehr zumuten wollte und ebenfalls verärgert das Theater verlassen hatte. Mit ziemlicher Sicherheit waren wir Vier nicht die Einzigen die schon gingen.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass es natürlich viel schlimmer hätte kommen können. Was mich ärgert ist nicht die negative Erfahrung, damit kann ich umgehen. Die 45,– €uro ärgern mich da schon eher. Besonders wenn ich daran denke, zu welchem wesentlich geringerem Preis dieser Künstler damals eine wirklich tolle Show brachte. Es ist schade um ihn, es ist bedrückend für mich als Menschen, einem derartigen Verfall zuzusehen. Das geht mir wirklich nahe und macht mich traurig.

Andererseits verdient dieser Schmalspurkomiker wohl kein Mitleid, denn letzlich verdient er seinen Lebens unterhalt damit. Und wenn ich mir das vor Augen führe, dann bin ich nicht mehr traurig, dann ärgere ich mich richtig und fühle ich mich nach Strich und Faden verscheißert. Und das, liebe Leser, das ärgert mich am meisten, denn das schafft nicht jeder…

Götz George zum Siebzigsten

Mittwoch, 23. Juli 2008

Heute feiert Götz George seinen 70. Geburtstag und ich und verfolge mit großer Freude die zahlreichen Wiederholungen und Interviews die das Fernsehen aus diesem Anlass ausstrahlt. Seine erste Biographie erscheint in diesen Tagen… 

Dieser Mann ist Kult. Man kann ihn lieben oder ablehnen, an ihm vorbei kommt man nicht, denn er hat die Film- und Fernsehkultur in unserem Land zu einem erheblichen Teil geprägt.

"Schimanski" ist sicher seine bekannteste Rolle, wahrscheinlich die Rolle in der er die breite Öffentlichkeit am meisten erreichte. Sein Markenzeichen darin: Die Schimi- Jacke. Im Tatort- Fundus findet ihr einen Link, unter dem ihr euch die Jacke in eurer Größe bestellen könnt.

Götz George auf die Figur des sensibel-rauhbeinigen Schimanski zu beschränken wäre Frevel, er ist auch ein großer Komödiant und Charakterdarsteller. In zahlreichen Filmen hat er uns immer wieder seine große Wandlungsfähigkeit gezeigt und dafür zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

Herzlichen Glückwunsch zum Siebzigsten, lieber Götz George… und Danke für die schönen Stunden die Sie uns bereitet haben. Es macht immer wieder Spaß sich von Ihrem Spiel mitreißen zu lassen..

Zu Ihrem Ehrentag wünsche ich mir, dass Sie uns noch recht lange bei bester Gesundheit erhalten bleiben!

Bruce Darnell auf Zimmersuche

Donnerstag, 13. März 2008

Bruce Darnell, der für mich persönlich das Drama ansich typisiert, kommt am Sonntag, dem 16.3. um 22.45 Uhr im WDR um sich bei Christine Westermann und Götz Alsmann in ihrer Sendung "Zimmer frei!" für ein Zimmer in ihrer Wohngemeinschaft zu bewerben.

Ich mag Götz mit seiner tollen Tolle und die bescheidene Christine, wenn sich die Beiden die Bälle zuspielen. Deswegen sehe ich mir ihre Sendung gerne an. Nett und locker, ohne Tiefschläge werden hier Prominente privat vorgestellt und die Sendung hat völlig zu Recht bereits im Jahr 2000 den Adolf-Grimme-Preis in der Sparte Fiktion und Unterhaltung bekommen. Mittlerweile hat sie Kultstatus erworben.

Nun also kommt Bruce Darnell. Ich bin gespannt, ob Christine und Götz etwas aus ihm herauskitzeln, das ihn mir sympathischer macht.

Immerhin kommt man/frau inzwischen nicht mehr an diesem Mann vorbei.

Der Donnerstagsnachmittagsausgehspruch:

Donnerstag, 6. März 2008

Humor ist der Regenschirm der Weisen.

[Erich Kästner]