Archiv für die 'Berlin, Berlin!' Kategorie

Berlin bei Nacht

Samstag, 17. Oktober 2009

Als wir kürzlich in der Eventlocation Tempodrom waren, führte uns der Weg vom Parkplatz dorthin über eine Brücke des Landwehrkanals in Höhe des ehemaligen Anhalter-Bahnhofes, der im Krieg total zerstört wurde und von dem nur noch ein paar Fragmente erhalten sind, die heute unter Denkmalschutz stehen. Dort befindet sich auch das Deutsche Technik-Museum , an dem frei schwebenden Flugzeug außen am Gebäude gut zu erkennen… und auch das Haus der Berliner Verkehrsbetriebe, in dem ein Teil der Historischen Fahrzeugsammlung der BVG untergebracht ist,  bietet Nachts einen hübschen Anblick.

Mir hat die Lichtreflektion auf dem Wasser besonders gut gefallen und da ich die kleine Kamera dabei hatte, habe ich nicht lange überlegt, sondern einfach auf den Auflöser gedrückt.

Der Potsdamer Platz befindet sich in der näheren Umgebung und ist in ein paar Gehminuten mühelos zu erreichen. Vielleicht sehen Sie sich das alles ja mal bei Gelegenheit selber an? Fragen zu Berlin beantworte ich gerne über das Kontaktformular.

Hier jibts noch wat historisches uffe Ohren vonne Stadt  und wennSe det jehört ham, dann wissenSe ooch, dat ick Ihnen noch lange nich allet von Balin erzählt hab. Et kommt noch mehr, keene Bange, aba ehm nich heute…

Museum f Verkehr und Technik 450 100_4786

P 52-09.40 “Goldener Herbst”

Freitag, 9. Oktober 2009

Die aktuelle Jahreszeit mit ihrem farbenprächtigen Naturschauspiel ist diesmal Thema von Saris Projekt 52. Ich habe mich für ein Bild entschieden das euch den Herbst mitten in der Hauptstadt zeigt. Es entstand in unmittelbarer Nähe des Funkturmes, am Lietzensee bei einem Herbstspaziergang.

P52 berlin-charlottenburg lietzensee 20071021 018

Das zweite Bild habe ich im Volkspark Rehberge aufgenommen:

P52 rehberge3760

Der Tag, an dem die Mauer fiel

Samstag, 3. Oktober 2009

Es was der 9. November 1989, Winter also und entsprechend kalt. Viele Menschen waren erkältet und lagen mit Fieber im Bett, so auch ich. Daher habe ich den eigentlichen Fall der Mauer, vollgepumpt mit Grippemitteln, verschlafen. Trotzdem möchte ich mich, wie versprochen, an Tonaris kleiner Aktion beteiligen.

Meine Geschichte beginnt also nicht am frühen Abend gegen 19.00 Uhr, als Günter Schabowski diesen kleinen Zettel verlas, der das Rad der Geschichte in eine völlig neue Richtung drehen sollte. Meine Geschichte beginnt einige Stunden später.

Irgendwann am späten Abend dieses 9. November hatte Schatzi den Fernseher eingeschaltet und die bereits nach West-Berlin drängenden Ostdeutschen auf sämtlichen Sendern gesehen. Glauben konnte er zuerst nicht, was er da sah und so ließ er mich erstmal schlafen und versuchte diese seltsam anmutenden Bilder zu begreifen. Es war die Nacht, in der das “Trabbiklopfen” geboren wurde, die Nacht, in der sich Ossis und Wessis tränenüberströmt in die Arme fielen, die Nacht in der “Wahnsinn” zum Wort des Jahrzehnts wurde und einfach Alle nur glücklich waren. Ergreifende Bilder flimmerten in dieser Nacht und in den folgenden Tagen und Wochen über die Sender und gingen um die Welt.

Und ich habe geschlafen. Schnarrch…

Es muss schon nach Mitternacht gewesen sein, als Schatzi endlich begriff was hier, in unserer Stadt passierte. Von allen Seiten strömten die Ostler nach West-Berlin herein, tanzten gemeinsam mit Wessis auf den Straßen, tranken Sekt und prosteten sich auf eine gemeinsame Zukunft zu. Ein geteiltes Volk feierte gemeinsam seine erste Fete. West-Berlin war DIE Partymeile schlechthin.

