Archiv für Juli, 2007

Mir gefällts…

Freitag, 27. Juli 2007

Ich sah sie an, sie gab mir den Blick zurück;
und wir fassten uns mit den Augen bei den Händen.

Kurt Tucholsky (1890-1935)

Katja

Donnerstag, 26. Juli 2007

Erinnert ihr euch noch an meine Jugendsünde und Peter H.? Aus gegebenem Anlass möchte ich heute daran anknüpfen…

Katja ging auch in diese Klasse und vielleicht erinnert sie sich sogar noch an diesen Amerika- Aufsatz, von dem ich damals schrieb. Ich werde sie gelegentlich fragen, denn ich habe Katja wiedergefunden. Stayfriends hats möglich gemacht und dafür möchte ich mal ganz herzlich "Danke" sagen.

Es war ein langes und sehr herzliches Telefonat. Vieles ist in den Jahren, die wir keinen Kontakt mehr hatten, passiert. Wir haben ausgemacht uns unbedingt bei nächster Gelegenheit wiederzusehen. Katja wohnt inzwischen etwa 400 km von Berlin entfernt, was das Unternehmen etwas schwieriger, aber nicht unmöglich macht.

Und jetzt das Tollste: Katja hat noch Fotos aus jener Zeit. Eines davon veröffentliche ich hier zu eurer Belustigung mal und bin gespannt, wer mich als Erste(r) erkennt…

Elas Verwirrtaktik

Mittwoch, 25. Juli 2007

"… Auf deine Analyse bin ich sehr gespannt…" schreibt mir Frau Ela und hofft, mich mit dem mitgesandten Foto ihrer Klorollen verwirren zu können, Reichtum vorzugaukeln…

Nix da, Frau Ela, mein psychologisch geschultes Auge hat auch ihre finanzielle Situation sofort und mit nur einem Blick erfasst…

Halten wir zunächst fest, das nicht die Anzahl der Rollen Aufschluss über Wohlstand gibt. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Serie "Six Feet Under", bzw. an deren Untertitel, den wir hier in abgewandelter Form wiederfinden: Gestorben Gewischt wird immer!

Betrachten wir die Rollen also im Einzelnen:

Unterschiedlich in der Farb- und Aufdruckgestaltung. Sieht erstmal nach "schwelgen" aus und erinnert an Onkel Dagoberts Geldbäder… In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um "Auslaufmodelle", Restbestände, reduzierte Einzelteile quasi, die billigst unters Volk geworfen werden. "Andrucke" sind auch denkbar…, vielleicht sogar "Warenproben" von Elas Arbeitsplatz. Ehrlich erworben, selbstverfreilich! Ja, ich hab früher auch Jeans als "Gebrauchsmuster" bekommen, ich kenn die Tricks der Lieferanten…

Zurück zu Elas Papier: Als ich dieses Foto bekam, dachte ich unwillkürlich an das angeschlagene und unkomplette Service in Tante Mechthilds Küchenschrank. Das für "alle Tage" und "unter uns".

Letzte Zweifel, die den unwissenden Leser nun beschleichen (könnten) nimmt ein genauerer Blick auf das Umfeld der durchaus künstlerisch drappierten Rollen: Hier wird gespart, bis die Schwarte kracht. Das Papier zählt nur 3 Lagen. Nichtmal der Strom zum Blitzen des Fotos konnte finanziert werden, es wurde offenbar extra auf Tageslicht gewartet und dieses dann optimalst auszunutzen versucht.

Erfreulich hingegen die Elasche Ordnung und Sauberkeit. Der Jutevorhang ist am Waschbrett wieder richtig schön sauber geworden, auch das Fensterbrett wird nicht von toten Fliegen geziert und die Scheibe ist noch lichtdurchlässig.

Fazit: Arm, aber glücklich! Konto im Minus, aber immer auf der Suche nach ner Möglichkeit, dieses zu ändern. Meinen Respekt hierzu, liebe Frau Ela!

Les Neris und die Rosenblätter

Dienstag, 24. Juli 2007

Kaum zu glauben: Kaum is der Neri Ossi, da trumpft er in bester Wessi- Manier auf: Rosen ohne Dornen, dafür aus superzartem, fluffigem Tuff, geprägt in edelstem Blaudruck, hängt er seiner Liebsten an die Rolle!

Das soll noch einer sagen, Studenten wären bettelarm. Vier Lagen konnte ich zählen! emoticon

Liebe Neris, um dieses Wischvergnügen beneide ich euch nun wirklich! emoticon

Geschätzter Kontostand der Neris: Tiefstes, aber edelstes Rubinrot. Wahrscheinlich Herzchen  statt Ziffern aufm Konto… emoticon

Unschuldig, Euer Ehren!

