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Danke

Sonntag, 20. Dezember 2009

Heute ist es ausnahmsweise erneut nicht Flocke von Kroetengruen, die sich an Euch wendet. Es ist ihr „knackärschiger Admin“, der diese Zeilen schreibt, welche ihm alles andere als leicht von der Hand gehen. Es tut mir leid, das Einige von Euch sich so lange sorgten, wie ich den bislang unveröffentlichten Kommentaren entnehmen konnte – aber es hat eine Weile gedauert, die Kraft für das Folgende zu finden:

„Krötengrün“ – diesen Begriff prägte die Autorin dieses Blog vor Jahrzehnten selbst, als sie sich im Spaß mit einem grünen Filzstift eben dieses Wort auf den eigenen Bauch schrieb und sich so ihrem Ehemann präsentierte. Aus diesem Moment resultierte nicht nur der Kosename in Ihrer Beziehung, sondern auch ihre spätere Leidenschaft für quakende Tierchen und entsprechende Figuren, Anhänger, Motive und ähnliches…

Es war der 15. Dezember 2004, als ich Flocke dieses Weblog einrichtete und zu Weihnachten schenkte. Der Domainname ergab sich quasi zwangsläufig. Bis zu diesem Zeitpunkt beschränkte sich Flockes Kontakt mit der virtuellen Welt auf die wundersame elektronische Post und den Besuch einiger Chatrooms. Irgendwann aber erwähnte sie beiläufig ihre Faszination für dieses Blog-Ding, welches ich ihr präsentiert hatte. Und ich hielt es für eine gute Idee, ihr die Möglichkeit zu geben, sich hier so richtig auszutoben…
Im Laufe der Jahre stellte sich heraus, dass dies wohl eines der besten Geschenke war, die ich ihr jemals machte – wenngleich man ihre Begeisterung für dieses Hobby zeitweise schon ein wenig zügeln musste, was oftmals ziemlich schwierig war. Nichts desto trotz hatte sie jede Menge Freude an diesem Hobby, verbrachte Stunden und Tage mit der Planung, Durchführung und Teilnahme von bzw. an irgendwelchen Aktionen, eignete sich mühsam grundlegende Kenntnisse der Bildbearbeitung an, um Ihr Reich zu verschönern, erforschte mutig die Untiefen des Internets, erdachte Geschichten, schrieb Erfahrungen und Erinnerungen nieder oder sich den Frust von der Seele, hielt Kontakt zu ihren Stammlesern, wuselte tagtäglich durch ihre Blogroll, kommentierte hier und da und schien dabei nahezu unermüdlich.

Hervorragender Abschied“ – so lautet einer der treffendsten Kommentare zu ihrem letzten veröffentlichten Beitrag. Leider führte Frau Flockes Weg sie jedoch am Tag vor dem ursprünglich geplanten Abflug nicht wie vorgesehen auf die sonnige Insel Malta, sondern ins nahegelegene Krankenhaus, wo sie die nächsten Wochen zunächst ohne genauere Erkenntnisse verbrachte und schließlich wieder entlassen wurde. Drei Tage danach wurde sie jedoch unter dramatischen Bedingungen erneut eingeliefert.
Dem darauf folgenden Kampf war sie leider nicht mehr gewachsen. 

 

„Flocke von Kroetengruen“ verstarb am 13. Dezember 2009…

 

 Unser einziger Trost ist es, dass das Ende ihren Wünschen entsprach und – so hoffen wir – ohne Leiden geschah. Ihre letzte Reise führt sie dieser Tage an den Ort, an dem sie sich immer am wohlsten fühlte, an welchem sie sich entspannen konnte und Ruhe fand: Das Meer.

