“Darfs ein bisschen mehr sein?”
Dienstag, 22. Juli 2008… fragte der liebe Gott, als er die Beinlängen verteilte. Yvonne schrie als Erste und bekam so ein hübsches, langes Fahrgestell während die arme Meg auf kleinen Knubbelbeinen durchs Leben watschelt mit einer Unterlänge innerhalb der Toleranzgrenzen über die Flure trippelt.
Meg ist neidisch auf Yvonnes lange Beine, was ich gut verstehen kann. Auch ich leide unter Neidgefühlen, habe aber auch mein Pendant dazu gefunden.
Eine Geschichte für die Rubrik "Memoiren", die ich euch nicht vorenthalten möchte:
Klein D. war eine gute Bekannte, die damals bei uns ein- und ausging. Sie war sehr hilfsbereit, handwerklich extrem begabt, ehrlich und konnte auch sonst einige angenehme Charakterzüge in sich vereinen. Ich mochte sie trotz ihrer Macke: Sie war leicht exentrisch und betonte bei jedem Anlass, was für eine hübsche Figur sie hätte. Wir belächelten sie in dieser Hinsicht. Klar, sie war klein und schlank, hatte aber einen verhältnismäßig kleinen Busen. Na gut, es gibt ja auch Männer die darauf stehen, also ließen wir sie gewähren.
Eines Tages war es mal wieder besonders schlimm. Der liebe Gott ging durch die Reihen seiner Schäfchen, begutachtete alle und fragte: "Wer von euch hat denn wohl die hübscheste Figur?"
Klein D. war es, die an dieser Stelle der langbeinigen Yvonne zuvorkam. "Hier, hier! Ich!" schrie sie… und weil sie gerade so gut drauf war, fügte sie hinzu: "Die Flocke hat aber das hübschere Gesicht von uns Beiden, das hätt ich gerne dazu. Ja, das wärs: Flockes Gesicht und meine Figur!"
Der liebe Gott sah von Klein D. zu mir, runzelte die Stirn und sah mich fragend an. Ich überlegte nicht lange. Meine Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: "Lieber Gott, ich behalte gerne meine Flocksche Üppigkeit, aber erpare mir bitte ihr Gesicht!"
Der liebe Gott nickte und alles blieb beim Alten. Zum Glück!


Also rief sie an. Es wurde ein längeres Gespräch. Der Agent wurde immer wieder unterbrochen, führte das Gespräch nebenbei und beantwortete Fragen ausweichend, wir sollten einfach vorbeikommen. M. gab nicht nach, forderte Einzelheiten, die sie auch irgendwann widerwillig bekam. Ihr ahnt es: Man hatte uns für den Pornofilm entdeckt! 
… machte ich gestern als ich dieses selbstgeritzte Glas von chrille, einem relativ neuem Leser ohne eigenen Blog, bekam.









