Schönes Wochenende, meine Damen ;-)
Freitag, 7. August 2009

Es gibt eine neue Aktion bei Sascha. Wie das damals so war, als wir noch jung gewesen sind, will er wissen und natürlich auch Fotos dazu sehen.
Ich hab ja hier schon öfter mal Fotos aus meiner Kindheit gezeigt und auch einige Geschichten aus dieser Zeit veröffentlicht, damit wird es schwer für mich, Neues zu verkünden.
Vielleicht kennt ihr ja die Geschichte vom Nachttopf noch nicht? Ich erzähl einfach mal:
Mein Nachttopf war aus Emaille. Weiss mit einem schwarzen Streifen auf der Sitzfläche. Den Grund für diesen Streifen hab ich übrigens nie erfahren, ein Rallyestreifen war es wohl eher nicht. Vielleicht war dieser Streifen eher Ausdruck deutscher Armut, die so kurz nach dem Krieg noch groß war. Mehr als n Zierstrich war eben nich drin und He-Man oder Prinzessin Lillifee gabs ja auch noch nicht…
Das saßen wir Kinder nun auf diesen kalten, vom Nachbarskind geerbten Emailletöpfchen, von dem schon das Emaille teilweise abgesprungen war. Die Zeiten waren eben mies und Muttern musste die Windeln noch mit der Hand waschen. Nee, das ist so nicht richtig, die Windeln und alle andere kochbare Wäsche (Stichwort: Stofftaschentücher) wurden aufm Herd in dem großen Topf gekocht, in dem im Herbst dann auch Obst eingeweckt wurde. Aber das nur nebenbei. Da es ja auch noch keine Wegwerfwindeln gab, hatte Muttern natürlich ein egoistisches berechtigtes Interesse daran, uns Gören schnell “sauber” zu kriegen, will heissen: Schließmuskeltraining stand ganz oben auf ihrer Liste.
Begonnen wurde damit zumeist im zarten Alter von 9-10 Monaten und mit einem Jahr hatte Kind sauber zu sein. Bei mir muss das geklappt haben, wie ihr auf dem Bild sehen könnt.
Wieder ein schönes Thema, denn wenn überhaupt, lässt sich Glück wohl am Besten fotografisch festhalten.
Oft dauert das Glück wirklich nur einen kleinen Moment und ist in eben diesem doch so intensiv und stark das man erschauert, ein wahres Hochgefühl und Gänsehaut von einem Besitz ergreift.
Mir fallen gerade tausend Bilder zu diesen Momenten ein, alle fein säuberlich auf dem PC und in meinem Kopf gespeichert.
Es sind die Bilder meiner kleinen Enkeltochter. Bilder eines Lächelns oder eines bereits ausgeprägten Lachens, eines kleinen Schmollmundes hinter dem gerade die ersten Zähnchen durchzubrechen versuchen, aber auch großer Augen, kleiner Hände und Füße oder langer, dichter Wimpern, die ich euch hier gerne zeigen würde.
Nein, ich werde es nicht tun. Zum Schutz des Kindes wurde von den Eltern beschlossen keine Bilder von ihm im Netz zu veröffentlichen. Ich finde das total richtig und nehme deshalb dieses Mal am Wochenthema mit einem weissen Bild teil.

Was ich darauf sehe, hab ich euch ja oben beschrieben…
Sie beschreiben in Ihrem Blog auf wundersame Weise ihre morgendlichen Schwierigkeiten beim Besteigen ihrer hauchzarten Unnerbüxen.
Ich selbst trage ja nun ausschließlich die baumwollenen Doppelripp von Kurstadt in Übergröße, die leider über keine Schleifchen, Perlen oder ähnlichen Schnickschnack verfügen. Dafür ham die aber innen, hinten ein Größenschild an dem ich mich beim Einstieg orientiere. Ich vermute mal, Ihre ham da klein Platz fürn Schildchen, wahrscheinlich befindet sich dort nur ein hauchdünner Spinnenfaden…
Nun, Ihr Blogbeitrag hat mich zu Tränen gerührt und ich habe lange darüber nachgedacht, wie denn auch Ihnen zu helfen sei. Sie, als neue Leserin meines Blogs liegen mir natürlich besonders am Herzen. So habe ich weder Kosten noch Mühen gescheut, Ihnen während eines morgendlichen Kreativanfalles die Unterhoseneinstiegshilfe UHES 10 zu kreieren.
Das Modell befindet sich natürlich noch im Rohbau und ich kann Ihnen daher momentan auch leider nur eine flüchtige Skizze unterbreiten:

Bevor mit der Massenproduktion begonnen wird, müsste allerdings noch über die Bodenbefestigung nachgedacht werden, ich denke eine Verschraubung der Metallplatten mit dem Fußboden an, oder fänden sie Zementsockel praktischer?

Nein, kein Mikado-Spiel gilt es hier zu erraten. Aber was ist es dann???
Ich hätts mit ja denken können: Natürlich hat der gute Falk das Rätsel sofort gelöst, hat er doch gerade erst kürzlich ein kostenloses E-Book herausgebracht, das sich mit der Angst vor Spinnen (Arachnophobie) beschäftigt und Therapieansätze aufzeigt.
“Kleine Therapie bei Spinnenangst” nennt er dieses E-Book dann auch, das sich, hübsch bebildert, nicht unbedingt als Lektüre für den Frühstückstisch eignet.. Wenn aber der Kreislauf erstmal so richtig in Schwung gekommen ist, wir also die 14.00-Uhr-Schallmauer durchbrochen haben, ab der wir ja auch Zahnarzttermine machen sollen weil das Schmerzempfinden hier am Niedrigsten ist, dann also können wir z.B. die Wartezeit zur Extraktion eines Molares in der Gemeinschaftspraxis der Dentisten Hau & Ruck mit diesem kleinen E-Book glänzend überbrücken.Vorausgesetzt natürlich, wir haben ein Läppi…
Ach ja, das Beweisfoto muss ich ja noch liefern. Hier ist es:
Wer nun noch wissen will, um was für eine Spinne es sich handelt, dem sei auch die o.g. Lektüre empfohlen, denn solche Fragen werden dort auch beantwortet…
Womit mal wieder bewiesen wäre, dass Bloggen büldet!
oder: Eine (leider) reale Geschichte aus dem Einzelhandel
Deutschland muss sparen und weil ich Deutschland bin, naja, Sie verstehen schon… “Sonderangebote” sind im Moment aufm Anwesen der Schlüssel zum Erfolg. Also nutzen wir diese kompromisslos aus.
Neuestes Beispiel ist so ein Kinderplanschbecken für die Lieblingsenkelin, welches via Wurfsendung von einer großen Supermarktkette beworben wurde. Nur 9,99 €uronen sollte das gute Stück kosten, ein guter Preis. Also hab ich mich vom Chauffeur mal eben zum Supermarkt fahren lassen. Dort angekommen, sause ich im Sauseschritt in die Sonderangebotsecke, wo lediglich noch Buddeleimer, Schaufeln u.s.w. verfügbar sind. Ein Jüngling mit schneeweißer Haut, die offenbar seit Jahren nur von den sich hier befindlichen Neonlampen beschienen wurde, ist dabei die Regale aufzufüllen. Also frage ich ihn nach dem Planschbecken. Er ist sehr nett und verrät mir das die Teile bereits verkauft seien, das Angebot aber noch bestünde. Wenn ich nun vorne, gleich neben den Kassen, anner Info eine unverbindliche Bestellung aufgäbe, würde ich in Bälde einen Anruf bekommen und könnte mir das Teil dann doch noch zum Sonderangebotspreis abholen.
Klasse Service, nicht? Natürlich hat der Chauffeur, der übrigens auch des Lesens und Schreibens mächtig ist, gleich so eine unverbindliche Bestellung aufgegeben. Wir ham uns dann noch ein wenig in der Umgegend verlustiert und sind nach Hause gefahren.
Vier Wochen habe ich auf diesen Anruf gewartet bevor ich selbst zum Hörer griff um mal nachzufragen.
Beim ersten Mal, morgens gegen 9.00 Uhr, wurde mir lapidar mitgeteilt, dass das Becken noch nicht wieder geliefert wäre. Auf meine Nachfrage nach einem vorraussichtlichem Liefertermin wurde ich um eine Stunde vertröstet, die zuständige Sachbearbeiterin sei noch nicht im Hause.
Beim zweiten Mal, am selben Tag gegen 10.20 Uhr, war die zuständige Sachbearbeiterin grad nicht zugegen, ob ich vielleicht später noch einmal…?
Beim dritten Mal, wieder derselbe Tag, inzwischen etwa 12.00 Uhr, war sie gerade in der Pause.
Weil ich gerade in der Gegend zu tun hatte, bin ich dann nachmittags persönlich hin. Da hatte sie an diesem Tag frei…
Dieses Erlebnis lässt für mich nur den Schluss zu, dass Kunden hier nur hingehalten und zum Wiederkommenkaufen animiert werden sollen.
Wirklich guter Service sieht für mich anders aus, oder was meinen Sie, verehrte Leser?