 Wir, das sind Flockes Ehemann, Euch bekannt als „Schatzi“, und ich, ihr „Lieblingssohn“, Euch eher bekannt als „Neri“ sowie meine Verlobte „Elisabeth Freckles“ und Flockes ganzer Stolz:   ihr Enkelkind, möchten uns stellvertretend bei Euch allen von ganzem Herzen für die letzten vier Jahre bedanken!
Bei den stillen Lesern, den aktiven Teilnehmern, den Kommentatoren, den kreativen Blogger-Kollegen, den ehrenamtlichen, knackärschigen Angestellten, den entstandenen Internet-Freund- und –Bekanntschaften… einfach all den Fans von kroetengruen.de – und denen, die daran in irgendeiner Form mitgewirkt haben.
2140 Artikel zählt kroetengruen.de mit diesem hier… und stolze 16695 Kommentare. Ihr habt Frau Flocke in den letzten Jahren wirklich eine Menge Spaß gemacht! Und wir wissen, dass sie gewollt hätte, dass Ihr Euch eben jene Verrücktheit bewahrt, die ihr mit ihr geteilt habt. Euch allen gebührt ein großes “Krötenlob”!

Abschließend möchte ich Euch an dieser Stelle Flockes tatsächlich letzten, bislang unveröffentlichten Beitrag aus den Tagen zwischen den Krankenhausaufenthalten zeigen, der zumindest erahnen lässt, dass sie ihren Humor bis zuletzt nicht verloren hat.

Die letzten Worte an dieser Stelle sollen Dir gehören, Karin.

Danke… für Alles! Wir lieben Dich!

 

“Immer nur Urlaub machen is ja auch langweilich…

…dachte ich mir so und entschloss mich, einen Tag vor dem gebuchten Abflug, doch daheim zu bleiben. Vorerst wenigstens…

Aber, der geneigte kroetengruene Leser ahnt es bereits, daraus wurde auch nix, denn zu hause fehlt mir doch die Abwechslung…  Ganz dumm bin ich ja nu auch nich und so entschloss ich mich, einen kleinen Krankenhausaufenthalt anstelle des geplanten Malta-Urlaubs einzulegen.

Das Ganze stellte ich unter das Motto “Tausche 2 Wochen Malta gegen 4 Wochen Klinikaufenthalt”. Übrigens sehr zu empfehlen, bekommt man doch hier bereits für nur 10,–  €uronen pro Tag ein Doppelzimmer mit eigenem WC, Dusche und Vollpension. Zugegeben, es ist nicht das 5-Sterne-Buffet, das ich gewohnt bin, aber immerhin wird man nicht nur satt davon, man nimmt sogar ab! Eigentlich schon vom Anblick, aber den möchte ich Ihnen dann doch lieber ersparen, verehrte Leser. Deshalb gibts an dieser Stelle ausnahmsweise auch mal keine Fotos. Dafür aber den Hinweis, dass die Speisen sogar von jungen Männern ans  Bett serviert wurden, teilweise zumindest. Das hat doch auch was, gell? Also ich habs echt genossen…

Na, hab ich Sie neidisch gemacht? Dann sprechen Sie doch mal bei Ihrer Gesundheitskasse vor! Oder rufen Sie einfach, so wie ich, die Feuerwehr an. Die übernehmen dann sogar noch die Transportkosten.

  …

Okay, ich will Sie nun auch nicht weiter langweilen. Eigentlich wollt ich ja auch nur Bescheid sagen dass ich wieder zu Hause bin.

Einigen Lesern hatte ich Kartengrüße versprochen. Dieses Versprechen werde ich bei nächster Gelegenheit einlösen. Als Übergangslösung gibts exklusiv (und nur für diese Leser!)  doch noch ein Foto. Es zeigt den Blick aus meinem Krankenzimmerfenster.

SehenSe mal genau hin: Das Schicksal kann wirklich sooo grauuusahmm sein…”

 100_4926 urlaub

“Können Sie was für sich behalten?”

Dienstag, 3. November 2009

Oder auch “Im Vertrauen, aber erzählen Sie´s nich weiter…” oder “Ich soll ja nich drüber reden, aber IHNEN kann ichs ja erzählen…” u.s.w.u.s.f…

Wir alle kennen diese kleinen Sätze und müssen uns, warum auch immer, die dazu gehörenden Geschichten anhören oder eben nicht. Menschen, die sich mit Insiderwissen über Dritte nach Außen hin profilieren wollen, sind in meinen Augen doch wirklich arm dran.

Früher wusste ich nicht, wie ich mit derartigen Situationen umgehen sollte, wollte ich doch nicht unhöflich erscheinen. Heute habe ich genug Selbstbewusstsein um solche Leute nötigenfalls auch zu schockieren, indem ich sie in aller Ruhe und mit der gebotenen Höflichkeit auffordere ihr Wissen für sich zu behalten, da es mich schlichtweg nicht interessiert. Das hat mich zwar schon die eine oder andere Bekanntschaft gekostet, aber ich lebe seitdem ruhiger.