Dienstag, 24. Juli 2007

Teil II

Wir befinden uns im Streit mit der niederländischen Justiz, deren Recht in diesem Fall gilt und von dem wir keinerlei Ahnung haben…

Ist ein Berliner Anwalt sinnvoll? Für uns sicher bequem, so wir denn einen finden, der sich mit niederländischem Recht auskennt… Der Gerichsstand ist Holland, also lieber einen holländischen Anwalt hinzuziehen? Wer von denen spricht Deutsch? Fragen über Fragen, die wir nun an unsere Rechtschutzversicherung weitergeben…

Die Zeit drängt, die Frist rückt immer näher. Die Rechtschutzversicherung handelt unverzüglich, benennt uns eine holländische Anwaltskanzlei mit Dolmetscher, die sich auf derartige Fälle spezialisiert hat und erklärt die Kostenübernahme. Wenigstens etwas.

Ein kleiner Auszug aus dem Versicherungsschreiben: "…Schon jetzt möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, daß die Rechtsverfolgung im Ausland besonders zeitraubend ist, ohne daß wir oder die von uns beauftragten Stellen dies beeinflussen können. Haben Sie bitte Geduld…."

Ein reger Schrift- und Telefonverkehr zwischen dieser Anwaltskanzlei, dem Inkasso- Büro, der Staatanwaltschaft und uns beginnt, denn das Frage- und Antwort- Spiel fängt jetzt erst richtig an. Die Staatanwaltschaft zweifelt unsere Aussagen an, will Zeugen benannt haben. Ein Verhandlungstermin beim zuständigen holländischen Bezirksgericht wird festgesetzt. 

Ja, was heißt hier Zeugen? Was weiß ich, wer uns an jenem unheilschwangeren 1. April hier in Berlin gesehen hat? Wir wissen ja nichtmal mehr wo wir überhaupt waren. Aber in Berlin waren wir, und unser Auto auch. Das ist alles n großer Irrtum! Ehrlich! Wir weisen die Beschuldigungen weiter von uns, möchten das Beweisfoto von der Staatsanwaltschaft sehen und schicken ein Foto von unserem Auto, auf dem das Nummernschild und weitere markante Merkmale gut zu sehen sind. Dieses Auto kann nicht auf dem Foto der Staatsanwaltschaft sein!

Am 10. Oktober schreibt das Inkassobüro auf seinem hübschen bunten Papier unter der Überschrift: "Entscheidung des Staatsanwaltes":

"Het in het beroepschrift gestelde ist voldoende aannemelijk geworden, zodat de beschikking niet in stand kan blijven. De officier van justitie vernietigt daaromde bestreden beschikking en stelt het te betalen bedrag op nihil.

Om technische redenen is hieronder een acceptgiro afgedruckt. Deze behoeft niet te worden ingezonden."

Darunter eine Wiederholung seines 1. Schreibens mit dem Vorwurf der Verkehrsüberschreitung um 6 Stundenkilometer mit auf "Null" gesetzter Forderung.

Nochmal 10 Monate später. Jener 1. April liegt mittlerweile fast auf den Tag genau 17 Monate zurück und wir schreiben den 29. August, inzwischen ist der €uro eingeführt, erhalten wir Post von unserer Anwaltskanzlei.

Man teilt uns mit, das "die Sache seponiert worden ist"…

Was immer das bedeutet, nach Holland werden wir so schnell nicht fahren. Schade eigentlich. Soll ja ein hübsches Land sein. Amsterdam mir seinen Grachten und Coffeeshops, der Keukenhof mit seinen herrlichen Tulpen… Die züchte ich mir nun auf der Fensterbank, denn auf all das verzichten wir jetzt gerne.

Auf eine Wiederholung haben wir nämlich wirklich keinen Bock…

Susi ist volljährig!

Montag, 23. Juli 2007

Ihr Kinderzimmer hat sie abgeschlossen, den Schlüssel in den Graben geworfen, Pubertätsprobleme hinter sich gelassen. Zarte, pickelfreie Haut umrahmt ihr hübsches Gesicht. Aus der kleinen Susi ist eine große Susanne geworden.

Anlass genug zu Feiern. Zur Einweihungsfete ihres neuen, in hübschen rot-grün gehaltenem, Domizils, mit Schampus bitte hier entlang…

Schon wieder ein Gewinn!

Montag, 23. Juli 2007

 

Ich bin ein Glückskind! Nachdem ich gerade den Sieg beim Blogkalender für das Augustbild verkünden konnte, wurde ich heute früh, während ich noch in meinem neuen grauen, blümchengemusterten und berüschtem Nachthemd weilte, mit der Nachricht des Gewinnes eines Hörbuches (Raven: Schattenreiter) bei Laut flimmernd überrascht.

Freunde, das Leben ist schön! Ich danke sehr und freue mich maßlos!

