Archiv für die 'Gleich und doch nicht gleich' Kategorie

Über Linkshänd(l)er und Rechtsträger

Montag, 26. Oktober 2009

Als Kind sagte ich immer Linkshändler und kann mich nicht erinnern mal korrigiert worden zu sein. Das Thema trat allerdings nicht so häufig auf, die Betroffenen wurden damals noch mit z.T. recht radikalen Mitteln umerzogen, aber das soll heute nicht mein Thema sein.

Ich war schon im zarten Alter von schätzungsweise Mitte Dreißig, als mir jemand sagte das meine Linkshändler ja keinen Handel betreiben und folgerichtig Linkshänder sind, letztlich bezieht es sich ja auf die Hände. Okay, mein sprachliches Verona-Potential nahm ab und mein Wissen zu.

Nun las ich neulich bei Gerlinde über eine Unterhose für Linkshänder. Okay, ich bin keine Linkshänderin und habe über die Problematik beim männlichen Linkshänderpullern und den dazu gehörenden Z-Griff noch nicht wirklich nachgedacht. Interessant isses ja schon, zumal sich für mich als Frau zwangsläufig die Frage ergibt, ob denn Linkshänder auch Linksträger… bzw. Rechtshänder Rechtsträger sind. Oder womit hängt das zusammen? Gibt es auch Rechts-Links-Träger, also abwechselnd Tragende?  Oder geht hier nur entweder/oder? Woran liegt das?  Am Schnitt der Unterhose vielleicht? Fanden früher hier auch Umerziehungsmaßnahmen statt und wenn ja, in welcher Form?

Vielleicht traut sich der Eine oder Andere linkshändige oder rechtstragende Herr aus seinem Erfahrungskästchenhöschen zu plaudern? Ich bin gespannt…

(Un)sinniges:

Mittwoch, 2. September 2009

 Während die gemeine Blume nach der Blüte bestenfalls im hauseigenen Biomüll landet und dort jämmerlich verrottet, wird die als Grabschmuck bezeichnete Friedhofsblume in geweihter Erde entsorgt.

Woran erkenne ich beim Kauf den Unterschied der Pflanzen?

Sind es die Friedhofsgärtnereien, die ausschließlich für die Teilnahme an Beerdigungsfeiern in ihren Baumschulen mit geweihter Erde züchten? Und wenn ja, darf ich in ihnen auch den Tante Mechthildes Sonntags-Nachmittags-Kaffeeklatsch-Strauß erwerben? … Oder umgekehrt: Blumen aus dem Supermarkt, deren Herkunft ja vielleicht doch nicht mehr so genau nachzuvollziehen ist, dürfen die  überhaupt als Grabschmuck dienen oder ist das Frevelei?

Ich bin da echt überfordert…  gruebelt

Das langsame Sterben

Donnerstag, 9. Juli 2009

Ab Herbst diesen Jahres soll, nach dem Willen der EU, die Glühlampe schrittweise aus unseren Wohnungen verbannt werden. Ein Tod auf Raten, denn die Produktion neuer Glühlampen läuft aus. Der Verbraucher wird also in seiner freien Entscheidung beschnitten.

Liebe EU, euer Sparwille in allen Ehren, aber ich möchte bitte selbst entscheiden ob mich das gedämpfte, gelbliche Licht einer Glühlampe oder das kalte weiss einer Energiesparlampe anstrahlt.  Ich möchte auch über mein Ausgabenbudget selbst bestimmen, letztlich handelt es sich um mein ehrlich erworbenes Geld.

Ich bin eine Frau mit Hang zu einem gewissen Chic über deren Qualität wir gerne streiten können, ist eben Geschmacksache. Aber mal ganz ehrlich: Wie sieht denn mein wunderschöner Kronleuchter im Loft mit  Energiesparlampen aus???

Soll ich mir überall neue Lampen kaufen? Sicher, das kurbelt den Lampenabsatz an, die Lampenindustrie jubelt ob der zu erwartenden Umsätze auf. Designer stürzen sich auf die Aufgabe diese hässlichen Glaskolben zu verstecken und vielleicht wird sogar manch neuer Job geschaffen. Na klar, ich bin dabei! Nix dagegen zu sagen wenn, ja wenn ich als Endverbraucher weiterhin die Wahl hätte.