Dürfen Zwerge auf dem Riesenrad mitfahren?
Gedankenkino an und dann: *KLICK*
Seit Monaten suche ich nach neuen Koffern. Das Angebot ist riesig, die Preisspanne immens, also sollte für jeden Bedürftigen was dabei sein, denkt man. Gerade in Zeiten wo es den Versandhandel via Internet bequem von zu Hause aus gibt, sollten Beschaffungsprobleme jedweder Art der Vergangenheit angehören. Sollte man meinen, aber leider ist dem nicht so und wissen Sie warum?
Wenn ich Ihnen jetzt sage, das Koffer ein Eigengewicht haben, werden Sie mich wahrscheinlich einfach nur erstaunt ansehen und auf weitere Erklärungen warten. SehnSe, genau da liegt der Punkt!
Sie als Unternehmer sollten eigentlich weiterdenken und sich in ihre Kunden hineinversetzen um deren Wünsche umzusetzen. Das wirkt sich übrigens absatz- und damit umsatzsteigernd aus, hilft evtl. sogar dem Logo sein Ranking zu verbessern, was werbewirksam wäre.
Ach, Sie wissen das? Warum geben Sie dann nirgends das Eigengewicht eines Koffers an? Als Kunde bin ich bislang darauf angewiesen mich, wie in alten Zeiten, persönlich auf die Suche zu begeben um dieses Eigengewicht abzuschätzen. Wie einfach wäre es doch, dies in Katalogen, Anzeigen, auf Ihren Internetseiten oder wo auch immer anzugeben…
Sehen Sie, ich habe bei meiner monatelangen Koffersuche hier in der Hauptstadt nur 1 Geschäft gefunden welches immerhin über eine Waage verfügte. Stattdessen bekam ich erstaunte Blicke und antworten wie: Den brauchenSe doch nicht zu tragen, der läuft Ihnen auf Rollen hinterher!” Klar doch, wenn sonst schon niemand hinter mir herläuft, dann doch bitteschön wenigstens ein Koffer! Gutaussehend, vielleicht in hübschem kroetengruen, mit Beauty-Case und großen schwarzen Rädern, die mich an einen Bergsee im Mondschein und ein romantisches Candlelight- Dinner erinnern…
Wissen Sie was: Das alles interessiert mich nicht. Ich muss mich nämlich auf Reisen an den 20 kg Freigepäck der Ferienflieger orientieren oder für Übergepäck 5,– € pro kg zahlen. Das bedeutet für mich, auf eine einfache Formel gebracht:
Je schwerer der Koffer, desto weniger Fummel.
LassenSe sich das mal durchn Kopp gehen und vielleicht reichen Sie diesen Brief ja auch mal an Ihre Marketing-Fuzzies weiter…
Mit freundlichen Grüßen,
Ihre
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Dies war ein kostenloser Rat und ist daher steuerlich nicht absetzbar.