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Der Irrsinn geht weiter

Freitag, 6. November 2009

DSCF3885 Liebe LeserInnen,

während ich mir die Sonne auf den Bauch scheinen lasse, dürft ihr das Anwesen gerne nutzen. Natürlich gibts ein paar Dinge zu beachten um einen reibungslosen Ablauf ermöglichen. Viele haben schon Hilfe angeboten, einige musste ich leider zwangsrekrutieren, sie erfahren jetzt erst von ihrem Einsatz. Ein Widerspruch ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich:

Die Pferdeställe müssen gereinigt werden und die Tiere gefüttert und ab und an ausgeritten werden, diese Aufgabe habe ich Eveline zugedacht. 

Für gesundheitliche Probleme der Pferde erkläre ich Frau Polly zuständig.

Die klemmende Saunatür muss repariert werden, dort wird enorm viel Energie verschwendet. Dirk erscheint mir qualifiziert…, er möge sich bitte auch um die rechtzeitige Leerung der Parkautomaten kümmern.

Die Büros müssten mal wieder richtig geputzt werden. Eine, wie mir scheint, angemessene Aufgabe für Charisma, die dabei  auch meine Geburtsurkunde finden wird… 

Die Lederbezüge des Landauers darf  Herr Rüdiger einfetten. Ich glaub, der hat n Faible für sowas.

Herrn Falk übertrage ich wie immer die psychologische Betreuung und stelle ihm Frau Müller als Assistentin zur Seite. Außerdem bitte ich ihn die Silberfische ausm Poolbereich zu entfernen und das frisch g´zapfte Fassbier zu verteilen. Von 15-17 Uhr findet Samstags die Froschmeisterschaft im Armdrücken statt, hierzu erteilt Ihnen der Kampferpropte gerne Ratschläge.

Die andere, ehemalige, Frau Müller hat im Moment nur Augen für Herrn Hildebrand. Die ist zu nix zu gebrauchen. Okay, lassen wir ihr die Zeit um die Liebe zu genießen…

Frau Lossi möge sich bitte um das leibliche Wohl des Turmwächters kümmern. Der futtert den ganzen Tag nur Fast-Food und wird immer dicker…

Die knackärschigen Bademeister haben ebenfalls Urlaub. Als Ersatz schlage ich den Logistikblogger, Sieger des kroetengruenen Wettbewerbs um den Titel des  ”Mister Popo 2008” vor. Vielleicht übernimmt sein Kumpel Schrottie die Nachtschicht? Sein Po is zwar nich ganz so knackich, aber Sie wissen ja: Nachts sind alle Katzen grau…

Wenn Sie zwischendurch n kleinen Snack wünschen, wenden Sie sich bitte an Luigi, den Eierkopp. Der is für die Eier zuständig: Solei, Rührei, Bratei mit und ohne Schinken, Eier im Schlafrock, verlorene Eier, harte Eier, weiche Eier, Eiersalat, Eierkuchen, Eier im Glas… u.s.w….

Die kleine Jule nutzt ihre Pendeleien zwischen Hamburg und der Stadt die es nicht gibt, für einen kleinen Umweg um auf dem Anwesen täglich und exklusiv frische Hamburger Rundstücke anzuliefern. Frau Josie hat noch n paar Scheiben Knäckebrot vom letzten Jahr für Abnahmewillige und versteigert diese meistbietend.

Die Stelle des Metzgermeisters ist noch zu besetzen. Bewerbungen bitte an meinen knackärschigen Vertreter, Herrn Neri. Eine größere Auswahl an Geräuchertem, gut abgehangenem Steak,  frischem Schnitzel, sowie Wurstwaren in gütebesiegelter Qualität sind zur persönlichen Verkostung beim Vorstellungsgespräch zu überreichen.

