Archiv für die 'Berlin, Berlin!' Kategorie

Richtig, dieser Fred Sonnenschein…

Montag, 9. Februar 2009

… ist unter dem Pseudonym  seinem Namen Frank Zander noch viel erfolgreicher geworden. Wusstet ihr, dass kein Geringerer als Hugo- Egon- Balder einem der beiden Hamster damals seine Stimme lieh?

Schon amüsant das mal so zu verfolgen, nicht wahr?

Nun aber genug der Bildung, jetzt wird in die neue Woche getanzt! Schnappt euch eure Kollegen und dann gehts ab,

denn hier isser: Der Ententanz!  

… mit ganz speziellen Grüßen nach Mannheim!

Wer ist das eigentlich, dieser…

Sonntag, 8. Februar 2009

Fred Sonnenschein  Irgendwie bekannt sieht er ja aus, oder? Der gebürtige Berliner hat sich auch durch sein soziales Engagement in der Stadt einen Namen gemacht und bekam 2002 vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau das Bundesverdienstkreuz verliehen. Im letzten Jahr wurde er von den Lesern einer Berliner Tageszeitung und den Hörern eines bekannten Radiosenders zum Berliner des Jahres gewählt.

In der kommenden Faschingszeit werden seine Lieder sicher auch gespielt. Zumindest teilweise…

Von wem ist hier die Rede?

(Googeln bei Höchststrafe verboten!)

Lustig ist das Bürgerleben

Sonntag, 1. Februar 2009

Der Bestitz eines gültigen Personalausweises ist Pflicht in unserem Land. Als pflichtbewusste Bürgerin bin ich also neulich aufs Bürgeramt um einen Neuen zu beantragen, denn meiner war fast abgelaufen.

Nach nur 2 Wochen Wartezeit  und Vorabkasse von 8,–€, die ich pflichtbewusst entrichtete, durfte ich meinen neuen Ausweis abholen. Das ging sehr schnell und unbürokratisch, ich konnte direkt zur Kasse durchgehen und das Prachtstück Empfang nehmen.

Das Beantragen dagegen… Nunja… Etwa 90 Minuten saß ich in einem total überheizten Raum, neben mir lauter hustende und schnupfende Bürger, die alle sicher auch ein Anliegen an das Bürgeramt hatten. Nicht auszuschließen, dass ich mir dort auch meine sehr starke Erkältung geholt habe, die nun mittlerweile in die 3. Woche geht und trotz Antibiotika nicht so recht verschwinden will.

Auf dem Bürgeramt kann man auch gleich noch  seine Unterschrift für ein aktuelles und thematisches wechselndes Volksbegehren abgeben. "Wahlfreiheit für Gäste und Wirte- Kein Rauchverbot in Berliner Gaststätten" steht als Überschrift auf der Liste, die bei Abholung meines neuen Personalausweises auslag. Bei Antragstellung ging es noch um Glaubensfragen: "Ethik- oder Religionsunterricht an den Schulen?" Ich bin gespannt, was als Nächstes kommt.

Zahlreiche Lektüre über den Bezirk ist zu finden, egal ob ein Kinderarzt oder ein Pflegeplatz in einem Altenheim gesucht wird. Nein, im Ernst: Es ist schon enorm welche Informationsvielfalt dem Interessierten hier geboten wird. Insofern kann die Wartezeit auch gut genutzt werden.

Was fehlt ist lediglich ein Frischwasserspender. Neben mir saß ein älteres Ehepaar das Angst hatte auszutrocknen… und ich? Nun ja, n Kaffeeautomat wär auch schön…

Berlin und die “Öffentlichen”

Sonntag, 11. Januar 2009

"Scratching" nennt sich die moderne Form des Graffity. Nach zahlreichen Schmierereien  mit mehr oder weniger künstlerischem Hintergrund kam man in Berlin und anderswo auf die Idee Scheiben auf öffentlichen Geländen zu zerkratzen. Das ist -gegenüber dem Graffity, das inzwischen relativ leicht zu entfernen ist- dauerhaft.

