Archiv für Mai, 2008

Manchmal bin ich wirklich mit Blödheit gesegnet

Sonntag, 11. Mai 2008

Manchmal bin ich doof. Dann brauch ich lange, um mitzukriegen was um mich herum vor sich geht. Manchmal bin ich auch richtig doof, dann brauch ich noch länger. Und manchmal, manchmal… aber lest bitte selbst:

Ich hatte euch ja voller Freude von meinen Bellis Perennis Pomponette berichtet und erst kürzlich schrieb ich noch über ein tierisches Vorspiel zwischen  Herrn und Frau Amsel und eben diesen Bellis Perennis Pomponettes, die der Herr Falk ja so liebt und weswegen ich den Namen hier extra für ihn und mehrfach erwähne. Doch das nur nebenbei…

Sie wollten ja eigentlich was über meine Blödheit erfahren.

Ich gestehe, ich habs nich so mit der Biologie und dem gefiederten Viehzeug, auch wenn ich sie ganz niedlich finde, hab ich sie trotzdem auch ganz gerne aufm Grill. Also jetzt nicht die Amseln, ich dachte jetzt mehr an Hühner, Enten, Gänse und so. Die Italiener sollen ja sogar Singvögel essen. Nee, also das is dann auch wieder nicht mein Ding. Aber ich schweife schon wieder ab…

Um es kurz zu machen: Der Herr Amsel hat meine Unkenntnis ausgenutz und mich … nun ja, ich sags mal, wie es ist: verscheissert hat er mich, jawoll!

StellenSe sich das mal vor, da geh ich morgens völlig unschuldig und der Ahnungslosigkeit verfallen  in meinem rosfarbenen, rüschenbesetzten Nachthemd aufn Balkon… und was muss ich sehen? Na, ahnenSe was?

Die Bellis Perennis Pomponette total auseinandergerupft, ein kompletter Kasten! Die, wahrscheinlich mitm Schnabel des Herrn Amsel abgeknipsten Blüten übern ganzen Balkon verstreut.

Aber, und nu kommts: Guck ich genauer hin, seh ich in diesem Chaos lauter kleine Läuse, die kess an den Stengeln rumklettern. Milliarden und Abermilliarden, sag ich ihnen!

Entsetzen zeichnete sich auf meinen ebenmäßigen Gesichtszügen ab, ich geriet in Panik, schrie laut auf, denn die waren wirklich in der Überzahl! Keine Chance hätt ich da alleine gehabt!

Zum Glück erschien Schatzi dann um sein Weib zu retten. Kreidebleich zeigte ich nur auf die Aggressoren um mich gleich darauf in seine starken Arme zu stürzen.

Schatzi konnte mich beruhigen. Es geht mir auch wieder gut, danke der Nachfrage.

Aber Schatzi hat ja nu auch Ahnung von Vögeln (habter etwa gedacht ich lass `den´ aus?) und Schatzi erklärte mir dann auch, das der Herr Amsel sich die Läuse wahrscheinlich schon vorher geholt hat um seine Brut zu füttern. Die wollten nämlich garnich bei uns brüten, die warn bloß scharf auf unsere Läuse, meint er…

Und ich hatte mich schon sooo auf die Küken gefreut…

Muttertag

Samstag, 10. Mai 2008

Stammleser wissen von meinen Lieblungssohn. Jawoll, ich bin Mutter! Unheimlich gerne sogar.

Der Lieblingssohn ist ein absolutes Wunschkind. Einige Hürden mussten genommen werden um ihn zu bekommen. Umso größer war dann die Freude, als wir ihn endlich hatten.

Inzwischen ist er ein Ende größer als ich und der Gedanke an Umtausch oder Reklamation kam uns nie in all den Jahren. Naja… okay… es gab Tage, da fragte ich mich ob "Mama" vielleicht ein Schimpfwort ist?  Wenn man dieses Wort geschätzte 3.587 mal am Tag hört, kommen solche Gedanken schon und man wünscht sich ganz egoistisch eine Großpackung Ohrstöpsel nur für sich alleine…

Der Fairness halber sei aber auch an die vielen Momente erinnert, in denen ich einfach nur Mutterglück empfinde, das ich dann auch sehr bewusst genieße. Auch heute noch. Dreihundertvierundsechzig Tage im Jahr. Mindestens.