Nicht, dass ich mich nicht über entgegengebrachtes Vertrauen freue, ganz im Gegenteil. Das Problem bei den o.g. Begleitsätzen ist lediglich, das ich vorraussetze, dass der/die Erzähler/in  jedem Anderen auch ungehemmt über meine Probleme berichten würden, so ich sie ihm/ihr denn mitteilen würde.

Grundsätzlich fasse ich schwer Vertrauen und behalte vieles für mich, bzw. spreche ich mit einem kleinen, handverlesenen Personenkreis über meine wirklichen Sorgen und Nöte. Ja, auch eine Freifrau von und zu ist eben nur ein Mensch und plagt sich genauso mit Problemen wie jeder Andere auch, braucht hier und da mal da Gespräch als Halt und Stütze… An dieser Stelle möchte ich mich bei diesen echten Freunden für ihre absolute Loyalität bedanken. Ich liebe euch und bin sehr froh das es euch gibt!

Und wie geht es Ihnen?  Wie gehen Sie damit um, Geheimnisse zu erfahren? Kann ich IHNEN vertrauen? ErzählenSe doch mal…. smilie-zwinker

Man sieht sich immer zweimal…

Montag, 2. November 2009

Juchhuuuuu, er ist wieder da! Mit den Jahren gereift, zeigt er heute Mut genug um den Hut am Haken zu lassen und bekennt sich zu seinen Geheimratsecken. Die Haut ist jugendlich gestrafft, denn die paar Kilo mehr stehen ihm gut.

Ich freue mich ehrlich, wieder über seine kleinen und großen Erlebnisse lesen zu können, die er in so nette, amüsante Worte verpackt.

dixiduesi

 

Welcome Back, Sir Marcus von Düsi!

… und wennSe noch Probleme mitm Einzug ham, die Couch noch nich geliefert is oder so, dann könnenSe gerne erstmal im kroetengruenschen Gästehaus eine Suite beziehen, allerdings hamwa momentan n paar kleinere Probleme mitm Abwasser, aber Sie wissen sich da ja zu helfen…  lachtot

Liebe kroetengruene Leser und Leserinnen,

Sonntag, 1. November 2009

ich möchte euch gerne ein paar Infos zum aktuellen Bloggeschehen geben:

Der Kreativ-Wettbewerb wird bis zum Jahresende verlängert, neuer Einsendeschluss ist also der 31.12.2009, die Preisvergabe findet entsprechend erst im neuen Jahr statt.

Grund hierfür sind die zahlreichen Einsendungen, die ich hier noch zu liegen habe und die im ursprünglich vorgesehenen Zeitraum nicht alle präsentiert werden können. Vorweggreifend kann ich aber schonmal verraten das ein paar echte Highlights dabei sind, die euch in blankes Erstaunen versetzen werden. Ihr dürft also weiter gespannt sein.

Außerdem mangelt es mir, wie ihr sicher schon gemerkt habt, momentan etwas an Zeit zum Bloggen und damit leider auch zum Lesen anderer Blogs und somit auch zum Kommentieren. Ich bemühe mich. Leider mit wenig Erfolg…

Tja… und dann ist da noch die Geschichte mit der kleinen Blogpause über die ich euch informieren möchte:

Ein paar Tage Erholung müssen einfach mal wieder sein. Wir haben uns für eine kleine Inselgruppe, etwa 320 km südlich von Sizilien entschieden. Dort werden wir neben Sonnenschein und Wellenrauschen auch die Kultur genießen und uns weiterbilden.

Wer eine Postkarte von dort haben möchte, kann seine Adresse noch bis kommenden Freitag, also Nikolaus   6. November, an mich per eMail senden (kroetengruen[at]web[dot]de). Es gibt ja immer wieder Leser, die diese Möglichkeit gerne wahrnehmen um mal wieder in den Genuss von “richtiger” Post zu kommen. Ich gehöre ja auch dazu…

So, das wars!

Eure      flocke

Ärgerlich!