Ich gebe es zu: Ich hab mich mit der "Scene" nicht näher beschäftigt. Motive und Hintergründe sind mir also schleierhaft und mein Wissen hierüber basiert bestenfalls aus den Schlagzeilen einschlägiger Tageszeitungen, deren Headline ich im Vorübergehen erhaschen musste.

Trotzdem, oder gerade wegen meiner Unbedarftheit, möchte ich das Thema an dieser Stelle einmal aufgreifen und die Gefühle beschreiben, die ich in mir spüre wenn ich derartiges sehe. STOP! Derartiges? Artig ist es sicher nicht, unsere Kinderstube sollte uns anderes vermittelt haben als das Eigentum anderer Leute zu zerstören. "Sachbeschädigung" heisst das wohl auf juristisch und wird entsprechend geahndet.

Da wird gesprüht, gemalt und gekratzt was Büchse, Filzer oder spitze Gegenstände zulassen. Doch der Reihe nach:

Es gibt durchaus Graffity, die auch ich für Kunst halte. Die East-Side-Gallery in Berlin gibt hier wirklich hervorragende Einblicke in die Möglichkeiten mit Farbe bewaffnet künstlerisch tätig zu werden. Im gesamten Stadtgebiet sind Flächen für eben jene Sprayer freigegeben, an denen sie nach Lust und Laune ihrem Hobby nachgeben können. Kostenlos und straffrei. Einziges Risiko: Das Kunstwerk könnte morgen schon von einem Kollegen übermalt worden sein.

Ein Bäcker in der Spandauer Altstadt hat an einem Teil Mauer, die zu seinem Laden gehört, vor Jahren schon ein Motiv sprühen lassen das eine Landschaft mit Kornfeldern zeigt. Absolut thematisch passend, gut gesprüht und durchaus werbewirksam. Eine Graffity über die ich mich regelmäßig freue…

Zum Scratchen werden spiegelglatte Flächen benötigt. Da die gescratchten Motive auch möglichst groß und auffällig sein sollen, bieten sich hier besonders große Scheiben an, wie sie in U-, S- und Ringbahnen zu finden sind. Busse bieten auch eine gute Fläche, allerdings ist der Busfahrer immer in mittelbarer Sicht-Nähe und kann den Vorfall über Funk melden…

Seit einiger Zeit werden in Berlin nun die Fenster zerscratchter Beförderungsmittel durch Neue ersetzt. Zug um Zug, nicht Scheibe um Scheibe. Wir sind Hauptstadt, wir kleckern nicht, wir klotzen! Ich hab mal ein Foto von so einer neuen U-Bahn-Scheibe gemacht:

Sieht chic aus, nich?  Lauter niedliche, kleine Brandenburger Törchen zieren nun immer mehr Züge des ÖPNV in der bundesdeutschen Hauptstadt! Durch diesen absolut klugen Schachzug verantwortlicher Mitarbeiter sollen also die Scratcher vom scratchen abgehalten werden… (Memo an mich: Michi um ein "Holzauge-sei-wachsam-Smilie" bitten)

Ich will die daraus resultierenden Mehrkosten garnicht wissen. Nein, ehrlich: Ich kann ohne dieses Wissen wesentlich besser schlafen. Wüsste ich das nämlich müsste ich mich fragen warum -auf der Linie 2 beispielsweise, die City- Ost und City-West verbindet, also reichlich Touristen befördert werden- alte, abgelutschte, dreckige  mistige und nicht fachgerecht reparierte  U-Bahn-Waggons im Einsatz sind.

"Wahrscheinlich aus Kostengründen" meinen Sie?… hmm… mag sein, aber wie ich Eingangs schon sagte: Ich hab da keine Ahnung, ich fühl mich hinter diesem bedruckten Glas nur irgendwie unwohl, weil mir die freie Sicht fehlt. 

Ja, Berlin ist arm. Aber sagenSe mal ehrlich: Finden Sie DAS sexy?