Und deswegen möchte ich mich beim Lieblingssohn bedanken. Ohne ihn wäre ich nicht Mutter, könnte dieses Glück nicht genießen.

Ich danke Dir, mein Lieblingssohn, knuddel  Dich ganz doll und wünsche mir noch recht viele Jahre das Gefühl Mutter des besten Sohnes der Welt zu sein!

Ich hab Dich lieb.

Moment mal!

Samstag, 10. Mai 2008

Kaum zu glauben, daß Mann in nur 2 Minuten eine derart geile Performance hinlegen kann!

*Klick* … und unbedingt bis zum Ende anschauen!

“Setzen. Sechs!”

Donnerstag, 8. Mai 2008

Diese zwei kleinen Worte können das Leben eines Schülers total erschüttern. Ich spreche aus Erfahrung und erinnere mich noch genau, was ich damals dachte: "Scheiße!" Nicht mehr, aber auch nicht weniger…

Doch der Reihe nach:

Es geschah in der siebten Klasse im Geografie- Unterricht. Ich war dreizehn und pubertierte wie wild, hatte überall Pickel, besonders aufm Rücken. Das war dumm, denn dort kam ich zum Aufkratzen mit meinen kurzen Armen so schlecht hin. Die Dinger juckten und ich hätte doch so gerne… der Busen piekte …

Weiterlesen? *Klick*

Abtörner meiner Kindheit

Donnerstag, 8. Mai 2008

Als ich neulich so in meinem Ohrensessel saß und über meine Kindheit sinnierte, fielen mir ein paar Abtörner ein, die ich für typisch erachte:

Da waren z.B. die sonntäglichen Spaziergänge mit meinen Eltern im "Sonntagskleidchen", ("nich schmutzig machen!") oder diese mit Mamas, bzw. Omas Spucke angefeuchteten Stofftaschentücher, die mir den Dreck aus dem Gesicht rieben, aber auch die Aufforderungen "Gib Tante Mechthild mal n Küsschen!" (Tante Mechthild küsste feucht nass…) oder die Haut auf der abgekochten Milch, von gekochter Hühnerhaut im Hühnerfrikassee bei Tante Elfriede ganz zu schweigen…. Toppen tat den nur noch der gekochte Hühnerhals, der dekorativ und zum abschlürfen bereit in der Suppe bei Frau B. kredenzt wurde… Eindeutig Abtörner Nr. 1 in meiner Kindheit!

Kratzige Röcke, Kleider, Pullover begleiteten mein Erwachsenwerden, dabei war es doch "gute Wolle die so schön wärmte"… Kniestrümpfe, die mir die Waden einschnürten… ich könnte ewig so weiterschreiben, aber ihr sollt mir ja auch noch ein paar Beispiele nennen.

In die Kommentare, büdde!

Tatar und so…

Mittwoch, 7. Mai 2008

Kennt ihr dieses Gericht? Rohes Hackepeter, alternativ rohes Schabefleisch, wird mit Salz, Pfeffer, kleingehackter Zwiebel und einem rohen Eigelb vermengt. Das ganze ist vom Geschmack her herzhaft und wird auf nem Brötchen oder möglichst frischem Brot gegessen. 

