Archiv für Juli, 2008

“Darfs ein bisschen mehr sein?”

Dienstag, 22. Juli 2008

… fragte der liebe Gott, als er die Beinlängen verteilte. Yvonne schrie als Erste und bekam so ein hübsches, langes Fahrgestell während die arme Meg auf kleinen Knubbelbeinen durchs Leben watschelt mit einer Unterlänge innerhalb der Toleranzgrenzen über die Flure trippelt.

Meg ist neidisch auf Yvonnes lange Beine, was ich gut verstehen kann. Auch ich leide unter Neidgefühlen, habe aber auch mein Pendant dazu gefunden.

Eine Geschichte für die Rubrik "Memoiren", die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Klein D. war eine gute Bekannte, die damals bei uns ein- und ausging. Sie war sehr hilfsbereit, handwerklich extrem begabt, ehrlich und konnte auch sonst einige angenehme Charakterzüge in sich vereinen. Ich mochte sie trotz ihrer Macke: Sie war leicht exentrisch und betonte bei jedem Anlass, was für eine hübsche Figur sie hätte. Wir belächelten sie in dieser Hinsicht. Klar, sie war klein und schlank, hatte aber einen verhältnismäßig kleinen Busen. Na gut, es gibt ja auch Männer die darauf stehen, also ließen wir sie gewähren.

Eines Tages war es mal wieder besonders schlimm. Der liebe Gott ging durch die Reihen seiner Schäfchen, begutachtete alle und fragte: "Wer von euch hat denn wohl die hübscheste Figur?"

Klein D. war es, die an dieser Stelle der langbeinigen Yvonne zuvorkam. "Hier, hier! Ich!" schrie sie… und weil sie gerade so gut drauf war, fügte sie hinzu: "Die Flocke hat aber das hübschere Gesicht von uns Beiden, das hätt ich gerne dazu. Ja, das wärs: Flockes Gesicht und meine Figur!"

Der liebe Gott sah von Klein D. zu mir, runzelte die Stirn und sah mich fragend an. Ich überlegte nicht lange. Meine Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: "Lieber Gott, ich behalte gerne meine Flocksche Üppigkeit, aber erpare mir bitte ihr Gesicht!"

Der liebe Gott nickte und alles blieb beim Alten. Zum Glück!

Was darfs denn sein?

Montag, 21. Juli 2008

In der letzten Umfrage hatte ich gebeten mir euer Lieblingsobst zu verraten. Sicher ist dieses Ergebnis nicht repräsentativ und sehr von der Jahreszeit abhängig. Ich halte mir das mal in der Hinterhand und frage im Winter nochmal nach.

Hier das Ergebnis, die Zahlen in Klammern sind die abgegebenen Stimmen: 

  • Ananas: 17% (15)                    
  • Melone: 7% (6)
  • Kiwi: 5% (4)
  • Erdbeeren: 20% (18)
  • Banane: 7% (6)
  • Kirschen: 16% (14)
  • Apfel: 7% (6)
  • Weintraube: 6% (5)
  • Birne: 1% (1)
  • Physalis: 3% (3)
  • Anderes: 8% (7)
  • Ich mag kein Obst: 3% (3)

Total Votes : 88

Übrigens hab ich heute Bauchweh. Das Kilo Kirschen gestern ist wohl nicht spurlos an mir vorbei gegangen. Verdammte Völlerei, aber bei Kirschen kann ich mich nunmal nicht beherrschen.

Fauler Hund

Sonntag, 20. Juli 2008

Leider etwas unscharf, aber das Thema ist gut umgesetzt! 

Mr. Right und die Casting- Agentur

Freitag, 18. Juli 2008

Oder: Juchhu, jetzt gehts zum Film! 

Wir Frauen verfügen ja über ein unglaubliches Potential an Phantasie und machen gerne unsere kleinen Traumreisen.