Und ich schlief immer noch. Schnarrch…

Schatzi weckte mich: “Hey, wach auf, die Mauer ist offen!” versuchte er es mehrfach. Ich war zugedröhnt mit Grippemitteln, mir war alles egal. Die Nachricht erreichte mich nicht, jedenfalls nicht wirklich. Schatzi musste geträumt haben… und so sagte ich nur irgendwas wie “Jaja”… und schlief weiter. Schnarrch…

Der Tag, nach dem die Mauer fiel

Der nächste Morgen brachte mir dann die Erkenntnis, ein wichtiges geschichtliches Ereignis verpennt zu haben. Schatzi war schon zur Arbeit, neben der Kaffeemaschine lag ein Zettel von ihm, auf dem er mir die historische Nachricht mitteilte.

Nun bin ich morgens nicht die Hellste und so hielt ich das Ganze immernoch für einen Traum von ihm, den er mir aufgeschrieben hat. Manchmal schreibt Schatzi mir seine Träume nämlich auf. Das Radio wars dann, das mich aufklärte. Und ich traute meinen Ohren nicht, rannte zum Fernsehen und konnte diese unglaublichen Bilder sehen. Kochte mir erstmal nen Kaffee um wach zu werden. Vielleicht schlief ich ja doch noch??? Schnarrchen tat ich jedenfalls nicht mehr…

Irgendwann war ich in der Realität angekommen und fing an den Umfang des Geschehenen zu erahnen. Es war ein seltsames Gefühl, das mich beschlich. Einerseits Freude, meine Lieblingstante wohnte im Ostteil der Stadt, andererseits machte sich aber auch eine gewisse Beklemmung in mir breit, denn natürlich schwebte über Allem die Frage, wie es nun weitergehen würde. Die Lage war politisch hochbrisant und ich hatte am 13. August 1961 schon einmal erlebt, wie der Osten einfach die Schotten dichtmachte. Vielleicht käme diesmal gar Schlimmeres? Hier habe ich einen kleinen Einblick in das  West-Berliner Leben zu Mauerzeiten gegeben. Man sollte das wissen, um das Folgende zu verstehen:

Ich war  Mutter eines kleinen Kindes. In dieser Rolle musste ich, als bekennende Glucke, an die daraus resultierenden Folgen für den Lieblingssohn denken. Es war kalt, es war Winter und der Lieblingssohn brauchte dringend mindestens 2 Pullover,  4 Strumpfhosen und dicke Hosen, einen Schneeanzug, Stiefel u.s.w….

Mangels finanzieller Möglichkeiten hatte ich diese Anschaffungen noch etwas hinauszögern und strecken wollen, das Weihnachtsgeld würde bald  kommen und dann wollte ich losziehen.

Nun aber fielen die Ossis in die Stadt ein! Bekamen jeder 100,– DM Begrüßungsgeld und setzten die natürlich auch gleich um. Kauften neben Ananas in Dosen auch technische Geräte wie Radios oder Videorecorder (einige verfügten über eigenes Westgeld, das sie auch zu DDR-Zeiten besitzen durften) aber auch Kleidung. Kinderkleidung. Pullover, Strumpfhosen, dicke Hosen, Schneeanzüge, Stiefel… Aus der anfänglichen Beklemmung wurde Angst, aus der heraus eine gewisse Panik entstand die Besitz von mir ergriff…

Ich war Glucke. Und ich hatte Angst um mein Kind, das erfrieren könnte, wenn der Winter hereinbrach. Ein strenger Jahrhunderttausendwinter vielleicht… und mein Kind ohne Pullover, Strumpfhosen, dicke Hosen, Schneeanzug und Stiefel…

Also fuhr ich los, setzte mich in Richtung Kaufhaus in Bewegung um die begehrten Sachen zu erwerben bevor sie ausverkauft waren… “Kontoüberziehung” lautete das Zauberwort, das mir zu den begehrten Artikeln verhelfen sollte.

Das Bild, das sich mir in den Straßen der Stadt bot, werde ich nie vergessen: Wuselbrusel bezeichnet es vielleicht am Besten. Die Inselstadt West-Berlin war total überfüllt, aus allen Richtungen drängten die Ostdeutschen herein, in den Kaufhäusern und öffentlichen Verkehrsmitteln herrschte ein Schubsen und Drängeln das ich noch nie erlebt hatte. Die Öffentlichen waren total überfüllt obwohl Sonderbusse zum Einsatz kamen und auch an die Schienenfahrzeuge noch Waggons angehangen wurden.