Unschuldig, Euer Ehren!

Sonntag, 22. Juli 2007

Ich kann kein Holländisch. Ich kenn auch niemanden, der Holländisch spricht, oder besser noch: lesen und übersetzen kann…

Das ist im normalen Leben auch völlig unerheblich. Aber das Leben besteht nunmal nicht nur aus "normalen" Situationen…

Im Briefkasten befand sich die Zahlungsaufforderung eines holländischen Inkassobüros über… (darüber später mehr…)

Das Inkassobüro teilte uns per Bescheid vom 27. Juni mit, wir hätten uns am 1. April mittags um 12.00 Uhr der "Overschrijding van de Maximumsnelheid op Autoasnelwegen, Wegwerkzaamheeden (Bord A3) tot en met 10 km per uur" schuldig gemacht.

Versanddatum des Bescheides war der 27. Juni, erhalten haben wir ihn bereits am 23. Juni…

Nun zu den Zahlen:

"Auferlegte Strafe zum 8. August NLG 170,– . Bezahlen Sie rechtzeitig, vermeiden Sie eine Erhöhung… Strafe nach der 1. Erhöhung: NLG 212,50… Strafe nach der 2. Erhöhung: NLG 318,75"

Eine hübsche Steigerung, die einem da gleich im 1. Bescheid angedroht wird.

Zumal, wenn man seit Jahren nicht in Holland war, das Auto an besagtem Tag auch nicht verliehen, vermietet, oder sonstwas wurde, sondern brav vor dem kroetengruenschen Anwesen stand.

Der Bescheid sieht wirklich amtlich aus, wenngleich es sich eigentlich nur um einen Aprilscherz handeln kann, worauf eigentlich der Zeitpunkt der Tat hinweist…

Das Ganze ist mehr als seltsam. Haben wir da Post von irgendwelchen Gaunern im Briefkasten, die uns ausnehmen wollen und mit Formularen arbeiten, die amtlich aussehen? Vielleicht ist dieser Brief ja doch nicht echt?

Ein Anruf bei der Kripo bringt (erstmal) Licht ins Dunkel: Von Betrügereien dieser Art sei momentan nichts bekannt, wohl aber wäre es in Holland üblich geblitzte Verkehrssünder auf diese Art zur Kasse zu bitten. Man rät uns das Inkassobüro anzuschreiben und auf den Irrtum aufmerksam zu machen.

Haben wir getan.

Antwort kommt von einem holländischen Staatsanwalt. Er möchte einige private Details zur Person des Fahrzeughalters wissen, anders kann nicht bearbeitet werden. Und er setzt eine Frist von 3 Wochen. Unter normalen Umständen wohl akzeptabel, aber die Post von und nach Holland dauert etwa je 1 Woche.., somit bleibt uns maximal 1 Woche…

Wir befinden uns im Streit mit der niederländischen Justiz, deren Recht in diesem Fall gilt und von dem wir keinerlei Ahnung haben…

Teil II

Ich bin eine Siegerin!

Sonntag, 22. Juli 2007

Gewonnen habe ich! Mein Beitrag zum Blogkalender für den Monat August 2007 wurde für würdig befunden den 1. Platz zu belegen. *Brusttrommel*

Mein Dank geht an alle, die mich gewählt haben, sowie an ela und eller82, die diese schöne Aktion ins Leben gerufen haben und seit nunmehr 9 Monaten mit sehr viel Liebe und Fleiß betreuen.

Das Bild ist in unserem letzten Urlaub vor etwa 3 Monaten auf Kreta entstanden und ich habe es seitdem als Desktopbild auf meinem Rechner. Auf mich wirkt es einfach nur entspannend und beruhigend, ich hör beim Draufblicken förmlich das Wellenrauschen…

Blitzlichtgewitter…

Samstag, 21. Juli 2007

… bin ich auf dem Catwalk gewohnt. Nee, ehrlich: das regt mich nicht mehr auf… Da stumpft frau mit der Zeit ab.

Was mich aber aufregt, ist die Karte aus Finnland von CeKaDo, auf der doch tatsächlich ein Blitzkasten zu sehen ist. Noch aufregender ist CeKaDos Text, er schreibt:

"Umseitig ein kleiner Eindruck aus Finnland:

Pro qkm =2 Einwohner, o,5 Autos, 24 Elche, 300 m Straße, 2465 Blitzkästen

oder so :-) "

Ich meine, das wird vielleicht etwas übertrieben sein, lässt aber eine gewisse Tendenz erkennen, die irgendwie nicht unbedingt tourismusfördernd sein dürfte.

Wann und aus welchem Anlass seid ihr das letzte Mal geblitzt worden? Gabs vielleicht sogar Punkte in Flensburg? Und was hat der Spaß gekostet?