Nein, dieses Blog wird auch weiterhin nur im absoluten Ausnahmefall politisch werden. Nicht, weil es seiner Autorin an eigener Meinung fehlt, sondern einfach weil dieses Blog der Entspannung dienen soll.
Und entspannend ist Politik nunmal nicht. Eher spannend führt sie immer wieder zu zahlreichen hitzigen Diskussionen, die oftmals über den verbalen Schlagabtausch hinausgehen und/oder gar unter die Gürtellinie zielen.
Ich erzähle dies, weil mich ein Gespräch neulich Abend über diese Thematik nachdenken ließ. Mein wesentlich jüngerer Gesprächspartner bemängelte dabei, das seine Generation wenig über politische Hintergründe der Zeitgeschichte wüsste und es ihr damit schwierig gemacht werde, sich ein eigenes Urteil zu erlauben. Er bemängelte auch, keine älteren Leute zu kennen, die bereit wären über ihre politische Vergangenheit zu reden. Sowas finde ich nun wirklich schade. Gespräche mit Zeitzeugen runden ein Bild ab, zeigen die menschliche Problematik jener Zeit, jenseits der großen Weltpolitik.
Ich habe gerade Anonymas Buch "Eine Frau in Berlin" gelesen. Es entstand nach den Tagebuchaufzeichnungen einer damals etwa 30-jährigen Frau in der Zeit des Einmarsches der Roten Armee vom 20.4.- 22.6.1945, hier in Berlin.
Wie sind eure Erfahrungen in dieser Hinsicht? Interessiert ihr euch für Zeitgeschichtliches und habt ihr Gelegenheit, mit Zeitzeugen darüber zu reden, bzw. wo informiert ihr euch?
Zum Schluss noch ein Linktipp: http://www.dhm.de/lemo/home.html Hier erfahrt ihr alles, was in den letzten hundert Jahren in Deutschland passiert ist. Vom Kaiserreich bis heute. Übersichtlich und reichhaltig bebildert.