Jaja, ich weiss: Der Eine hat die Weinbergschnecke "zum Fressen gern" und setzt sich sonst nicht weiter mit diesen vermeintlich "niederen Kreaturen" auseinander. Sie sind ihm schlichtweg egal.
Andere kaufen in der Vorweihnachtszeit für ihren Liebling Adventskalender im Zoofachgeschäft. Natürlich bekommen Bello und Muschi nicht den gleichen Kalender, schließlich hat die Industrie hier bereits umsatzgeiffernd in die Zukunft gedacht. Also für jeden Einen: Einmal mit Fischmotiven und einmal in Knochenform. Natürlich alles aus edelster Hunde-/Katzenschokolade.
Ein Regencape für den kleinen Pinscher, vorzugsweise von Dog-D*or, oder ein animalischer Duft von Hot-Dog für die Hundedame… Es gibt nichts, was es nicht gibt.
Allerdings frage ich mich immer, ob diesen Tieren denn mit all diesen Herrlichkeiten wirklich ein Gefallen getan wird? Tiere sind Lebewesen. Sie atmen, können Freude und Schmerz empfinden. Deswegen sollten sie artgerecht gehalten werden. Ein Pinscher in einer 2-Zimmer-Wohnung ist okay, ein Bernardiner sicher nicht. Mich regt es schon auf, wenn ich in diversen Restaurants diese wunderschönen Koi-Karpfen in einem viel zu kleinen Becken schwimmen sehe.
Auf Ibiza sind wir über einen "Hippie-Markt" geschlendert auf dem ich, als alte 68-erin, den Begriff des Hippies neu definiert vorfand. Aber das ist eine andere Geschichte…
Was ich erzählen will, ist die Geschichte von Hunde-Mänteln/-Jacken/-Pullovern, die dort neben anderen Waren feilgeboten werden. Okay, ich hatte das aufm Hippie-Markt nicht vermutet, denn so verrückt waren nichteinmal wir Blumenkinder, wir wollten nur Frieden und freie Liebe. Nun ja… *räusper*….
Was ich auf diesem Hippie-Markt sehen musste verschlug mir allerdings die Sprache. Klickt das Bild zum Vergrößern an, damit ihr meinen Zorn versteht. Ihr seht 3 junge Hunde auf einem Verkaufstisch, etwa einen Meter über dem Boden, eingewickelt in diese "chicen" Hunde-Mäntel/-Jacken/-Pullover.
An diesem Tag hatten wir Temperaturen von 29°C. Die Tiere hatten nichts zu trinken und mit ihren kurzen Beinchen konnten sie nicht vom Tisch springen ohne sich evtl. zu verletzen. Sie hatten keine Leine um und waren trotzdem festgebunden. Gedanken von Folterungen drängten sich mir auf…
Natürlich ist das Ganze auf den ersten Blick recht niedlich anzusehen, mit Tierliebe hat das m.E. absolut nichts zu tun. Hier soll ganz offensichtlich und ausschließlich die Profitgier des Händlers befriedigt werden. Was sind wir bloß für eine Gesellschaft geworden?
Achja, ich hab da etwas übertrieben, denn nicht alle Hunde sind echt. Trotzdem schlimm genug, denn dies ist sicher kein Einzelfall.
Findest Du den/die Falschen?