Dienstag, 20. Oktober 2009

“Statusreport” nennt das, nach eigener Aussage “beliebteste Internetportal Deutschlands”, seine neueste Spielerei mit der ich überhaupt nix anfangen kann. Ganz im Gegenteil. Ankommende Mails werden nicht mehr ins Outlook verschoben, sondern müssen separat über das Portal abgerufen werden. Natürlich kann man das ändern, wenn man , Zitat: “…wechseln…(Sie)… im Menü “Einstellungen” in den Reiter “Ordner”, Unterreiter “Eigenschaften” und ändern in der Spalte “Report senden” den Status.”

Hey, Hallo?!? Den Hinweis auf den Statusreport, der mich auf Outlook schon erreichte, den hab ich erstmal als Werbung abgetan und garnicht erst aufgerufen. Lediglich meiner weiblichen Neugier ist die Tatsache geschuldet, dass ich dann nach einiger Zeit doch mal näher hingesehen habe.  Hey, ich hatte ja doch Post! Viele nette Mails haben mich einfach nicht wirklich erreicht, sondern sind einfach  im “beliebtesten Internetportal Deutschlands” hängen geblieben.

Nun muss ich also ändern, was man mir unfreiwillig aufgedrückt hat.

Ich finde sowas einfach nur ärgerlich und hoffe, ihr habt wenigstens eure Freude an meinen stümperlichen Erklärungsversuchen, aber ihr wisst ja: Frauen Kröten und Technik… kreuz

Aktualisierung 19.45 Uhr:

Okay, vergessen Sie´s einfach. Wenn nichtmal die Kaulquappen mich verstehen…

Fakt ist jedenfalls dass Mails an mich verschütt gegangen sind…

“Die” schütten mich zu…

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Zwei Tage bin ich in einem Zustand absoluten Desinteresses am Briefkasten vorbeigelaufen und habe ihn keines Blickes gewürdigt. Heute dann die bittere Erkenntnis: Es war ein Fehler, ein großer Fehler. Vor Allem aber ein schwerer Fehler, denn ein riesengroßer Berg an Werbebroschüren musste in die Belle Etage transportiert werden. Ich sag Ihnen was: Alles Werbung! Prospekte jedweder Coleur, die da wären:

  1. kleiner Handzettel vom Pizzamann
  2. wöchentlich erscheinender, kostenloser Zeitungsverschnitt, der sich mit den Belangen des Anwesensschen Umfeldes beschäftigt. Prima um die Kartoffelschalen drin einzuwickeln…
  3. Hochglanzkatalog eines großen Teppich-Hauses, DIN-A4, 162 Seiten, in Folie an mich persönlich adressiert. Scheinbar zur Strafe, weil wir dem Haus mal einen größeren Auftrag zugeschoben ham… Aber jedes Jahr bekommt das Anwesen ja nu auch keine neuen Perser.
  4. Folgerichtig bietet ein anderes Unternehmen die Reinigung derselben^  sowie der Gardinen an.
  5. Frau P. schickt ihren aktuellen Herbst-Winter-Katalog. Hochglanz und umfangreich… Kleiner Gag am Rande: Fragt mich neulich ein Bekannter ob die denn wirklich “Poppen” heisst…
  6. Ein Telefonbuch ausschließlich für die Umgebung des Anwesens. 432 Seiten Zahlen und Werbung ausm Bezirk.  Okay, ich gebs zu, dass ich die sogar sammle. Ist ganz interessant, die uralten mit den neuen zu vergleichen.
  7. Ein großes Versandhaus das sich bescheiden nach dem Klang eines kleinen Glöckchen benannt hat druckte auf 123 Seiten Hochglanz die neue Herbstkollektion und stellte ebenfalls zu.
  8. Ein Gutschein vom Billigfrisör. Das Anwesen liegt in dessen Einzugsbereich und nun lädt er mich zum einjährigen Jubiläum auf ein Glas Sekt ein. Der will sich doch nur mit mir schmücken, kenn ich doch alles. Inner nächsten Ausgabe von ^ 2. erscheint dann mein Konterfei im besoffenen Zustand. Das ist doch Rufmord!
  9. Ein großes Möbelhaus bietet Rabatte von bis zu 60% an, aber nur bis Samstag! Die müssen wohl ihren Ramsch schnell loswerden…
  10. Der Juwelier umme Ecke möchte auch mal wieder einen Kunden haben. Eine kleine Preistabelle von Reparaturen wie Kette löten oder Batterie einsetzen schickt er, aber auch die Preise die er für Zahngold zahlt. Soll ich jetzt der Omma von nebenan die ßähne ausschlagen?
  11. Drogen-Dirk hat auch wieder jede Menge Angebote in seiner Drogerie, der Prospekt umfasst mehrere Seiten, allerdings auf chlorfrei gebleichtem Papier.