Mit Wiener Charme backt Gerlinde für die Kaffeetafel ihre tollen Torten und Kuchen und brüht den Kaffee, den die schwarze  fesche Barbara ausschenkt. Pralinen findet ihr bei Schoko-Bella im Entree. Sollte das Wetter ein Kaffeetrinken im Freien zulassen, so wendet euch bitte an Uwe, der die Sommerbestuhlung auf seinen Laster verfrachtet hat und damit in Richtung Tarrangambadi fährt. Er will dort “Geschäfte machen” und ich ahne Schlimmes…

Von 12.00-19.00 Uhr besteht die Möglichkeit leibliche Kinder im Bloghäuschen von Mudder Seemann beaufsichtigen zu lassen. Damit soll erschöpften Eltern die Möglichkeit eines Mittagsschlafs gegeben werden.

Bei Temperaturen unter -10  Grad wird kostenloser Glühwein ausgeschenkt. Bitte nur max. 3 Becher pro Prerson und Tag, ihr vertragt einfach nicht mehr! Hans und CeKaDo werden die Ausgabe überwachen.

DJulia sorgt für gute Laune und Tanzmusik. Zwischendurch stellt die Greifswalder Entertainerin Fragen aus dem Bereich zeitgenössischer Musik und verlost kleinere und größere Preise. Private Tanzstunden können bei Herrn MiM genommen werden, er zeichnet auch für die Auswahl des Weines und die Qualität der Kondome verantwortlich.

Die Söhne Mannheims werden täglich gegen 23.00 Uhr a capella die schönsten Heimatlieder singen, lassen Sie sich auch von ihren herrlichen Kostümen überraschen! Alternativ können Sie auch gerne das Affenheimtheater besuchen oder  bei Kingu ein Video ausleihen, bzw. aktuell sogar kaufen

Auf zwei Herren, die Sie vermutlich oftmals in der Bibliothek antreffen werden, möchte ich sie besonders hinweisen: Herrn Andi erkennen Sie an den Grübchenelfalten und Herrn Kopfschüttler… naja… hmm… das ist der Andere. Sprechen Sie ihn lieber nicht auf Frauen an…

Frau Frauenplausch hat an den Wochentagen Zeit um sich um dekorative Einzelheiten für unsere Rückkehrfeierlichkeiten zu kümmern. Am Wochenende darf sie sich am Hals küssen lassen.

Eine Nutzung, bzw. Besichtigung der Kapelle hinter den Blogwiesen ist zur Zeit aufgrund umfangreicher Baumaßnahmen nicht möglich. Entsprechend können momentan keine Bestattungen durchgeführt werden. SterbenSe also büdde nich gleich, suchenSe erstmal nen Medizyner auf!

Es gibt noch viele LeserInnen, die ich hier nicht namentlich aufführen konnte, Ihnen und den Anderen wünsche ich nun  ein paar unvergessliche Tage bei hoffentlich schönem Wetter auf dem Anwesen und heisse Sie recht herzlich Willkommen, die 86 Zimmer im Gästehaus stehen zu Ihrer freien Verfügung.  MachenSe es sich gemütlich, fühlenSe sich wie zu Hause und genießen Sie die Zeit meiner Abwesenheit. SpielenSe Maus, tanzenSe wegen meiner aufm Tisch, aber räumenSe hinterher auch wieder ordentlich auf!

In diesem Sinne, Winke-Winke und bis bald,

Ihre  

                       flocke

Über die Liebe

Donnerstag, 10. September 2009

Waren Sie schonmal verliebt? So richtig verliebt, mit Hubschraubern im Bauch? Ja? Dann kennen Sie das Gefühl der absoluten Schwäche gegenüber diesem Gefühl, das uns die rosarote Brille aufsetzt und Flügel verleiht, das uns Dinge tun lässt, die wir nie für möglich gehalten hätten. Dann wissen Sie auch was ich meine:

Gestern war mal wieder so ein Schnapszahlentag, an dem es viele verliebte Heiratswillige zu den Standesämtern gezogen hat. Paare, die auf die Unendlichkeit ihrer bedingungslosen Liebe und die absolute Treue ihres Partners/ihrer Partnerin hoffen… Oftmals klappt das ja zum Glück auch, nur manchmal, manchmal geht es leider schief. Dann kehrt irgendwann der graue Ehealltag ein, die vorher als “ach, so liebenswerten Marotten” des Partners/der Partnerin werden plötzlich mit anderen Augen gesehen. Da stört die Fliege an der Wand die offene Zahnpastatube genauso wie die ständig hochgeklappte Klobrille… Kleinigkeiten, die sich über die Zeit summieren, werden plötzlich zu einem komplexen Gebilde das uns nervt. Unsere Unzufriedenheit überträgt sich und schließlich steckt die Beziehung  in einer Krise.