Damit wir uns richtig verstehen: Nix gegen die Energiesparlampe. Das Teil hat ganz sicher seine Berechtigung und ist eine großartige Erfindung, der auch ich mich nicht verschliessen will. Unter uns gesagt habe ich sogar einige dieser Modelle im Keller in Gebrauch. Aber nicht in meinem Kronleuchter! Da kommt mir so ein Teil einfach nicht hin!

Liebe EU, ich habe mir einen “gewissen Vorrat” meiner geliebten Glühlampen auf Halde gelegt. Genug bis an den Rest meiner Tage.

Und auch mein Sarglicht läuft mit Birne…

Der Duft der Frauen

Mittwoch, 6. Mai 2009

Parfums sind ne tolle Sache und auch ich kann mich ihnen nicht verschließen. Allerdings liebe ich eher die dezenten Noten, die, die Mann nur von ganz nah erschnuppern kann. Duftwolken aufm Treppenhaus z.B. sind mir ein absolutes Greuel, zumal die Trägerinnen meist den niedrigen Preis des Duftes Gestankes mit einer enormen Dosis auszugleichen versuchen.

Mädels, hat euch denn noch niemand gesagt wie billig und abstoßend das wirkt und das frau sich zum Müll runterbringen nicht beweihräuchern muss?

SSDS

Freitag, 24. April 2009

oder: Schweden sucht den Superstar

Hachz, da könnt ich mich doch glatt an derärschigeartige Formate gewöhnen. Ich werde auswandern. Nach Schweden. Bestimmt!

Herr Pfarrer oder Herr Pastor?

Mittwoch, 18. Februar 2009

Sind hier ehemalige Messdiener anwesend, Religionslehrer, keusche Priester,  gar Pfarrer, Pastorentöchter oder dergleichen?

Auf dem Anwesen wird diskutiert: Welcher Titel gehört zu welcher Religion und wie ist das mit dem Zölibat? Für wen gilt das und welche Ausnahmen sind möglich?

Interressant auch, unter welchen Vorzeichen Frauen in derartige Ämter gelangen…

Ich weise an dieser Stelle nicht extra darauf hin, dass die Diskussion respektvoll vonstatten gehen soll. Sowas wissen meine Stammleser von ganz alleine und die Anderen? Die lösch ich einfach…

Nachdenkliches

Freitag, 30. Januar 2009

Gerade bin ich im Geiste meinen Kleiderschrank durchgegangen, denn er müsste wohl mal wieder dringend ausgemistet werden.

Es gibt da ein ein Problem: Ich kann mich so schwer von etwas trennen! Letztlich hab ich mir doch die ganzen Fummel mal irgendwann gekauft weil sie mir gefallen haben und nu soll ich sie weggeben? Nur weil sie nicht mehr passen? Und was ist, wenn ich die 17 kg wieder abnehme? Da muss ich ja wieder alles neu kaufen! Was das wieder kostet!

Also da muss ich nochmal in mich gehen…

Bei den Röcken, da könnte ich mich ja vielleicht auf nen Kompromiss einlassen. Ich habe seit Ewigkeiten keinen Rock mehr getragen, außer den Schwarzen. Ich weiß sogar noch genau aus welchem traurigen Anlass ich den trug. Den sollte ich vielleicht auch aufheben, aber die Anderen? Nee, ich glaub, die klopp ich wirklich mal inne Tonne oder gebe sie in die Altkleider-Sammlung. Wobei sich mir schon wieder die Frage aufdrängt, ob man in die Altkleider-Sammlung denn ggf. auch alte Hosen geben könnte?

Die Bundesanstalt für Arbeit hat in der Nähe des kroetengruenen Anwesens vor einiger Zeit eine Sammelstelle für gebrauchte Bekleidung eingerichtet. Dort können sich Hartz-IV- Empfänger gegen Vorlage eines Gutscheines gebrauchte, gespendete Bekleidung abholen. Eine lobenswerte Initiative, wenngleich ich den Gedanken als unangenehm empfinde, aber wir müssen uns wohl daran gewöhnen das Deutschland immer mehr verarmt.