Bevorzugte Hauptdarsteller gehören dabei meist dem anderen Geschlecht an, sind groß, breitschultrig, muskulös, intelligent, humorvoll, tageslicht- und parktettauglich, bestechen durch ihre humorvolle Art und ihre ausdrucksvollen Augen. Dass sie zudem knackähh…ne, das muss nicht extra betont werden…

Ich erinnere mich, wie ich mit meiner Freundin vor vielen Jahren in dem berühmten Café am Kudamm saß und wir die vorbei patrouillierenden Herren der Schöpfung begutachteten, dabei teilweise übelst ablästerten. Das war zwar wirklich fies von uns, hat aber einen irren Spaß gebracht, weswegen ich keine Sekunde bereue… Im Gegenteil!

Ein paar Tische neben uns saßen ein paar junge Männer, etwas älter als wir aber bereits durch unser Raster gefallen, insofern schenkten wir ihnen keine weitere Beachtung. Umgekehrt muss das anders gewesen sein, denn plötzlich stand einer von ihnen vor unserem Tisch und erklärte uns sehr höflich er suche Mädchen für Werbeaufnahmen beim Film und würde uns gerne zum Casting einladen.

Juchhu, wir waren entdeckt! Schlagartig dachten wir nicht mehr an Mr. Right, sondern an ein aufregendes Leben im Jetset. Wir zwei, M. und ich, würden die Welt erobern, von Werbeflächen lächeln, reich sein… Die Mr. Rights dieser Welt würden zu unseren Füßen liegen…

Ein kurzes Gespräch folgte, alles sei vollkommen legal. Namen bekannter Filmgrößen fielen, eine  mehr als angemessene Gage sollten wir bekommen. Wir trauten unseren eigenen Ohren nicht.

M. war Feuer und Flamme und zugegebenermaßen auch die Hübschere von uns Beiden. Irgendwann landete die Visitenkarte des Agenten in ihrer Hand und sie versprach sich zu melden.

In meinem Hinterkopf schrillten die Alarmglocken, wieso sollte dieser Mensch an einem hässlichen Entchen wie mir Interesse haben? Ich nahm zwar auch eine Karte, erbat mir aber Bedenkzeit, d.h. im Klartext: Ich schickte M. vor.

M. war nicht nur hübscher, sie war auch kesser als ich. Allerdings traute sie sich auch nicht direkt zu der Castingagentur zu gehen, ein Begleitschutz durch mich war ausgeschlossen, ich hatte die Hosen voll…

Also rief sie an. Es wurde ein längeres Gespräch. Der Agent wurde immer wieder unterbrochen, führte das Gespräch nebenbei und beantwortete Fragen ausweichend, wir sollten einfach vorbeikommen. M. gab nicht nach, forderte Einzelheiten, die sie auch irgendwann widerwillig bekam. Ihr ahnt es: Man hatte uns für den Pornofilm entdeckt!  

Deswegen also war auch das hässliche Entchen gefragt. Mein Gesicht sollte unter der Decke gefilmt werden…

Aus dem Projekt ist übrigens nichts geworden, die Gage erschien uns einfach… nunja, nicht angemessen…

Mysterie: Wenn Dinge spurlos verschwinden…

Donnerstag, 17. Juli 2008

Eigentlich bin ich ne ganz Ordentliche. Eigentlich…

Manchmal verschwinden Dinge. Einfach so. Sie werden nie wieder gesehen.

Drei Dinge, die ich seit Jahrzehnten suche, fallen mir spontan ein: 

  • Ein komplettes Paar güldener Ohrringe
  • Eine Zeltaufbauanleitung für ein 24-qm-großes 4- Personen- Zelt mit umfangreichem Gestänge und Zubehör. Der Aufbauversuch ohne die Anleitung erinnert irgendwie an Giganten- Mikado…
  • Eine Deutschfibel aus der ersten Klasse.

Ist bei euch auch schonmal etwas spurlos verschwunden und nie wieder aufgetaucht? Erzählt doch mal…

Rätsel Nr. 41

Donnerstag, 17. Juli 2008

Ihr dürft wieder mal raten und ein dreiwöchiges, kostenloses Leseabo für kroetengruen.de gewinnen.