Schlimm. Sehr schlimm. Und machen wir uns nichts vor: Noch Schlimmer, wenn  Kinder da sind. Sie zu schützen sollte oberstes Gebot aller Eltern sein, aber das ist ein anderes Thema.

Liebe ist Arbeit, harte Arbeit. Täglich müssen wir an ihrem Erhalt arbeiten, uns immer wieder neu auf unsere Beziehung einlassen, die sich zum Glück ja auch verändert. Verändert wie wir selbst. Zum Glück, denn alles andere wäre furchtbar langweilig. 

In dieser Veränderung sind wir als Partner gefragt, als Mann/Frau an der Seite von jemandem, den wir zu lieben gelernt haben, zu dem wir uns bekannt haben und den wir mit jeder Faser unseres Herzens wollten. In jeder Hinsicht.

Dies alles sollten wir uns in einer Situation, die, vielleicht sogar von äußeren Einflüssen geprägt, gerade etwas schwierig ist, klar machen… um dann als Team der Situation den Kampf anzusagen. Und als Team zu gewinnen…

Kroetengruen.de & Politik

Mittwoch, 29. Juli 2009

Seit fast vier Jahren besteht nun dieser Blog. Vier Jahre, in denen Themen wie Politik und Religion nur in absoluten Einzelfällen und mit viel Fingerspitzengefühl und Blick auf die absolut notwendige Neutralität der Berichterstatterin angesprochen wurden.

Nun, das Leben ändert sich und auch eine Freifrau Flocke von und zu Kroetengruen wird krumm, kriegt Rücken und kommt schließlich in die Jahre, in der sie die ihre (Ein)Stellung ändern muss.

Gramgebeugt verkünde ich:  Es ist soweit!

Am  27. September 2009  finden die Wahlen zum 17. Deutschen Bundestag statt und die politische Lage in diesem, unserem Land liegt mal wieder in unseren Händen. Wir alle sind nicht nur wahlberechtigt, nein, ich finde wir haben als Bürger dieses demokratischen Landes die moralische Pflicht unser Kreuzchen abzugeben.

Dazu gehört natürlich eine politische Meinung, die wir uns hoffentlich bereits gebildet haben. Dann ist es einfach unseren Favoriten zu wählen.

Es gibt aber auch politisch uninteressierte Menschen. Das ist nicht weiter schlimm, macht es doch einen Teil unserer Individualität aus. Trotzdem sollten auch diese Menschen den Gang zur Wahlurne beschreiten, denn letztlich entscheidet jede einzelne Stimme über die Sitzverteilung der einzelnen Parteien und somit über das Gesamtergebnis. Der virtuelle  Bundesadler beantwortet ihnen alle relevanten Fragen, hat Tipps, nützliche Links zu Parteiprogrammen, etc.

Sicher, es macht etwas Mühe das Wahllokal aufzusuchen. Dafür braucht man aber auch nicht klagen wenn am Wahlabend die favorisierte Partei in die Opposition gehen muss, an euch liegt es ja nicht, denn ihr habt ihnen ja eure Stimme gegeben… Schöner natürlich, “seine” Partei als Sieger zu sehen, aber auch das ist ja möglich.

Ihr seht, Wahl kann auch sehr spannend sein. Ich erinnere mich an eine Wahlparty, die wir am  19. November 1972 feierten. Es handelte sich um  die erste vorgezogene Bundestagswahl in der Geschichte der Bundesrepublik und war dadurch natürlich auch besonders spannend. Einzelheiten dazu könnt ihr hier nachlesen.