Man könnte ja die Fenster auch vergittern, dann kommt keiner mehr so richtig ran. Müssen halt nur möglichst eng sein, die Gitterstäbe… und hätte den Vorteil, das die Täter gleich da sind wo sie hin gehören…

Adventslichter

Samstag, 6. Dezember 2008

oder: Eine kleine biographische Geschichte aus Kindertagen

Wenn ich mich heute so in Berlin umsehe und die teils üppige Adventsbeleuchtung in der Stadt sehe, dann stehe ich manchmal baff erstaunt davor und kann diese Lichterpracht kaum fassen. Tausender kleinerer und größerer bunter Lämpchen schmücken die Stadt, nicht nur die großen Einkaufsstraßen, nein, auch in den Vororten leuchtet, blitzt und blinkt es weihnachtlich.

Ehrlich gesagt ist mir das manchmal schon zu viel und ich erinnere mich an meine Kindertage, als noch echte Wachskerzen in den Fenstern standen. Anfangs für Tausende von Kriegsheimkehrern, die teils verkrüppelt noch aus den Gefangenenlagern kamen und denen die Kerzen den Weg nach Hause leuchten sollten. Später als Andachtskerze für die Verwandten hinter dem "eisernen Vorhang", mit denen wir in den ersten Jahren nach dem Mauerbau kein gemeinsames Weihnachtsfest feiern konnten, denn Passierscheine gab es erst viel später…

Ich hatte jede Menge Verwandte in Ost-Berlin, aber auch in der Zone und ich erinnere mich genau, wie meine Mutter immer je eine Wachskerze in die Doppelfenster stellte und mir auch den politischen Hintergrund erklärte. Soweit mir bekannt ist, wurden diese Andachtskerzen auch im Osten aufgestellt…

Wir wohnten 600 m von der Grenze entfernt und hörten manchmal die Schüsse wenn Fluchtversuche unternommen wurden. Ich wuchs mit der Mauer auf…

Aber ich wuchs auch mit echten Wachskerzen auf. Kerzen, die so manchen Adventskranz oder Weihnachtsbaum in Brand setzen. Mein Vater befestigte den Weihnachtsbaum immer mit einer Schnur an irgendwelchen Nägeln, die er in die Wand einschlug, damit der Baum nicht umfallen konnte.

Ich denke gerne an diese Zeit zurück und manchmal überfällt mich dabei eine melancholische Stimmung, so wie jetzt, während ich diese Zeilen schreibe. Aber das ist okay…

Heute sehe ich aus meinem Wohnzimmerfenster und sehe die Adventsbeleuchtung der Dame unten links gegenüber. Dann denke ich an die Landebahnbefeuerung des nahen Flughafens und wünsche mir diese alten Zeiten zurück. Zeiten, in denen es diese modernen Lichterketten noch nicht gab, in denen die Adventszeit ruhig und friedlich war und ich noch an den Weihnachtsmann glaubte…

Heute ist Blog-Kreativtag

Freitag, 21. November 2008

Da es heute in Berlin schneit basteln wir uns aus dem frisch gefallenem Schnee einen Schneemann. Ich bin gespannt, wer alles mitmacht!

Wetterwette

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Fürchterlichen Platzregen hatten wir hier gestern in Berlin. Auf unserem Weg zur Stadtmitte kamen wir an zahlreichen verstopften Gullis vorbei, die ihre Arbeit nicht mehr schafften. Straßen waren überschwemmt, Fußgänger sprangen verschreckt zur Seite, während wir die kostenlose Unterbodenwäsche durchaus zu schätzen wussten, saßen wir doch warm und trocken. Ich glaub, das schöne Wetter ist langsam wirklich Geschichte…

Meiner Erinnerung nach hat es in den letzten Jahren am 3. Oktober meistens geregnet. Zumindest hier in Berlin. Ich wette mal, morgen regnet es auch.

Ich wünsch euch trotzdem ein schönes, entspanntes und langes Wochenende und denkt mal daran, warum wir den 3. Oktober eigentlich feiern.