Wie gesagt, das ist die Auswahl von 2 Tagen. Der Briefkasten war übergequollen, als wir ihn endlich von seiner Scheinschwangerschaft befreiten.

Schatzi bringt jetzt erstmal den Müll runter…

Irgendwo ist Schluss

Sonntag, 4. Oktober 2009

Der liebe Gott hat die Intelligenz leider nicht gerecht verteilt. Ein Schöpfungsfehler, unter dem die Dummen weniger leiden. Leider nicht genug um auszusterben…

Ich ordne mich mal in aller Bescheidenheit in die mittlere Grauzone ein, denn mir ist durchaus bewusst das es schlauere Menschen gibt. Zu denen blicke ich neidvoll empor und bewundere sie, versuche ihnen nachzueifern und ein klein wenig von ihrer Bildung in mir aufzunehmen. Frau will ja nich dumm sterben…

In der letzten Woche musste ich nun aber gleich zwei Mal selbst erleben, dass Personen aus meinem Umfeld sich nicht nur durch Dummheit, sondern durch schlichte Blödheit selbst auszuzeichnen versuchten, ein drittes Beispiel (auch in dieser besagten Woche passiert) kenne ich vom Hörensagen.

Es muss eine Steigerungsform von “Fremdschämen” geben, Vorschläge bitte in die Kommentare!

Koloskopie- Mein persönlicher Erfahrungsbericht

Mittwoch, 23. September 2009

Eigentlich ist ja so eine Koloskopie wirklich nicht schlimm. Nach der Vorbereitung, die bereits 5 Tage vorher mit dem Weglassen einiger Lebensmittel beginnt und in der gestern beschriebenen Null-Diät und dem Trinken einer widerlich schmeckenden Lösung zur Darmreinigung ihren Höhepunkt findet, geht das so einigermaßen. Unangenehm, aber durchaus zu schaffen, mir hat hauptsächlich der Verzicht auf Obst und Gemüse zugesetzt.

Die Untersuchung selber erlebte ich diesmal in Vollnarkose und  kann nur daher nichts weiter berichten als dass ich nach einiger Zeit etwas rammig, aber völlig schmerzfrei, wach geworden bin.

Ja, diesmal war ich schlauer, denn vor der Koloskopie vor einigen Jahren tönte ich noch muskelspielend beim Doc rum, das ich keine Narkose bräuchte und mein Inneres gerne selber auf dem Monitor sehen und somit den Eingriff auf demselben verfolgen wolle.

Liebe Leute! Davon kann ich nur dringend abraten, denn die Schmerzen, die ich damals hatte, erinnerten mich doch sehr an die Geburt des Lieblingssohnes. Ich habe damals noch während der Untersuchung mehrfach um eine Narkose gebetengebetteltgefleht und war zu allem Übel an eine Ärztin gekommen, die offenbar Befriedigung darin fand ihre sadistischen Züge just in diesem Moment ausleben zu müssen. Immer wieder fragte sie nach, ob ich die Narkose denn nun doch wirklich wolle, ich hätte doch vorher… Für mich brach die Ewigkeit an…

Nach diesem Erlebnis hatte ich nun vor der gestrigen Untersuchung ein miserables Gefühl und fühlte mich wie auf dem Weg zur Schlachtbank als Schatzi mich hinfuhr. Diesmal zu einem anderen Gastroenterologen, seine Kollegin scheint auch nicht mehr zu praktizieren…

Was soll ich sagen, alles war chic, ich durfte mich unten ohne auf eine Liege legen, hörte klassische Musik und bekam meine Narkosespritze, die mich ins Land der Träume brachte. Irgendwann bin ich dann, wie oben beschrieben, etwas rammig aber schmerzfrrei und glücklich aufgewacht.