Damals also saßen wir in der Studentenbude eines Kumpels, der so etwa 20 Leute eingeladen hatte. Es war eine Bottle-Fete, jeder brachte was zu trinken mit. Natürlich wurde auch an die Nahrungsaufnahme gedacht und ich erinnere mich  5 kg Fleisch zu Buletten verarbeitet zu haben… Es war schön, es war gemütlich, ich denke noch oft an diesen Abend, den wir auf dem Fußboden sitzend verbrachten. Studentenbude eben… und ich dazwischen mit Blumen im Haar…

Vor der Bekanntgabe der ersten Hochrechnung mussten wir alle unseren Namen und die Parteien mit ihren von uns geschätzten, zu erwartenden Prozenten auf einen kleinen Zettel schreiben. Wer der Lösung am nächsten kam, gewann einen Preis, an den ich mich heute leider nicht mehr erinnern kann. Vermutlich wars ne Flasche billigsten Lambruscos, den wir damals aus 3-Liter-Flaschen tranken. Dafür kann ich mich aber noch erinnern wer damals gewann, das war nämlich ich… Nein Danke, bleibenSe sitzen, es war wirklich einfach nur Glück.

Was ich heute wähle? Nun, wir haben ja geheime Wahlen und wenn ich Ihnen das jetzt sagen würde, könnte das als Wahlbeeinflussung ausgelegt werden. Nee, ich hab momentan genug anner Backe, ich sag da lieber mal jetzt nix zu.

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Hmm…

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Naja…

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Nee, ich weiss nich…

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Meinste?

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Na gut!

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Aber nur unter strikter Geheimhaltung…

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Hmm…

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Okay…

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Meinen beiden Duzfreunden, also Dir und Dir, zeige ich mal ein Wahlplakat der von mir präferierten Partei. Der is nämlich echt gut und sieht auch Klasse aus…

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Hier:

hsp-wahlkampf-unterstutzt-von-wwwkroetengruende

     Weisste Bescheid, Schätzelein!      

Schlammschlacht in Klein Bloggersdorf

Sonntag, 26. Juli 2009

oder:  Chaostage aufm Anwesen wegen “Außer der Reihe und (fast) nur für Männer- Rätsel”

(ein nicht allzu ernst zu nehmender Beitrag mit Gewinnerbekanntgabe)

Jungs, da habter euch nu aba wirklich nich grade mit Ruhm bekleckert. Mama is traurig. Aba so ist das eben: Da gibt frau sich Mühe, den Herren zu loben, widmet ihm ein eigenes Rätsel mit supertollem Gewinn und kaum jemand nimmt teil. Wahrscheinlich weils was Technisches war. Hätte ich die DIN-Norm für Präservative abgefragt oder sonstwas Sexuelles, hättet ihr mir die Bude eingerannt, den frischen Rasen aufm Anwesen niedergetrampelt und vermeintliche Stellungen nachgestellt…

Okay, ich nehm das jetzt mal so zur Kenntnis, aber wundern müssta euch ja nu auch nich, wenn sich die Damenwelt hier über euch lustig macht. Habta selba Schuld, so!

Lediglich die Herren Schmollo und Thomas haben hier, teils im wörtlichen Sinne, ihre Spuren hinterlassen und somit wurde das Rätsel zum wahren Zweikampf der Giganten. Gerne hätte ich euch ja die Bilder der Beiden gezeigt, während sie, ihre Lanzen erhebend, aufeinander losgingen. Hätte sich Frau Tonari nicht todesmutig dazwischen geworfen, wer weiss was alles passiert wäre. Leider hatte ich die Webcam nicht zur Hand aber ein paar Schnappschüsse vom eiligst hinzugerufenen Konfrontations- Therapeuten gibt es  zu betrachten.