Dieses Bild hielt sich die nächsten Wochen über, wurde durch das Weihnachtsgeschäft warscheinlich noch forciert und klang erst in den ersten Monaten des neuen Jahres aus. Der Erstbedarf der Ossis war gedeckt, es trat langsam Normalität ein.

Mich wundert bis heute, mit welcher hervorragenden logistischen Leistung damals die Ware hier ziel- und termingerecht nach West-Berlin kam. Es fehlte wirklich an nichts und meine Angst betreffend fehlender Kinderkleidung war genauso unbegründet wie die Anderer, die um frische oder konservierte Südfrüchte fürchteten. Es gab nach wie vor Alles. Erstaunlich bei immerhin 16 Millionen neuer Kunden…

Berlin- Über das Leben in einer geteilten Stadt

Dienstag, 29. September 2009

Tonari sammelt Geschichten zum Tag des Mauerfalls am 9. November und ich als gebürtige West-Berlinerin will mich dieser Aktion nicht verschließen, letztlich habe ich bereits den Bau der Mauer miterlebt und kann jede Menge Geschichten davon erzählen.

Zur Einführung erzähle ich euch aber erstmal meine Geschichte als Wessinenkind in dieser geteilten Insel-Stadt:

Gerade hier, im ehemaligen West-Berlin, litten die Bürger nämlich besonders unter der Mauer (Video). Dies machte sich hauptsächlich bemerkbar wenn wir die eingemauerte Stadt verlassen wollten. Nach “Westdeutschland”, wie wir West-Berliner sagten, gab es nur 3 Zufahrtswege, die streng kontrolliert wurden und von denen man nicht abweichen durfte. Die Fahrt über diese Transitstrecken dauerte im Regelfall  etwa 4 Stunden und auf Einhaltung der StVO wurde strengstens geachtet, war es doch eine Einnahmequelle der DDR um an die heißbegehrte D-Mark zu kommen. Sogar die Dauer der Durchfahrtzeiten wurden notiert. Nach Ostdeutschland/Ost-Berlin durften wir nur mit einem Passierschein einreisen, dessen Beantragung allein schon mehrere Stunden Wartezeit einschlossen und der zeitlich begrenzt war. Nicht selten stand meine Mutter 5 und mehr Stunden in der Warteschlange, vor Weihnachten oft länger. Bei der Einreise durften wir dann auch noch “Mindestumtauschen”…

Die “Lieben von Drüben” hats gefreut, wenn wir dann vollgepackt mit West-Artikeln wie Kaffee, Strumpfhosen, Schokolade, Zigarren, Kugelschreibern, Bananen und Apfelsinen bei ihnen eintrafen. Wahrscheinlich hätten sie sich auch ohne das alles gefreut, aber da es sich dabei um Mangelware in der DDR handelte, freuten sie sich wahrscheinlich besonders. Den Mindestumtausch haben wir ihnen auch da gelassen.

Ich erinnere mich 1975 auf dem Ost-Berliner Alexanderplatz mit meiner Ost-Tante, bei der ich gerade zu Besuch war, nach Weintrauben angestanden zu haben. Die Schlange der Wartenden stand in keinem Verhältnis zum -völlig überteuerten- Angebot. Ost-Berlin, als “Hauptstadt der DDR” verfügte noch über eine recht breite Angebotspalette, hierher kamen ja auch viele Ausländer, die von der tatsächlich existierenden Warenknappheit nichts wissen sollten. Das war in West-Berlin ganz anders, denn hier gab es genügend Ware jedweder Art für Alle. Allerdings hatten wir auch oft nicht das nötige Kleingeld um diese zu erwerben.

Eines will ich nicht verheimlichen, nämlich dass die Mauer auch was Gutes hatte: Man konnte sich hier in West-Berlin nicht verlaufen. Länger als ne Stunde brauchte man mit dem Auto von einem Ende der Stadt bis zum Anderen kaum, Navigationsgeräte wären in den Läden wie Sauerbier liegen geblieben. Aber die gabs ja auch noch nicht…

Fast vierzig Jahre lang, vom 13. August 1961 bis zum 9.November 1989, lag West-Berlin im Dornröschenschlaf. “Selbstständige politische Einheit West-Berlin” nannte die DDR- Regierung unsere kleine Inselstadt, wogegen unsere Bonner Regierung protestierte. Es herrschte der “kalte Krieg“, vor dem auch wir Kinder nicht verschont blieben.

