Tick-tack-tick-tack-tick-tack-tick…
Freitag, 14. März 2008Ich war 8 Jahre alt, als ich zu Weihnachten von meinen Großeltern meine erste Armbanduhr bekam. Eine runde, große, klobige Uhr mit Ziffernblatt für die damals 27.– DM verlangt und bezahlt wurden. Eine enorme Summe, denn das Durchschnittseinkommen lag bei etwa bei etwa 400,– DM.
Damals wurden Uhren noch zu Einsegnungen, Jubiläen und ähnlichen feierlichen Anlässen verschenkt. Heute gibts sie aufm Wühltisch für 5.– €uro, die in ihrer Qualität durchaus mit meiner Ersten konkurrieren könnten.
Uhren galten lange Zeit als Statussymbol, kaum eine Frau, die nicht spätestens zur Hochzeit, Geburt oder ähnlichen Anlässen von ihrem Liebsten eine "Echtgoldene" bekam. Natürlich war die nur was "für gut", wurde also nur Sonntags und bei besonderen Anlässen umgebunden.
Diese besonderen Anlässe dienten dann auch einem Vergleich der Echtgoldenen der Damen, die Herren versuchten sich in der Anzahl ihrer, sich in ihrem Besitz befindlichen, Nyltesthemdem zu überbieten.
Es war die Zeit des Wirtschaftswunders, das wir heute wieder erleben. Nur eben andersrum…
Heute trage ich gar keine Uhr mehr. Irgendwann fing das mit den Bläschen am linken Handgelenk los. Die juckten widerlich. Ich hatte eine Allergie entwickelt und verzichtete erstmal, denn inzwischen hatte ich ein Handy welches mir die Zeit genauestens anzeigte. Daran habe ich mich mittlerweile so gewöhnt, das ich seit nunmehr 10 Jahren keine Uhr mehr umgebunden habe.
Meine Echtgoldene? Nun ja, die liegt im Schrank. Müsste bestimmt mal ne neue Batterie bekommen, aber wozu?
Wie ist das bei euch? Bekenntnisse für oder gegen die Armbanduhr bitte in die Kommentare!
Heute wird die
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