Gehöre ich nun zu den Reichen, weil ich (noch) Kleidung spende? Und wie schnell komme ich vielleicht auch in Verlegenheit, einen Gutschein zu ergattern? Wann werde ich als bedürftig eingestuft?

Neue Möbel für das Oval-Office?

Donnerstag, 22. Januar 2009

Liebe Leserinnen und Leser!

Auch auf kroetengruen.de sollen Sie natürlich Gelegenheit haben den Namen Barack Obama zu lesen, was hiermit geschehen ist.

Sie kennen mich: Zu Politk hab ich ne eigene Meinung, die aber nicht Grundlage für dieses Blog ist. Hier wird hinter die Kulissen gesehen.

Nein, auch die Frage nach der Farbe des Kleides von Michelle Obama wird hier nicht diskuttiert. Ich nehm an, Sie haben inzwischen längst erraten das dieses Vereidigungs-Kleid eine zitronenfaltergelbe Grundnote hatte, die durch einen Hauch von Dschungelgrün überschattet wurde. Die Medien haben die neue First Lady längst zur Mode-Ikone erklärt. Warten wir ab, was da noch auf uns zukommt, meine Damen! Für den Anfang fand ich das jedenfalls ganz nett, aber lassen wir das- ich wollt eh übers Oval-Office schreiben.

Dem würde nämlich eine optische Veränderung auch gut tun. Der neue Präsident hat wahrlich jede Menge an Vorschusslorbeeren erhalten und es wird sehr schwer für ihn werden all diesen hoch gesteckten Erwartungen gerecht zu werden. Warum also nicht den Mief der Vergangenheit rauslüften, neue Gardinen und neues Mobiliar hinein und so auch ein optisches Signal für den (politischen) Neuanfang setzen? Was Modernes muss her!

So oder ähnlich haben sich das wohl auch die Werbefachleute eines bekannten schwedischen Möbelhauses gedacht und stellten ein nettes Spielchen online: Richte das Oval-Office neu ein!

Irgendwie ganz witzich, mein ich… und HÖRUP gibts schon für 16,99 $. Nicht zuviel, um die große Weltpolitik von allen Seiten zu beleuchten, oder?

Viel Spaß beim Möbelrücken wünscht Ihnen eine total vergrippte             

             

Do you really want to hurt me? (Willst Du mir wirklich Schmerzen zufügen?) SagenSe lieber “Spinat!”

Freitag, 16. Januar 2009

Okay, ich möchte mal wieder über etwas schreiben wovon ich überhaupt keine Ahnung habe: SEX.

Also Blümchensex kenn ich natürlich schon, hatte ich sogar schonmal…  aber hier soll es um sexuelle Spielarten gehen und ich möchte mal festhalten, was ich zu dem Thema vom Hörensagen weiss:

Ein befreundetes Päärchen hat mir neulich gestanden auf S/M zu stehen, was ich bis dato immer für ne Kleidergröße hielt. Aber nee, die haben mir erklärt, dass es sich um eine sexuelle Spielart handelt, bei der ein Partner sich dem Anderen unterwirft, der Fachausdruck heisst wohl "devot" oder so ähnlich. Genau weiss ich das leider nicht mehr.

Jedenfalls gibts da dann während diese Sexpraktiken -die manchmal sogar schmerzvoll sein sollen- am Partner vollzogen werden irgendwelche Parolen, die den aktiven Teil zum Aufhören bewegen sollen, falls dem Devoten was unangenehm ist, also dieser z.B. zu große Schmerzen empfindet.  Sagt also der devote Partner die Parole, muss der Andere mit dem zwiebeln aufhören, ansonsten kann das sogar juristisch belangt werden. Alles geschieht also auf freiwilliger Basis. Im Fall des o.g. Päärchens ist die Parole "Spinat!", allerdings kann man wohl jedes andere beliebige Wort nehmen, nur einigen müssenSe sich halt.