Wir werden den Tag in wohliger Ruhe verbringen und vielleicht ein bisschen fummeln. Am neuen PC…

Bitte melde Dich!

Freitag, 12. September 2008

Wenn Kinder nicht mehr wissen was Liebe ist

Dienstag, 9. September 2008

Habt ihr schonmal von der "Arche" gehört? Nein, nicht die Arche Noah aus der Bibel, ich meine allerdings auch was Christliches. Nein, bitte nicht gleich wegklicken! Ihr wisst doch, ich bin in keiner Kirche und bekehren will ich euch nicht. Wozu auch?

Ich möchte euch vielmehr über das "Christliche Kinder- und Jugendwerk e.V. Berlin", welches diesen Namen trägt berichten.

Nicht aus kirchlicher Sicht sondern als Mensch, als Frau und als Mutter:

Bernd Siggelkow ist der Gründer dieses Vereins, der 1995 "nur" als Suppenküche für bedürftige Kinder in seiner eigenen Berliner Wohnung begann. Jedem bedürftigen Kind eine warme, kostenlose Mahlzeit pro Tag. So einfach lautete die Grundidee. Die wirklich spannende Geschichte der Umsetzung ist u.a. auch hier nachzulesen. Das Projekt hat sich dank des Engagements von Pastor Siggelkow und seiner Frau Karin, sowie vieler weiterer, oft ehrenamtlicher Mitarbeiter bundesweit weiterentwickelt und die Suppenküche ist heute nur noch ein kleiner Teil der Arche. Die Ziele wurden ausgeweitet und so wird heute neben Nachhilfe- und Hausaufgabenhilfe auch präventive Kinder- und Jugendarbeit geleistet um die Kinder "von der Straße zu bekommen".

Neben dem Arche-Stammhaus in Berlin gibt es mittlerweile Häuser in Hamburg, München und Düsseldorf. Häuser in Memmingen, Potsdam und Köln sind in Planung.

Aber die Einrichtung kümmert sich auch um das Seelenleben der Kinder, die oftmals nicht nur aus ärmsten, sondern auch aus teilweise total zerrütteten Verhältnissen stammen. Verhältnissen, in denen das Wort "Liebe" schon lange nicht mehr existiert. Da ist das Leiden dieser kleinen Seelen vorprogrammiert.

Schätzungsweise 2,5 Millionen Kinder leben in Deutschland unterhalb der Armutsgrenze.

Sie tun vieles um an Geld zu kommen. Einige prostitueren sich sogar auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit, andere weil ihre eigenen Mütter sie auf die Straße schicken. Die Geschichten dieser Kinder sind vielfältig und wurden in dem Buch "Deutschlands sexuelle Tragödie" von Bernd Siggelkow und Wolfgang Büscher niedergeschrieben, das diese Woche zum Preis von 14,95 €  in den Buchhandlungen erscheint.

Vielleicht hat ja eine/r von euch Lust, sich auch mal in ein ernstes Thema einzulesen? Oder ihr surft einfach mal bei der Arche vorbei und informiert euch über deren Wirken. Vielleicht spendet ihr auch mal 5,–€ für dieses Projekt? Am Besten jetzt noch, bevor die vorweihnachteliche Spendenflut wieder beginnt, in der eh schon Ebbe in der Kasse herrscht…

Wir reden hier wohlbemerkt über Kinder direkt vor unserer Haustür. Ihr braucht nicht extra runtergehen. Es reicht vielleicht schon, wenn ihr aus dem Fenster schaut…

Video-Clip

Der Kulturschock

Dienstag, 5. August 2008

Das Berliner Nachtleben hat ja kulturell einiges zu bieten und ab und an nehmen wir die Gelegenheit wahr und gehen zu Konzerten, ins Theater, Musical oder Kabarett. Es müssen nicht immer die bekannten Spielorte am Kudamm oder Potsdamer Platz sein, auch die sogenannten "Kleinkunstbühnen" haben uns schon manch wirklich netten Abend beschert. Viele Nachwuchskünstler treten hier auf um den Vortrag ihres Programmes vor Publikum zu üben, die Reaktionen darauf zu erfahren und hier und da vielleicht noch ein wenig am Programm zu feilen, bevor sie auf großen Bühnen auftreten und dort nicht selten vom Fernsehen entdeckt werden.