Aber wir gewöhnten uns an alle Besonderheiten dieser Stadt:  an die vielen jungen westdeutschen Männer, die hierher zogen weil in West-Berlin nicht zur Bundeswehr gezogen wurde, wir lernten mit den Schüssen an der Grenze zu leben, die auf fluchtwillige Ostler abgegeben wurden die immer wieder versuchten West-Berlin zu erreichen. Die zahlreichen Fluchtgeschichten füllen ganze Bücher, Fluchthelfer kamen auf die verwegensten Gedanken und holten viele Fluchtwillige  ”nach Drüben” in den Westen. Wir gewöhnten uns nie an die Schlagzeilen über geglückte und gescheiterte Fluchtversuche, waren jedesmal aufs Neue erfreut oder auch niedergeschmettert..

Es gab so viele Mauertote, zu viele, viel zu viele…

Aber an die nicht existierende Sperrstunde, die es im Ostteil der Stadt sehr wohl gab, gewöhnten wir uns. Gerne sogar. West-Berlin hatte Open End und besonders als Jugendliche hätte ich das auch gerne genossen, meine Eltern haben dem jedoch entgegengewirkt. Da die Volljährigkeitsgrenze damals noch bei 21 Jahren lag, musste ich mich ihrer Autorität wohl oder übel beugen…

Ich sag Ihnen mal was: Ich hatte trotzdem Sex… und wurde Mutter. Gebar den Lieblingssohn und verzog ihn in dieser  Stadt zu einem wunderbaren Menschen. Die zweite Generation in dieser immernoch geteilten Stadt wuchs heran…

Teil II: Der Tag, an dem die Mauer fiel

Sandskulpturen

Dienstag, 18. August 2009

In den Sommermonaten trifft man ja immer wieder Künstler an den Stränden an, die aus feinstem Zuckersand und ein paar geheimen Ingredienzien Skulpturen bauen, die einen nur noch in baffes Erstaunen versetzen.

Ein seit einigen Jahren hier in Berlin ständig wiederkehrendes Spektakel dieser ganz besonderen Art ist die Sandsation in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofes, die noch bis Monatsende besichtigt werden kann.

Andi hatte 2007 bereits ein paar schöne Bilder dieses Spektakels gebloggt, vielleicht kommt er ja dieses Jahr nochmal zum Aktualisieren? Ich schaffe es nämlich leider nicht…

Statt dessen möchte ich euch ein paar Bilder zeigen, die ich beim Shopping in den Tegeler Borsighallen schiessen konnte. Dort haben sich Sandkünstler dem King of Pop, Michael Jackson, auf geniale Weise verschrieben verbuddelt versandkünstelt.

Auch wenn ich mir fest vorgenommen hatte, hier weder über Michael Jackson noch über seinen Tod zu schreiben, so finde ich die folgenden Aufnahmen rechtfertigen es, diese Entscheidung nocheinmal zu überdacht zu haben:

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Logisch, dass da Bubbles nicht fehlen darf…

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Leider sind einige Aufnahmen durch die einfallenden Schatten der Dachkonstruktion des Centers nicht unbedingt von fotografischer Brillanz. Mir fehlte leider die Zeit auf bessere Lichtverhältnisse zu warten.

Auch jetzt habe ich leider keine Zeit mehr, ich muss weg:  Anne Ostsee, Sandburgen bauen…

Wir sehen uns dann in ein paar Tagen wieder. Machts gut und gönnt mir die kleine Erholung so mal zwischendurch. Ich habse mir schließlich verdient, oder?

Berliner Kiezgeschichten

Mittwoch, 12. August 2009

Neulich bin ich mit meiner Kamera losgezogen um ein paar Aufnahmen rund um das Spandauer Rathaus zu machen. Kurioses ist mir dabei passiert, aber lasst mich der Reihe nach berichten:

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Begonnen hat alles damit, dass ich die Spandauer Arcaden fotografieren wollte, als mich plötzlich eine Dame ansprach um mich darauf aufmerksam machen, das ich im Bild sei. Ich griente sie blöde an und gab meiner Hoffnung über diesen Zustand Ausdruck, habe ich mir doch genau das zur Lebensaufgabe gemacht…

Leider stellte sich das Ganze als Missverständnis heraus, denn die Dame machte gerade vor diesem Shopping-Center mit einem gut gebautem, knackigem Jüngling Aufnahmen für eine (Mode?)Zeitschrift.