Gerade als sich die Kontrahenten etwas zu beruhigen schienen und Frau Tonari für jeden ein Gläschen Sake warmmachen wollte, auf dass sich alle wieder vertrugen, kam ein übelgelaunter Herr Rüdiger dazu, der nicht davor zurückschreckte, mir auf meinem eigenen Anwesen mit Gewalt zu drohen.  Seinem technischen Know How war dieser Besuch jedenfalls auch nicht zu verdanken, er roch wohl eher den Sake… Nun überlege ich ernsthaft, ihm eine Krötenrüge zu erteilen…  smilie-gruebelt

Die Herren Schmollo und Thomas hofften nun mit verschiedenen Lösungsansätzen zu rechtmäßigen Gewinnern gekürt zu werden. Dabei lieferten sie ein umfassendes Fachwissen ab, wobei Herr Thomas knapp unterlag, sodass es mir eine Freude ist, hier und heute und jetzt, Herrn Schmollo zum Sieger zu küren.

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Herzlichen Glückwunsch, lieber Herr Schmollo, Sie werden ihr Weibchen mit frischem Duft betören und dann wird sie Sie hoffentlich auch mal an was anderes denken lassen als immer nur an Technik. tongue    Wenn Sie mir die Versandadresse für das gewonnene Duschbad eines Promi-Labels mitteilen, werden Sie bald wissen was ich meine…

Herrn Thomas gratuliere ich herzlichst zum 2. Sieg und freue mich in ihm einen weiteren Leser zu haben, dem Sitte, Anstand, Moral und Technik noch was bedeuten.  Sowas ehrt meinen Blog. Dankeknicks!

“Und schlägt der Arsch auch Falten, wir bleiben doch die Alten!”

Freitag, 6. Februar 2009

  

Lieber ElMar!

Heute, an Deinem Jubeltag, möchte auch ich Dir herzlich gratulieren und ein wenig Trost spenden. Ja, ich weiss um die inneren und äußeren Spuren, die so ein Geburtstag hinterlassen kann…

Innerlich- Nun ja, wir ahnen wieviele Jahre uns noch bleiben. Dies zu erkennen ist eine Form von Weisheit, die sich nun langsam auch bei Dir einstellen wird. Dazu wünsche ich Dir die notwendige Gelassenheit.

Äußerlich- Ich kann mir gut vorstellen, wieviele wohlmeinende Leute heute über Dein Haupt streichen und Dir Mittelchen gegen Deine Alopezie anzupreisen versuchen. Lass sie reden und glaub mir, keine Frau guckt da hin! Es ist Dein Knackarsch, der die Frauen auch im nächsten Jahr zu beeindrucken weiss, diese süße kleine Kaffeebohne, die einfach Lust macht. Lust auf mehr. Lust auf Dich! 

Do you really want to hurt me? (Willst Du mir wirklich Schmerzen zufügen?) SagenSe lieber “Spinat!”

Freitag, 16. Januar 2009

Okay, ich möchte mal wieder über etwas schreiben wovon ich überhaupt keine Ahnung habe: SEX.

Also Blümchensex kenn ich natürlich schon, hatte ich sogar schonmal…  aber hier soll es um sexuelle Spielarten gehen und ich möchte mal festhalten, was ich zu dem Thema vom Hörensagen weiss:

Ein befreundetes Päärchen hat mir neulich gestanden auf S/M zu stehen, was ich bis dato immer für ne Kleidergröße hielt. Aber nee, die haben mir erklärt, dass es sich um eine sexuelle Spielart handelt, bei der ein Partner sich dem Anderen unterwirft, der Fachausdruck heisst wohl "devot" oder so ähnlich. Genau weiss ich das leider nicht mehr.

Jedenfalls gibts da dann während diese Sexpraktiken -die manchmal sogar schmerzvoll sein sollen- am Partner vollzogen werden irgendwelche Parolen, die den aktiven Teil zum Aufhören bewegen sollen, falls dem Devoten was unangenehm ist, also dieser z.B. zu große Schmerzen empfindet.  Sagt also der devote Partner die Parole, muss der Andere mit dem zwiebeln aufhören, ansonsten kann das sogar juristisch belangt werden. Alles geschieht also auf freiwilliger Basis. Im Fall des o.g. Päärchens ist die Parole "Spinat!", allerdings kann man wohl jedes andere beliebige Wort nehmen, nur einigen müssenSe sich halt.