Auf gehts! Wer weiss, was sich hinter diesem Ausschnitt verbirgt?

Nachtrag 18.40 Uhr: 

Hier kommt die Lösung:

2Bit-Gehirn nannte sie als Erster, allerdings in einer Vielzahl von Möglichkeiten. Deswegen habe ich mich entschlossen ihm und unserem Falk, der als Einzigster nur diese eine Lösung nannte, je ein 3-wöchiges Probeabo zu spendieren.

Herrn Falk wirds freuen und das 2Bit-Gehirn wirds vielleicht garnicht realisieren, nachdem er sich in letzter Sekunde nochmal anders entschieden hat… Ein Grund mehr, die Beiden auf diesem Wege miteinander bekannt zu machen.

Ich gratuliere ihnen herzlich und überreiche hiermit die beiden Abos!

Black And White

Mittwoch, 16. Juli 2008

Im Berliner Sana Klinikum in Lichtenberg ist ein Zwillingspaar mit unterschiedlicher Hautfarbe geboren worden. Nicht schlecht staunten die Mutter, eine Ghanerin und der Vater, ein Potsdamer. Der zuerst geborene Sohn Ryan habe eine für die Elternschaft typische Mischhautfarbe, während Leo, der Zweitgeborene so dunkel wie seine Mutter ist.

Eine seltsame Laune der Natur, die äußerst selten vorkommt, so die Ärzte.

Auch wenn es sich um zweieiige Zwillinge handelt, sei die Vaterschaft des Potsdamers bei beiden Kindern nachgewiesen erklärte das Sana Klinikum gegenüber der Berliner Zeitung 

Hier gibts noch ein Video der beiden Babys, über die wir sicher noch viel hören werden…

Sieniawa/PL

Mittwoch, 16. Juli 2008

Wenige Kilometer hinter der deutsch-ponischen Grenze bei Frankfurt/Oder im Sternberger Land befindet der kleine Ort Sieniawa, dem wir neulich aus sehr privaten Gründen einen Besuch abstatteten. Dabei haben wir einen sehr kleinen Einlick in das heutige Polen bekommen und mussten von vielen Vorurteilen Abstand nehmen.

Das Land selber wirkt zwar noch recht ärmlich, ist aber gepflegt. Viele alte Bauten, in denen noch gewohnt wird, begegneten uns. Oftmals ist es aber auch nur ein wenig Farbe, die den ersten Eindruck freundlicher gestalten würde. Leider scheint auch hierfür häufig das Geld zu fehlen. Die Landschaft  mit ihren vielen kleinen und größeren Seen sowie zahlreichen Wäldern lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein und ist wirklich sehr schön..

In Sieniawa findet man noch reichlich alte Bauten, teilweise noch vor dem Krieg entstanden, was erstaunlich ist, denn nur 6 km entfernt verlief der Ostwall.

Lagow, eine etwas größerer Kurort in der Nähe, hat bereits begonnen sich auf den kommenden Tourismus einzustellen.  Hier sind schon einige Häuser sehr hübsch restauriert, man findet Restaurants und Geschäfte, die zum Verweilen einladen. Die alte Burg wurde aufwändig restauriert und dient heute als Hotel der oberen Preisklasse, wobei mich ein erster Blick hinter die alten Mauern schon sehr beeindruckte.

Apropos Hotels: Alle Hotels, die wir gesehen haben verfügten über ein eingezäuntes Gelände, welches Nachts abgeschlossen wurde und auf denen sich auch die Parkplätze befanden. Hier wird offensichtlich dem Sicherheitsbedürfnis der Gäste Rechnung getragen.