Oh Shit! Da steht so ein geiler Knacki neben mir und ich bin ungeschminkt, meine Haare feiern im Juli Himmelfahrt und mein Adipositas raubt mir ohnehin schon den Atem, ich bin verschwitzt, immerhin haben wir 29° C in der Haupstadt. Dem Jüngling ist das schnuppe, er schwitzt nicht, steht einfach nur da und ist damit beschäftigt phantastisch auszusehen und sündige Gedanken in mir aufsteigen zu lassen. Mir wird sofort noch heißer…

Natürlich habe ich dieses Ereignis fotografisch für euch dokumentiert, wobei ich den Jüngling etwas verpixelt habe aber ihr könnt schon ahnen, was ich meine:

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Recht unten im Bild könnt ihr noch die Kamera der Fotografin erahnen.

Ein paar Minuten habe ich den Beiden noch zugeschaut bevor ich weiterzog um die Momentaufnahmen, die ich mir für diesen Tag vorgenommen hatte, zu knipsen.

So entstanden an diesem sonnigen Vormittag auch noch Aufnahmen vom angrenzenden Bahnhof  Berlin-Spandau der Deutschen Bahn,  bzw. S- Bahnhof- Spandau mit Eingang zum U-Bahnhof Rathaus Spandau,

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der Ellipse von vorne

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aber auch von hinten,

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als plötzlich ein Mann wild gestikulierend auf mich zustürmte und mich beschimpfte. Ehrlich, der textete mich total zu, von wegen ich würde da die Leute fotografieren und das dürfe ich nicht, das wäre verboten und ich würde einen Schlaganfall gegrillt kriegen, wenn ich nich sofort damit aufhören würde!  Ja, er würde mir in der nächsten Nacht einen Schlaganfall grillen! Aufhören! Sofort! Du, ich grill Dir n Schlachanfall, Du!  Mindestens 20 mal wiederholte er diese Drohung, denn ich fotografierte einfach weiter. Das machte ihn scheinbar noch wütender, denn um Haaresbreite wäre er handgreiflich geworden, wollte mir die Kamera aus der Hand schlagen und mich durchschütteln.  

Erst mein Hinweis,  das er sich aus meinen gegrillten Schlaganfällen gefälligst heraushalten solle, denn sie wären ja mein Privateigentum an dem er sich vergehen würde, haben ihn dann sprachlos gemacht. Er ging mit den Worten “Ich grill Dir nen Schlachanfall! Wirst schon sehen!”

Zum Glück bin ich bis jetzt von seinen Verwünschungen verschont geblieben, aber unangenehm war die Situation schon…

Aber so ist Berlin, hier gibt es Leute wie Dich und mich, jeder hat seine eigene Klatsche…

Nun hast Du einen kleinen Eindruck von Spandau. Es ist der Neuere, der modernere Teil. Mir persönlich gefällt ja die Altstadt mit ihren engen Gassen und alten Fachwerkhäusern, die liebevoll restauriert wurden, besser.  Hübsche kleine Lokale haben sich dort in der letzten Zeit angesiedelt, in denen man bei einem Sauern mit Persiko oder Berliner Weisse gemütlich draußen sitzen kann. Sogar Puffer bekommt man dort gebraten, herrlich frisch mit Apfelmus.

Aber das erzähle ich alles ein andermal…

Berlin, Du bist sooo geil!

Sonntag, 5. Juli 2009

Während ich Nachts um Drei hier sitze, laufen draußen ein paar junge Leute lang, die gerade eben die U-Bahn verlassen haben. Sie sind lustig und angeschickert, freuen sich des Lebens und sind… nunja, für diese Zeit etwas zu laut. Macht aber nix, denn sie ziehen fröhlich weiter und sind bald um die nächste Ecke verschwunden. Ruhe kehrt wieder ein…

Ich sitze in meinem Bureau und mir wird plötzlich bewusst, in was für einer geilen Stadt ich lebe. Diese Stadt geht nie schlafen, nicht wirklich. Natürlich hat sie Nachts ihre ruhigen Ecken, aber wenn ich wollte… ich könnte einfach mein hellrosa-grau-gestreiftes, spitzenberüschtes Nachthemd gegen das kleine Schwarze tauschen und in irgendeine Bar gehen. Einfach so, just for fun. Bestimmt hat auch noch irgendwo ne Kneipe auf, in denen meine ollen Jeans reichen würden. Da würd ich auch noch ne Boulette oder ne Schmalzstulle kriegen. Vielleicht sogar nen frisch gebratenen Kartoffelpuffer mit Kaffee. Die Jeans wäre ja bequemer und damit wahrscheinlich die bessere Wahl…

Logisch, dass ich jetzt auch nicht überall sein möchte, denn Berlin hat auch seine Schattenseiten, in Form der dunklen Gestalten der Nacht. Aber auch die gehören zu Berlin, sind die Pickel und Narben in seinem zerfurchten Gesicht, das so charismatisch wie kein Zweites lächeln kann. Manchmal auch eine Fratze ist, die anzieht und abstößt zugleich.