Gefunden wurde übrigens nichts. Außer dem Loch das ich im Po habe. Aber das ist scheinbar normal… tonguewackelarsch

Auszug aus einem Hinweisbogen…

Dienstag, 22. September 2009

… zur Vorbereitung auf eine Koloskopie:

Coloskopie Vorbereitung Auszug

Hab ich alles artig erledigt. Besonders das von der KrankenGesundheitskasse gesponserte Abendessen gestern sowie das heutige Frühstück  waren mehr als frugal. Rezepte hierfür (Achtung, Wortspiel!) gibts beim Gastroenterologen.

Ich bin dann mal weg…

Zivilcourage und/oder die Angst davor

Sonntag, 13. September 2009

Ein mutiger und couragierter 50-jähriger Mann, der helfen wollte als andere in Not kamen, musste seine Zivilcourage mit dem Leben bezahlen.

Lediglich ein paar in Bedrängnis gekommenen Jugendlichen, die seine Kinder hätten sein können, wollte der Mann helfen.

Dass sich dieser Vorfall in München ereignete, spielt keine Rolle. Die Republik ist groß und die Gewaltbereitschaft einiger krimineller Subjekte noch größer. So etwas kann immer und überall passieren. Leider…

Wo aber liegt der generelle Grund für die ständig wachsende Gewaltbereitschaft dieser Menschen, die diesen Namen eigentlich garnicht mehr verdient haben? Menschlich sein, das ist human… und human verhalten sie sich nun wirklich nicht. Es wäre sicher zu einfach hier Schlagworte wie z.B. “Ausländer” oder “Ghettokinder” ins Spiel zu bringen. Die viel diskutierte hohe Arbeitslosigkeit erscheint mir auch nicht die Entschuldigung der 1. Wahl für solches Verhalten. “Ungünstiges soziales Umfeld” ist auch ein in solchen Situationen den Tätern gern zugeordnetes Schlagwort, vermeintliche Entschuldigungen für die Täter gibt es zur Genüge…

Ich, an Stelle des verstorbenen Helfers, hätte mit Sicherheit auch nicht weggesehen. Es gibt Situationen, da kommt einfach der Gerechtigkeitssinn aus mir raus und wenn was nicht geht, dann mache ich eben meinen Mund auf. Dies ist so ein Fall. Ein Fall, der mich zutiefst erschüttert.

Ein Fall, der mich fragen lässt, ob ich denn auch beim nächsten Mal über genügend Zivilcourage verfüge um mich ggf. tottreten zu lassen? Wohl kaum, denn ich bin keine Selbstmordkandidatin, meine Angst überwiegt. Und genau diese Angst ist es meines Erachtens, die die Gewaltbereitschaft dieser Kriminellen wachsen lässt. Sie wissen darum, spielen damit und gewinnen dieses grausige Spiel auch noch. Ein Teufelskreis…

Ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. Durchbrechen, damit sich die daraus entstandene Gewaltspirale nicht noch weiter ausweiten kann, nicht zum Tornado wird, der uns alle lähmt und verstummen lässt…

Wie aber kann ich helfen ohne mich selbst in Gefahr zu bringen? Thomas rät zum Zücken des Handys und wählen der Notrufnummer, die übrigens bundeseinheitlich die 110 (Polizei) ist, die 112 (Feuerwehr) hilft in solchen Fällen sicherlich auch. Die Aufmerksamkeit Dritter auf die Situation zu lenken ist sicherlich ein weiteres Mittel. Lautes Rufen, Hupen oder das ziehen der Notbremse können diese Aufmerksamkeit erzeugen, sogar das Zertrümmern einer Scheibe halte ich, je nach Situation, für angemessen. Denkt mal drüber nach und schreibt mir bitte in die Kommentare, was euch sonst noch so einfällt.

Meine letzten Gedanken beim Schreiben dieses Beitrages widme ich dem verstorbenen Helfer. Ihm danke ich für seinen Mut und Einsatz, die für mich Verpflichtung sind in seinem Sinne weiterzumachen, damit die Zivilcourage nicht auf der Strecke bleibt. Seiner Familie gilt mein tiefstes Mitgefühl.