Mir ist auch bekannt, dass einige Leute rohe Leber essen. Wohl nicht in Riesenstücken, aber immerhin. Das soll wohl blutbildend sein, lässt mich aber immer an Graf Dracula denken…

Das Schwierigste an der Pubertät sind die Eltern

Dienstag, 6. Mai 2008

Es gibt einen Lebensabschnitt im Leben der meisten Menschen, der ohne Übertreibung als absolut schwierig bezeichnet werden kann:

Betroffen sind Männer und Frauen zwischen Dreißig und Fünfzig, ein Alter in dem man von der Gesellschaft normalerweise schon als "gemäßigt" angesehen wird. Die "Jugendlichen Flausen" sind zwar vielleicht noch hier und da vorhanden, aber aufgrund der inzwischen selber ins Leben gesetzten Kinder ist ein gewisses Verantwortungsgefühl der Brut gegenüber entanden.

Und so geben wir liebenden Eltern dann gerne auch unsere Lebensweisheiten an unsere Kinder weiter. Solange wir noch jung genug sind (bis maximal 40) geht das auch alles gut und unsere lieben Kleinen entwickeln sich prächtig. Dann aber kommt der Punkt, an dem wir einfach zu alt sind. Unsere geistige Flexibilität lässt innerhalb kürzester Zeit nach und die armen Kinder müssens ausbaden…

Es beginnt mit dem Nachlassen des Kurzzeitgedächtnisses: Warum müssen Eltern ab 35 immer wieder an die gleichen Dinge erinnern? Gebetsmühlenhaft nerven sie ihre Kinder mit ständig wiederkehrenden Bemerkungen:

Wo gehst Du hin?

Wo kommst Du her?

Nimm den Müll mit!

Komm pünktlich nach Hause!

Hast Du schon den Müll runter gebracht?

Räum Dein Zimmer auf!

Mach die Musik/ den Fernseher leise!

Rauchst Duhu???

Hast Du etwa getrunken?

Nimmst Du Drogen?

Nimm das Base-Cape wenigstens beim Essen ab!

Räum jetzt endlich Dein Zimmer auf!

Das nächste Mal bringst DU aber den Müll runter!

u.s.w., u.s.f…

Wenn es soweit mit uns Eltern gekommen ist, dann wird es richtig schwierig für unsere Kinder, die ja nun auch zum Glück das passende Alter erreicht haben, damit wir es Ihnen aber auch so wirklich richtig peinlich machen können: Eine liebevolle Umarmung mitten in der Öffentlichkeit, evtl. verbunden mit einem liebevollen Küsschen, wohlmöglich wenn auch noch ihre Freunde zugegen sind…, oder eine einfache liebevolle, öffentliche Umarmung der Eltern (untereinander!) führen oftmals zu Verwirrung. Überhaupt: Die Art und Weise wie wir mit unseren Gefühlen umgehen ist aber auch sowas von uncool…

Wir Alten, langsam zur Senilität neigenden Eltern machen unseren nun heranwachsenden Jugendlichen große Sorgen. Denn auch wenn wir ihnen jetzt häufig als Last erscheinen, irgendwo brauchen sie uns doch, außerdem sind sie auch noch finanziell von uns abhängig. Das nervt sie verständlicherweise enorm und aus dieser Zwickmühle heraus werden sie unsicher (was sie natürlich nie zugeben würden, denn das wäre ja nun auch total uncool).

Unsicherheit wirkt konfliktverschärfend… Unsere Kinder brauchen professionelle Hilfe, denn wir haben sie inzwischen fast krank gemacht. "Klassische pubertätsbestimmtes Verhalten" diagnostiziert dann auch der hinzugerufene Medizinmann.

Die hormonelle Umstellung ihres junges Körpers , die sie das andere Geschlecht plötzlich mit anderen Augen sehen lässt, das wegrutschen der jungenhaften Stimme, der erste Liebeskummer, all  das bricht plötzlich über unsere Kinder herein. Eitrige Pickel, die nichtmal vorm Gesicht halt machen…

Dafür haben wir Alten ja nu gar kein Verständnis: Mama bereitet sich schließlich gerade selbst ausgiebig auf ihre Menopause vor und Papa blickt auf die vorletzte Stufe seiner Karriereleiter, wobei sein Gleichgewichtssinn aufgrund des gerade einsetzenden zweiten Frühlings ins Wanken gerät. Ja, Papa wird wankelmütig, trägt wochentags Anzug mit Krawatte und in der Freizeit Leder auffer Harley. 