Einen solchen Künstler wollten wir, nachdem er inzwischen im Fernsehen recht regelmäßig und häufig in zahlreichen Shows als Comedian zu sehen ist, nach ungefähr 10-12 Jahren mal wieder live erleben. Er hatte uns damals ausnehmend gut gefallen und so besorgten wir uns Karten für sein neues Programm. Comedy ist relativ preiswert, für 2 Karten zahlten wir insgesamt 45,– €uro und freuten uns auf einen entspannten, fröhlichen Abend.

Sowohl der Programmtitel als auch der Text der Vorankündigung ließen eine Thematik erwarten, die jeder von uns schon einmal erlebt hat: Liebeskummer. Ein ansich ernstes Thema, das man mit genügend zeitlichem Abstand dann aber auch als Teil des eigenen Lebens annehmen kann und am Ende vielleicht sogar über die eine oder andere eigene bittere Träne schmunzelt…

Insofern sollte diese Thematik auch auf humorvolle, aber nicht verletzende Art aufzubereiten sein.

Nun, Humor ist, wenn man trotzdem lacht und verletzend war dieser Abend für meine und Schatzis Gehörgänge. Will sagen, wenn ich die Wahl zwischen Lachen und Weinen habe, dann entscheide ich mich immer spontan fürs Lachen. In diesem Fall jedoch überdachte ich meine Wahl mehrfach, denn diese Fäkalsprache, die immer wieder unsere Gehörgänge erreichte, ließ mich am Gehörten zweifeln. Konnte das sein?… Auch der Inhalt des Gesagten bezog sich auf Probleme, die mit menschlichen Bedürfnissen durchaus in Einklang zu bringen sind. Mir war als säße ich auf ner öffentlichen Toilette und läse die Wandschmierereien, während ich die Geräusche der Nebenkabine wahrnehme und der Geruch verdauter Kohlrouladen in meine Nase zieht. Zu allem Übel hab ich auch noch ne papierfreie Kabine erwischt…

Der junge Mann neben mir hatte bereits nach wenigen Minuten das Applaudieren eingestellt und wir schlossen uns ihm bald an. Andere lachten noch. Wahrscheinlich handelte es sich um Zuschauer dieser täglichen Fernseh-Shows, in denen Prolls eine ausgewähltere Sprache von sich geben.

Noch vor der Pause spielten Schatzi und ich mit dem Gedanken aufzustehen und zu gehen. Da wir aber Plätze in Reihenmitte hatten, verlegten wir unseren Abgang auf die Pause.

Während des kurzen Weges zum Auto kamen wir mit einem jungen Pärchen ins Gespräch, das sich die 2. Halbzeit auch nicht mehr zumuten wollte und ebenfalls verärgert das Theater verlassen hatte. Mit ziemlicher Sicherheit waren wir Vier nicht die Einzigen die schon gingen.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass es natürlich viel schlimmer hätte kommen können. Was mich ärgert ist nicht die negative Erfahrung, damit kann ich umgehen. Die 45,– €uro ärgern mich da schon eher. Besonders wenn ich daran denke, zu welchem wesentlich geringerem Preis dieser Künstler damals eine wirklich tolle Show brachte. Es ist schade um ihn, es ist bedrückend für mich als Menschen, einem derartigen Verfall zuzusehen. Das geht mir wirklich nahe und macht mich traurig.

Andererseits verdient dieser Schmalspurkomiker wohl kein Mitleid, denn letzlich verdient er seinen Lebens unterhalt damit. Und wenn ich mir das vor Augen führe, dann bin ich nicht mehr traurig, dann ärgere ich mich richtig und fühle ich mich nach Strich und Faden verscheißert. Und das, liebe Leser, das ärgert mich am meisten, denn das schafft nicht jeder…