Ich sag das  damit Sie bei Ihrem nächsten Einkauf anner Tiefkühltruhe nicht lachend zusammenbrechen…

Wie auch immer, es sollte sich um ein kurzes, einprägsames Wort handeln. "Do you really want to hurt me?" ist sogar im englischsprachigen Raum zu lang, das könnte in Momenten totaler Wolllust untergehen. So oder ähnlich gerade in England geschehen.

Wie? Sie ham noch nich jehört? Na, dann lesenSe mal das hier. Dadurch fiel mir nämlich auch die Spinat-Geschichte wieder ein…

Eine Frage hab ich nun aber doch: Fallen kurze Parolen, wie "Spinat", nun in die Kategorie "Safersex", weil ja einprägsamer und schneller verständlich, also mehr Sicherheit für den Devoten bieten, oder is das noch wieder was Anderes?  

Ach Mama!*

Montag, 29. Dezember 2008

Mütter sind ja eine besondere Spezies Mensch. Hochgradig sensibel, kaum kritikfähig und immer alles besser wissend, es dabei "doch nur gut meinend"… Ich muss Ihnen da wahrscheinlich garnicht soviel erzählen, denn vermutlich haben Sie selber eine. Dann wissen Sie, was ich meine.

Wenn Sie keine Mutter haben, was übrigens statistisch gesehen recht unwahrscheinlich ist, dann haben Sie aber vielleicht eine Schwiegermutter? Das ist der schlimmste anzunehmende Fall, der Super-GAU schlechthin und ich möchte Ihnen mein Mitgefühl aussprechen. Ich darf das, denn ich bin selber eine.

Wie aber kommt frau zu einer Schwiegermutter? Richtig! Frau heiratet einen Mann, im Extremfall ein Muttersöhnchen. Dann sollte sie sich mit der Eheurkunde auch gleich die Scheidungsformulare aushändigen lassen oder aber auf einen lebenslangen Kampf einstellen.

Ich bin ein friedliebender Mensch, Ausnahmen dürfen Sie gerne meinem facettenreichen Charakter zuschreiben. Meinen Schwiegermüttern bot ich einfach keinerlei Angriffspunkte. Zugegeben, am Anfang meiner Ehen habe ich mich noch auf Diskussionen eingelassen, aber das führte zu nichts. Meine Schwiegermütter spielten die beleidigte Leberwurst, bockten und/oder hetzten. Der jeweils liebste meiner Ehemänner fühlte sich, so zwischen Baum und Borke stehend, unwohl.

Ich sag Ihnen was: Daran können Ehen zerbrechen!

Eine meiner Schwiegermütter liebte Kirschen, sie hielt sich wohl für die Claudia Bertani von Arnis. Jeden Sommer wenn die Kirschen reif waren rannte sie, seit Anbeginn ihrer Ehe, auf den Wochenmarkt um körbeweise Kirschen zu kaufen. Die trug sie dann den kleinen Hügel hinauf in ihr Häuschen, wo sie die Körbe in die Küche stellte um alsbald Kirschmarmelade daraus zu kochen, also aus den Kirschen natürlich…

Das Rezept war ein "ganz besonderes", noch aus dem Fundus ihrer eigenen Mutter. Die Beiden Damen hatten wohl ein recht zwiespältiges Verhältnis und ich hatte immer das unbestimmte Gefühl, das Kirschmarmeladenrezept lag ihr mehr am Herzen als ihre Mutter. Aber das sind reine Spekulationen.

Die Kirschen wurden mühsam und einzeln mit einer Haarnadel entsteint um dann in einen riesengroßen Topf zu kommen in dem sie gekocht wurden. Dann kam tüchtig Zucker dazu, das ganze köchelte auf dem Herd weiter und Schwiegermutter wurde nicht müde immer wieder umzurühren, damit die gute Marmelade nicht anbrannte. Gelierzucker lehnte sie ab, solch "neumodischen Kram" mochte sie nicht.