Herrliche, schöne, verrückte aber auch schwierige Jahre sind das so zwischen Dreißig und Fünfzig.

Das dachten sich wohl auch Tina und Rüdiger. Und weil sie so total uncool drauf sind, haben sie einem neuen Blog das Leben geschenkt, den geplagten Eltern. Hier versuchen Tina und Rüdiger die Erlebnisse mit ihren Teenies aus ihrer Sicht zu zeigen, die natürlich total falsch ist. Die beste aller Töchter und der beste aller Söhne kommentieren dann auch aufklärend um die beiden Alten wohlwollend zu unterstützen und zu lenken.

Is doch schön, wenn die Kinder sich um die alten Eltern kümmen…

Berliner Glanzlichter

Dienstag, 6. Mai 2008

Das Bild ist absolut unbearbeitet und durch Zufall entstanden.

Kann mir einer der mitlesenden Hobby-, Amateur-, Profi- oder belesebrillten Pressefotografen eine Erklärung für diesen Effekt geben?

Kuppelshows im TV

Sonntag, 4. Mai 2008

Eigentlich dacht ich ja nach "Landmann sucht Frau" oder wie das hieß, es könne nicht mehr schlimmer kommen.

Ich irrte! Zutiefst zerknirscht gestehe ich: Es kommt schlimmer! Viel schlimmer sogar, denn jetzt sucht sogar der wohlhabende blaubütige Adel seine Herzdame via Fernsehen.

Stellen Sie sich mal vor, die Comtessa aus Hintertupfingen, welche in den Wirren des letzten Weltkrieges ihr Kind auf dem Felde bei aufkommendem Gewitter gebar, das wiederum dann ohne Papiere in einem Waisenhaus nahe der Grenze aufwuchs, kann nun endlich im Fernsehen live miterleben, wie ihre uneheliche Enkeltochter endlich wieder in die "alten" Adelskreise einheiratet. Ich bin mir sicher: Geschichten von Hedwig Kurz-Maler, Inka Rinnström oder ihresgleichen werden zu Plattitüden nach diesem Mega-Event.

Hach… und auch die Männer! Gutaussehend, voller Charme -und wie ich mal vermute, muskulös, braungebrannt, humorvoll – mindestens. Wahrscheinlich knackärschig. Geld in Hülle und Fülle. Morgens werden die Damen zum Wecken mit einer roten Rose an den Lippen gestreichelt… Zärtlich raunen die Herren ihren Ladies Worte ins Ohr, die ihnen eine angenehme Gänsehaut bescheren…

Schade. Ich bin ehelich, meine Mutter kennt meinen Vater (und umgekehrt), ich komme aus Sch**ß-normalen, bürgerlichen Verhältnissen, mein Opa war Droschkenkutscher. Meine Chance auf ein Leben in den, ach so feinen, "besseren Kreisen" tendieren gen Null.

Warum bitte, soll ich mir diese Shows ansehen, wenn ich doch keinen dieser smarten Herren abkriege? 

Nie, nie, nie wird mich einer von denen nehmen! 

Ein tierisches Vorspiel

Freitag, 2. Mai 2008

Herr Amsel ist in der Balz und beobachtet unseren Balkon. Zur Zeit eifrig damit beschäftigt, meine Bellis Perennis Pomponetten auseinanderzunehmen, hat er bereits ein tiefes Loch im Kasten hinterlassen. Mir wärs Recht, wenn er seine Amseldame wieder zum Brüten auf unseren Balkon lockt, wie er das ja vor 2 Jahren schon einmal gemacht jat. Damals hatten wir unglaublich viel Spaß mit den Amselküken.

Nun bin ich mal ein wenig herumgesurft und habe Doppelhäuser zum Nisten für Spatzen gefunden. Es gibt eben nix, wasses nich gibt! Falls jemand Interesse hat, möge er bitte hier klicken.