Das 24-Stunden-Kino am Zoo, gibts das noch? Ich hab keine Ahnung und weiß mit Sicherheit, das ich all das nicht tun werde. Aber morgens, gleich um Sieben, da lass ich mich vom Duft frisch gebackener Brötchen und Croisants betören, auch Sonntags.

Ich habe so viele Möglichkeiten in dieser Stadt,  die in einem demokratischen, freien, wiedervereinten Deutschland zur Bundeshauptstadt wurde, die mich zu jeder Tages- und Nachtzeit mit offenen Armen empfängt und die mir Halt und Geborgenheit gibt, mir Heimat ist. Berlin, die Stadt in der ich geboren bin.

Berlin, Du bist sooo geil! Ick liebe Dir!

VIP´s und die “Öffentlichen”

Mittwoch, 24. Juni 2009

Neulich bin ich mal wieder mit der U-Bahn unterwegs gewesen. Nachmittags, im Berufsverkehr. Naja, Sie wissen wie das ist: Kein Sitzplatz und fast jeder, der sich an den oberen Haltestangen festhält, sollte die Arme lieber unten lassen.

Egal, sie wissen ja: Wat mutt, dat mutt! Also hab ich mich todesmutig ins Gewühl gestürzt. Ja, ich kann behaupten das mein mir innewohnender Heroismus Macht über mich ergriff und das dann auch noch schamlos ausnutzte. Stellen Sie sich mal vor, ich musste mich ihm 20 Minuten (am Stück!) hingegeben! Es waren interessante 20 Minuten, denn bereits an der 2. oder 3.Station konnte ich einen eigenen Sitzplatz erhaschen. Da saß ich nun und studierte meine Mitmenschen…

Die Schwarze in ihrem farbenprächtigen Kleid, die Bürotusse die gerade Feierabend hatte, die Teenie-Göre die lautstark handyfonierte, die Oma mit dem kleinen Dackel in der Tasche…

Und dann stieg sie ein. Ich war mir nicht auf Anhieb sicher, ob sie es wirklich ist und habe sie erst eine Weile beobachtet. Auch sie hatte einen Sitzplatz bekommen. Heimlich, möglichst unauffällig aber ausgiebig beobachtete ich sie. Irgendwann war ich mir zu 98% sicher. 

Doch, ich denke schon das es sich um eine bekannte, in Berlin gebürtige, Schauspielerin handelte. Ich habe sie nicht um ein Autogramm gebeten und auch nicht den Publikums Fahrgäste-Joker gesetzt. Nein, ich denke, auch VIP´s haben ein Anrecht auf Privatsphäre und brauchen mal ihren Feierabend.

Allerdings habe ich mich im Nachhinein auch ein wenig über mich selbst geärgert, alleine schon wegen der fehlenden 2 Prozent.

Was hättet ihr gemacht?

Berlin, Hauptstadt der BRD, anno 2009 n.Chr.

Dienstag, 23. Juni 2009

ohne Worte:

raucherlokal450

Berliner Webcams

Dienstag, 17. Februar 2009

Sehr gerne komme ich  Herrn Düsis Wunsch nach und präsentiere euch eine durch mich persönlich handverlesene Auswahl der schönsten Orte Berliner Webcams:

Gleichzeitig möchte ich in diesem Zusammenhang nocheinmal auf meine Rubrik “Berlin-Berlin!” hinweisen, die in loser Reihenfolge immer mal wieder aktualisiert wird. Dort findet ihr Bilder und Geschichten aus der Stadt, kleine Anekdötchen u.v.m.

Schon lange plane ich hier mal Bilder einzufügen, die ein wenig hinter die Kulissen des touristischen Berlin blicken lassen.  Im kommenden Sommer wird das hoffentlich klappen…

Schön wärs ja, wenn andere Blogger der Aufforderung des Herrn Düsi Folge leisten würden und uns auch mal die schönsten Webcams ihrer Städte zeigen würden… Frau Charisma Herr Falk oder Herr Hans?  Wie wärs mit dem irren Herrn Hubbe oder Dir vielleicht ???

Geht mal rüber zum Düsi, da gibts Einzelheiten zur Aktion!