War die Marmelade dann nach Stunden endlich fertig und in Gläser gefüllt, freute sie sich wie ein kleines Kind über ihren Schatz, den sie in die Speisekammer stellte und nicht müde wurde zu erzählen, welch viele Arbeit sie jedes einzelne Marmeladenglas doch gekostet hatte.

Wie die Marmelade schmeckte? Nun, ich sag mal süß. Sehr süß. Zu süß eigentlich, denn wir mochten sie alle nicht. Das hinderte Schwiegermutter allerdings nicht uns ständig von ihrer Marmelade mitzugeben. Sie hatte einen stattlichen Vorrat angelegt der verteilt werden musste. Worte wie "Nimm mal Kind und lass es Dir schmecken!" begleiteten die Einpackorgien der Marmeladegläser, die eigentlich niemand wollte.

Es wurden Unterlassungsbitten in der Verwandschaft vorgetragen, das alles mache ihr doch zu viel Mühe, sie sei auch nicht mehr jung, solle sich ausruhen, man könne doch auch mal ein Jahr aussetzen…

Alles Bitten half nicht. Es wurde Kirschmarmelade gekocht, die sich in den auf sie verteilten Haushalten zu stapeln begann. Und Schwiegermutter kochte. Kochte Kirschmarmelade und war glücklich.

Meine Männer sind ja bisher immer zu mir gezogen, ich hab hier einfach genug Platz.

Eben kam der aktuelle Gatte aus dem Keller und fragte mich: "Was wäre eigentlich passiert, wenn Du Deiner Schwiegermutter damals gesagt hättest, dass Du keine Kirschmarmelade magst?

Ich überlegte kurz, bevor ich ihm antwortete, sie wäre wahrscheinlich beleidigt gewesen.

"Ha!" sagte mein Aktueller "aber ich könnte dann heute das Kellerfenster öffnen!"

* Dies ist eine rein fiktive Geschichte. Ähnlichkeiten mit Lebenden oder Toten sind nicht beabsichtigt und rein zufällig.

Vita einer Weihnachtsgans

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Als letzten Sommer ich alleine,

noch  Gans  jung, als  Gänsekleine,

lief fressend- watschelnd auf der Wiese

da rief man aus "Wie süß ist Diese!".

Später dann, an Herbstes Tagen

hörte ich schon viele sagen,

"Sie ist groß und auch recht nett

zum Braten fehlt ihr aber Fett".

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So stopfte man mich hemmungslos,

ich wurde dick, ich wurde groß.

Im Ernst, ich wurde immer fetter,

St. Martin fand mich auch schon netter.

Im Winter dann, zur Weihnachtszeit

da fiel das Los, es war soweit

auf Tellern dann herumzuliegen,

nicht watscheln mehr und nicht mehr fliegen

denn alle wollten Gänsebraten,

den Lieferant könnt Ihr erraten…

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Doch alle die mich aufgegessen

und danach faul auch rumgesessen,

die mehr gewogen dann am Ende,

am Bauch, der Hüfte und der Lende,

ihr passt schön auf zur Weihnachtszeit

wer denn als Braten ist bereit,

um letztlich knusprig zu verkünden:

"Das Fett am Körper, das sind Sünden!"

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[Schatzi und Flocke von Kroetengruen 2008]

Die Geschichte des O.

Mittwoch, 5. November 2008

…ist eine Geschichte voller Missverständnisse erfolgreicher, exzessiver Werbekampagnen und vielleicht gerade deshalb ein echtes Phänomen unseres noch neuen Jahrtausends.

Es ist enorm wie weltweit die Massen motiviert wurden, Aufbruchstimmung erzeugt, ja eine Form der Massenhysterie entstand, die letztendlich zum Sieg führte. 

A Star Was Born!

Ich bin fair und gratuliere aufrichtig, meine sogar mit dem Ergebnis ganz gut leben zu können. Bin ich schon infiziert von dieser O-Ba-Mania? Ich schreibe hier sehr selten über das große Weltgeschehen, in diesem Fall möchte ich mal wieder eine meiner wenigen Ausnahmen machen.