Interessant auch die Ausschilderung der Toiletten: Um sie zu benutzen muss man kein polnisch sprechen können denn sie sind mit Symbolen versehen. Männer gehen hinter die Tür mit dem Dreieck, Frauen hinter den Kreis. Muss man ja wissen…

In Lagow haben wir auch zu Mittag gegessen. Direkt am Lagower See mit schönem Seeeblick genossen wir gegrillten Fisch, Rouladen, Pizza und Schweineleber. Inklusive Beilagen und Getränke zahlten wir für 4 Personen umgerechnet 30,– €uronen, was bei der Qualität des Essens mehr als angemessen war. Übrigens kann ich das polnische Bier durchaus als leicht, süffig und nicht bitter durchaus empfehlen.

Übrigens sind wir sind ohne Probleme wieder nach Hause gekommen, sogar in unserem eigenen Auto…

Figürliche Makel und der kleine Unterschied

Dienstag, 15. Juli 2008

Jeder von uns kann auf Anhieb eine Stelle an seinem Körper benennen, mit der er sich nicht im inneren Einklang befindet. Damit wir uns richtig verstehen: Ich rede nicht von adipösen Menschen, sondern von Figurunzulänglichkeiten die Dritte als nicht oder kaum vorhanden beschreiben würden.

Bei Männern ist es meist dieses kleine "Hungerödem", welches sich direkt über der Gürtelschnalle befindet. Damit hat sichs dann aber auch schon.

Bei Frauen sieht das anders aus: Hier und da und dort auch finden wir Stellen, die einfach zu dick geraten sind, finden uns nicht selten einfach nur fett. Das verzerrt unser Selbstbildnis und schwächt unser Selbstwertgefühl.

Wir sind stärker betroffen als Männer. Wahrscheinlich eine Frage der Erziehung, Mädchen werden nunmal anders erzogen. Warum das so ist, möchte ich an dieser Stelle mal außer Acht lassen.

Tatsache ist: Wir Frauen sind eitler als Männer.

Aber: Männer unterstützen unsere Eitelkeit und üben damit psychischen Druck auf uns aus. Wir wollen (sollen/müssen?) ja hübsch und ansehnlich für sie sein, damit sie sich mit uns schmücken können.

Welcher Mann umgibt sich nicht lieber mit einer kleinen, schlanken und zierlichen Frau als mit einer Walküre ala Tante Kriemhild, bei der die Sonne untergeht wenn sie durch die Tür tritt?

Frauen hingegen findens etwas griffiger auch ganz hübsch, lieben breite Schultern zum Anlehnen und auch das Bärli-Bäuchli schreckt sie nicht so schnell ab, im Gegenteil: Sie finden ihn knuddelig, den Bauch…

Soweit das Leben, wie ich es kenne.

Allerdings lässt die Lektüre von Partnervermittlungsseiten anderes vermuten. Dort sind sowohl Männlein wie Weiblein immer rank und schlank. Daneben verfügen sie sogar noch über Attribute wie tageslichttauglich, vermögend, knackähhh …Vergessen Sie´s, das gehört jetzt nicht wirklich zum Thema.

Jedenfalls möcht ich gerne mal wissen, wo diese hübschen Menschen alle herkommen.

Vor Allem aber beneide ich sie um Eines: Um ihr Selbstwertgefühl. Meines sitzt gerade im Keller auffer Kohlenkiste und weint. Nen Pickel hab ich auch. Direkt mittig unterm Kinn…

Kann mich mal bitte jemand trösten?

Große Froschaugen…

Dienstag, 15. Juli 2008

… machte ich gestern als ich dieses selbstgeritzte Glas von chrille, einem relativ neuem Leser ohne eigenen Blog, bekam.

Donnerwetter! Da bin ich richtig stolz drauf denn letzlich ist es ein Unikat.

Stammleser wissen ja, dass ich ganz tief in meinem Innern auch nur ein kleines, sensibles Frauchen mit romantischem Hang bin.   Da treffen solche Geschenke natürlich mitten ins Herz…

Deswegen sage ich an dieser Stelle auch: Herzlichen Dank, chrille!