Ich sag das  damit Sie bei Ihrem nächsten Einkauf anner Tiefkühltruhe nicht lachend zusammenbrechen…

Wie auch immer, es sollte sich um ein kurzes, einprägsames Wort handeln. "Do you really want to hurt me?" ist sogar im englischsprachigen Raum zu lang, das könnte in Momenten totaler Wolllust untergehen. So oder ähnlich gerade in England geschehen.

Wie? Sie ham noch nich jehört? Na, dann lesenSe mal das hier. Dadurch fiel mir nämlich auch die Spinat-Geschichte wieder ein…

Eine Frage hab ich nun aber doch: Fallen kurze Parolen, wie "Spinat", nun in die Kategorie "Safersex", weil ja einprägsamer und schneller verständlich, also mehr Sicherheit für den Devoten bieten, oder is das noch wieder was Anderes?  

Plastikschälchen

Donnerstag, 20. November 2008

Ich liebe Plastikschälchen. Es müssen nicht unbedingt die teuren sein, die frau nur auf Parties ergattern kann und die lebenslange Garantie haben (oder sind es nur 30 Jahre?). Ich weiss nicht genau und in meinem Fall kommt das sowieso aufs Gleiche raus.

Ja, ich bin bekennende Plastikschälchen-Messine. In meinem Plastikschrank herrscht ein fröhlich-buntes Chaos und manchmal, meist an hohen christlichen Feiertagen, nehme ich alles raus und baue mir meine kleine Plastikwelt. Manchmal bunt gemischt, manchmal auch nach Farben sortiert. Wissen Sie, es erinnert mich an meine Kindheit. Da werden die passenden Deckel gesucht und der entsprechenden Dose zugeordnet, vorzugsweise wird diese sogar richtig fest verschlossen. Frau will ja wissen, ob auch alles perfekt funktioniert. Haben dann alle Büchsen diesen kroetengruenen Alltagstest bestanden fehlen mir unter Garantie mindestens 3 Teile, oder ich hab drei zuviel.

Drei fehlende Büchsen sind normal, wenn drei Deckel fehlen hab ich allerdings ein Problem. Aber das ist bisher noch nie vorgekommen. Wissen Sie, warum? Nun, die Unterteile eignen sich hervorragend zur Aufbewahrung männlicher Kleinteile. Also, ich mein jetzt so Werkzeug, Schrauben und Nägel und son Gedöns.

"Schaaatziiie?" rufe ich dann ganz laut, um mir umgehend erklären zu lassen das der Lieblingsgatte nie, wirklich niemals mein Döschen auch nur gesehen hätte und überhaupt solle ich doch bitte diese falschen Verdächtigungen lassen, bitteschön!

Wenn ich nun also alle Ober- und Unterteile einander zugeordnet habe, die Deckel die Dosen fest verschlossen sind, dann kommt ein besonders spannender Moment: Ich staune, wie voluminös das Zeug doch sein kann und überlege, welche neue Einbauküche genug Platz bieten könnte um alles hübsch sauber und übersichtlich gestapelt zu beherbergen.

Das ist der Moment, in dem ich regelmäßig aus meinen Tagträumen erwache. Neue Einbauküche für die Plastikbüchsen? Ein letztes Fünkchen Verstand ergreift Besitz von meinem Denken und schellt mich eine total bescheuerte Froschfrau. Ich mag diese Momente überhaupt nicht, weswegen ich dann als Klügere nachgebe, die Deckel von den Dosen, Büchsen und Schälchen wieder entferne, die Deckel erstmal zur Seite lege und den Rest, ordentlich  nach Größe sortiert, erneut ineinander stapele um sie in den Plastikschrank einzusortieren. Als Letztes kommen dann die Deckel dazu, meist hochkannt an die Seite.

In meinem Plastikschrank herrscht endlich mal wieder Ordnung. Allerdings habe ich noch drei Deckel übrig. Die Büchsen dazu werde ich mit Sicherheit auch irgendwann finden. Ich weiss sogar schon wo: Im Keller, ordentlich im Regal stehend, Darin kleine Unterlegscheiben, Muttern, Nägel, Schrauben und vielleicht sogar ein altes Schrankscharnier…