Habe ich euch schonmal von meinen Erfahrungen als Testerin für ein Marktforschungsunternehmen berichtet? Ja, ich hab das früher mal gemacht. War ganz witzig und entlastete die teilweise strapazierte Haushaltskasse.
Getestet hab ich damals u.a. Waschpulver, das mir in 5-kg-Gebinden zugestellt wurde, ein neues Parfum einer bekannten Marke (kam leider nie auf den Markt, wahrscheinlich lags am Preis, aber es war schlicht umwerfend), Fruchtsäfte und Kaugummis (was den Lieblingssohn sehr freute) aber auch kleine Artikel wie Zahnbürsten, Zahnpasten und Slipeinlagen.
Alles, was ich damals zu tun hatte war die Produkte in Empfang zu nehmen, zu benutzen und anschließend auf einem vorbereiteten Bogen meinen persönlichen Eindruck vom Produkt abzugeben. Einmal im Jahr kam ein etwas umfangreicherer Fragebogen, den zu bearbeiten etwas mehr Mühe machte. Darin ein paar persönliche Fragen zu Alter und Geschlecht, Familienstand, Zahl der Kinder…) Das war soweit okay und gerechtfertigt um die richtigen Tester den neu zu erwartenden Produkttests zuzuordnen.
Irgendwann kamen Fragen, die ich nicht mehr beantworten wollte. Dazu zählten z.B. das relativ genaue Haushaltseinkommen, Miethöhe, Auflistung der Versicherungen, Besitz an Aktien und anderen Wertpapieren…ja, und so wurde ich zur Aussteigerin, ich hab den Leuten kurz und knapp mitgeteilt das ich unter diesen Umständen kein Interesse mehr hätte und sie gebeten mich als Testhaushalt zu streichen.
Das wars dann…seit etwa 10 Jahren teste ich nun nur noch für mich und auf eigene Kosten, aber soviel ist mir diese Freiheit wert…
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Wie ich zur Wieder-Einsteigerin wurde
Zehn Jahre… Sind 10 Jahre viel oder wenig Zeit? Die Antwort hängt vom Betrachter und seinen Lebensumständen ab, denn Zeit ist relativ. Ich kann für mich sagen, dass in dieser Zeit sehr viel passiert ist, insofern verging die Zeit für mich recht schnell und ich konnte mich an meine alten Erfahrungen noch recht gut erinnern, als ich neulich eine Nachfrage der dot-friends erhielt. Einem ersten Impuls folgend war ich erstmal in Abwehrstellung gegangen, hatte keine Lust auf ein Revival… Andererseits hatte ich mir auch meine jugendliche Neugier erhalten. Ich steckte also in einer Zwickmühle…
Ich grübelte. Testen sollte ich irgendwas mit Fotos… Nun ist Fotografieren mein jüngstes Hobby, auf das ich übrigens letztendlich durchs Bloggen kam und ich hänge mit entsprechendem Elan an dem Thema.
Was soll ich lange schreiben? Ich hab mich nach Einzelheiten erkundigt und las zu meiner großen Freude von keinerlei Verpflichtungen. Ein kleiner Testbericht wäre nett, müsse aber nicht sein.
Ich hab "Ja" gesagt. So wie damals bei Schatzi…
Dafür durfte ich mir bei Snapfish nach meiner Vorlage eine Fotokollage im Wert von 20 €uronen bestellen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mit derartigen Tätigkeiten noch keinerlei praktische Erfahrungen und war gespannt, welche stümperhafte Arbeit ich da mit meiner Vorlage verschicken würde. Ich ahnte Schlimmes, aber ich hatte mich ja zu nichts verpflichtet.
Nachdem ich einige Bilder hochgeladen hatte, wobei ich meinem Ruf als technisch- unbegabtes Frauenzimmer gerecht wurde und mich in der Benennung einzelner Ordner vertat, machte ich mich ans auswählen einzelner Bilder für die Kollage. Scheinbar hatte ich mich jetzt in das mir unbekannte Programm eingefummelt, denn das ging erstaunlich einfach…
Ich wählte ein Kollage mit Titel, gab diesen ein und komponierte das Farbspiel: Schwarzer Untergrund mit hellgrauer Schrift, das sieht schön edel aus… Eine Vorschau zeigte mit das fertige Poster, mit dessen Anordnung der Bilder ich aber noch nicht zufrieden war. Leider habe ich hier keine Möglichkeit gefunden außer über den Wechsel von Quer- in Hochformat, oder das Fortnehmen/Hinzufügen einzelner Bilder auf die Anordnung Einfluss zu nehmen. Ich habe mich dann durch diverse derartige Versuche an das meinen Wünschen am Nächsten kommende Optimum durch Probieren herangetastet. Mein Eindruck ist das hinter dem Ganzen ein Zufallsgenerator steht, aber da kann ich mich irren. Wahrscheinlich sprechen diese länger dauernden Versuche doch eher für meine technischen Unfähigkeit.
Wie auch immer: Ich hatte nach geraumer Zeit "meine" Kollage auf dem Bildschirm und nun gings ans bestellen. Dafür hatte ich einen Code bekommen, den ich nun an entsprechender Stelle ins Bestellformular eingab. Es passierte… nix! Der Code wurde nicht angenommen. Sowohl ein zweiter, wie auch ein dritter Versuch brachten dasselbe Ergebnis, der Code wurde nicht anerkannt, war ungültig.
Da der Code 16-stellig war und in 4 Felder zu je vier Stellen einzugeben war, brachte mir die Kopierfunktion recht wenig, ich saß da und tipperte ab. Immer wieder…
Irgendwann wurde es mir zu doof und fast schon hätte ich auf die Collage verzichtet, als mir die dot-friends wieder einfielen, die mir großzügig ihre Hilfe angeboten hatten. Ein kurzer Mailwechsel, der absolut zügig verlief, ließ mich plötzlich selber ahnen, was schief gelaufen war: Ich hatte beim Abtippern des Codes die "Null" mir dem großen "O" verwechselt, ich Doofi, ich! Zum Glück hatten die Leute bei den dot-friends Verständnis. Zumindest nach Außen. Wahrscheinlich haben die auch vor Lachen trommelnd aufm Schreibtisch gehangen. Aber das is ja auch egal, ich trage gerne zur Erheiterung meiner Umwelt bei…
Zurück zur Collage: Sie kam inzwischen an. Die 20 Freibilder, die ihr übrigens auch bekommt, wenn ihr bis Monatsende bei Snapfish bestellt, nach 2 Tagen in sehr guter Qualität. Die Collage dauerte etwas länger, sie kam nach 1 Woche. Schön gerollt mit dem Paketdienst der Deutschen Bundespost und in hervorragender Qualität.
Und weil das alles so hervorglänzend und problemlos verlief werde ich vielleicht doch mal wieder was testen. Schaun mer mal!
Ein Foto meiner Collage gibt es an dieser Stelle nicht, denn ich habe hierfür ausnahmslos Privatfotos gewählt, auf der sich noch lebende Personen befinden, die einer Veröffentlichung nicht zugestimmt haben. Ich bitte um Verständnis.