Da ist die Rede von einem enorm charismatischen Menschen, Vergleiche mit historischen Halbgöttern der Weltgeschichte werden gezogen. Vorschusslorbeeren gabs in selten gekannter Hülle und Fülle, Emotionen wurden geschürt. 

Okay… der Mann kommt sympathisch rüber und sieht auch noch recht passabel aus, was ja bekanntlich immer Stimmen von den meist politisch wenig interessierten Weibchen mit sich bringt. Das ist übrigens nicht nur in den Vereinigten Staaten so…

Politische Kompetenz für dieses hohe Amt, die ich ihm in keiner Weise absprechen will, die er aber dennoch erst unter Beweis stellen muss, kommt für mich dennoch an erster Stelle. Neben dem Aussehen, das frau ändern kann, wie unsere Chancelliere doch recht eindrucksvoll bewiesen hat. Und auch das Geschlecht oder die Hautfarbe sollten keine Rolle spielen. Berlin ist übrigens Vorreiter was diese Denkensart angeht, und das ist gut so. 

Ich bin gespannt, was uns mit O. erwartet. Die Hoffnungen, die sein Volk und die Welt in ihn setzt sind groß. Wünschen wir ihm die nötige Kraft und Stärke diesen gerecht zu werden.

Guten Tag, Frau Doktor!

Donnerstag, 28. August 2008

Seit ich blogge alpträume ich davon mal einen richtig schönen Beitrag über Krankheiten zu schreiben. Ich bin meinem Traum nun endlich näher gekommen, denn ich habe eine famose Idee:

Seit sich das erste graue Haar bei mir an genau jener Stelle zeigte wo sie bei den Herren zu fliehen beginnen, bekomme ich in der Apotheke meines Misstrauens  umme Ecke immer ein Exemplar dieser hauseigenen Illustrierten geschenkt, auf Nachfrage sogar  mit aktuellem TV-Programm. Die ist zwar anders aufgebaut als meine Lieblings-Fernsehzeitung aber um überall über das aktuelle Programm informiert zu sein liegt sie aufm Klo aus. Das hat den weiteren Vorteil, das ich aufm Häuschen was Informatives und was Bildendes zu lesen hab. Das sind 2 Dinge auf einmal, sozusagen…

Egal ob Wechseljahresbeschwerden, Erkrankungen der Harnwege, rheumatische Erkrankungen, Kopfschmerzen, Prostatabeschwerden, Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes, oder, oder, oder: Ich weiss inzwischen über alles Bescheid und überlege ernsthaft mich um einen Studienplatz für Humanmedizin zu bemühen. Mit Sicherheit wäre ich bei meinen Vorkenntnissen da in der Hälfte der Regelstudienzeit durch, das heisst ich könnte noch vor Erreichen der Regelaltersgrenze für Renten eine eigene Praxis aufmachen. Später könnte Beides parallel nebeneinander her laufen, Rente und n paar Patienten, denen frau noch ein paar dringend notwendige  von diesen Stacheltier-Leistungen (auf deren richtigen Namen ich grad nicht komme) auf die schon begrau/grünstarten Rentneraugen drücken kann…

Irgendwie muss ich mir langsam ja wirklich Gedanken machen wie das mit mir mal weitergehen soll. Frau will ja im Alter nich am Hungertuch nagen und mit der Rente allein sind keine großen Sprünge mehr zu machen. Also muss ich selber vorsorgen…

Abgesehen davon hat diese Vision ja was: Neben dem optischen beeindruckenden, prunkvollen Praxisschild rechts neben der  Einfahrt zum kroetengruenen Anwesen auch noch die aufbauenden und ehrfurchtsvollen Worte der Patienten bei der Begrüßung: "Guten Tag, Frau Doktor!"

Dann würde ich auch endlich mal einen Beitrag über Krankheiten schreiben. Medizinisch fundiert, natürlich…