Wenn Gott eine Frau wäre…
Donnerstag, 27. April 2006
…wäre nach dem "Es werde Licht" erstmal ein "Mein Gott, wie sieht’s denn hier aus?! gekommen.
Heute ist Aufräumen angesagt, ihr entschuldigt mich?!?
…wäre nach dem "Es werde Licht" erstmal ein "Mein Gott, wie sieht’s denn hier aus?! gekommen.
Heute ist Aufräumen angesagt, ihr entschuldigt mich?!?
Im Winter konnte man auf der Rudower Höhe wunderbar Schlitten fahren und auf besagtem Teich Schlittschuh laufen. Zwar besaß ich eigene Schlittschuhe (ein Geschenk meiner canadischen Tante), aber auf den Teich durfte ich dennoch nicht, weswegen ich meinen Eltern oft zürnte.
Schneeballschlachten fallen mir ein. Und nasse Schuhe. Gerodelt wurde in normaler Straßenkleidung und wenn die nass war gings ab nach Hause. Sollte es zumindest. Hab ich mich aber nie nach gerichtet. Marina übrigens auch nicht. Wenn wir total durchgefroren waren gingen wir zu ihr nach Hause. Dort war noch richtig Großfamilie angesagt, 3 Generationen unter einem Dach.
Ihre Oma war ne tolle Frau, hatte ganz starkes Rheuma und konnte ihre Finger kaum bewegen. Trotzdem hat sie hat sich hingesetzt und uns Puppenkleider genäht. Natürlich mußten wir helfen. Auf die Art und Weise wurde ich an Nadel und Faden herangeführt. Einen Puppenrock, den wir zusammen genäht haben besitze ich heute noch. Die Puppe übrigens auch. Werde ich mal bei Gelegenheit fotografieren und euch zeigen.
In diese Rudower Zeit fällt auch Herr J., ein knochiger alter Grundschullehrer, den man schon damals wegen Personalmangels auf unserer Schule aus dem Ruhestand zurückbeordert hatte. Die junge Lehrerin, die uns vorher unterrichtete ging aufgrund mangelnden Sexualkundeunterrichtes in den Schwangerschaftsurlaub. Herrn J. verdanke ich folgende Strafarbeit: Schreibe 100 x “Ich darf mich nicht mit fremden Federn schmücken”. Was passiert war? Ich trug ein kleines silbernes Ahornblatt an meiner Halskette. Ein Geschenk meiner o.g. Tante. Nun hängen ja Ahornblatt und Canada zusammen wie Schule und Lehrer, nicht aber für Herrn J.! Einen Berliner Bären hätte er ja noch geduldet, aber sowas? Wo waren wir denn? Doch wohl nicht in Canada! Strafarbeit, so! Dämliches Flockenkind, kann dich sowieso nicht leiden! Ab inne Ecke!
Auch mein Bruder wurde damals geboren. Ich war unheilmlich stolz auf ihn, fühle mich wie eine kleine Mutti, liebte ihn abgöttisch und verteidigte ihn gegen Alles und Jeden. Sechs Jahre war ich alt, als er geboren wurde.
Nein, nicht bei mir, aber da kann frau doch mal neugierig beobachten, wie das geht. Die Mischung machts eben! So gesehen schlecht bei kroetengruen.de umzusetzen, aber dennoch Anlaß genug, ein ganz herzliches "Happy Birthday!" nach New York zu schicken. Was ich hiermit gerne, aber nicht ohne Neid tue. Von wem ich rede? Von dem hier.
Die Bewerbungsfrist für den Sitzpinkleraward läuft am Sonntag, dem 30. April 2006 ab. Das ist der kommende Sonntag, 23.59 Uhr.
Sollte also noch jemand von euch Lust an der Teilnahme verspüren kann er seine Bewerbung noch einreichen. Sämtliche Informationen zu bisher eingegangenen Bewerbungen und Nominierungen könnt ihr noch einmal nachlesen, wenn ihr auf den Button klickt.
Die Nominierungsliste vom 25. März behält ihre Gültigkeit, sie wurde und wird weiterhin aktualisiert.
Ohne jden Zweifel gibt es wirklich gut gemachte Podcasts. Was mich beschäftigt ist die Frage warum die Anzahl der Podcaster immer größer wird.
Wie erklärt sich dieses Phänomen?
Ich sags gleich vorweg: Mein Ding ist es nicht. Alleine das technische Equipement. Ich bin ne Frau! Frauen und Technik haben sich seit Menschengedenken nicht miteinander vertragen. Aber gut, das ist die eine Seite. Wenn ich mir nun mal vorstelle ich wäre ein Mann, ja dann…wäre ich wahrscheinlich viel zu faul um des ganzen Aufwand zu betreiben der zum Podcasten notwendig ist.
Ich hab mich mal ein wenig umgehört und hörte Geschichten bis hin zu vorher geschriebener Drehbücher. Macht sicher Spaß so ein Drehbuch zu schreiben, besonders wenn man es mit mehreren Leuten gemeinsam macht. Aber zeitaufwändig, also nix für mich.
Als nächstes das Ganze auch noch verbalerotisch festhalten. Kann auch nicht jeder, weil einige Mitmenschen leider mit einer Stimme gestraft sind welche eher das synchronisieren eines Trickfilms erlaubt. Stimmmäßig liege ich irgendwo dazwischen, wäre also fraglich ob Interesse bei euch besteht. Auf alle Fälle wieder zeitaufwändig und damit wieder nix für mich.
Umgekehrt, also als Hörer, bin ich gezwungen einem Podcast meine ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken. Da ist zum Einen die oft schlechte Tonwiedergabe, welche sich rein technisch gesehen auch für mich plausibel erklären läßt. Auf diesen technischen Durchblick meinerseits bin ich stolz und bitte ausdrücklich um Beachtung! Andererseits muß ich mich minutenlang einem Monolog konzentriert hingeben. Das is ja nun mal schon absolut und überhaupt garnix für mich! Nicht das ich was gegen Monologe hätte, ganz im Gegenteil! Es kommt nur drauf an, wer sie hält…wenn Sie verstehen 
Das wär natürlich ne Idee meinem akkustisch-exhibitionistischem Trieb nachzugeben… Geht aber auch nicht, weil: dann müsste ich laut Wikipedia ein Mann sein.
Leute, das Leben ist kompliziert!
Als ich noch jünger war hasste ich es auf Hochzeiten zu gehen. Meine beiden Großmütter und alle möglichen Tanten drängten sich immer um mich, piekten mich in die Seite und kicherten: "Du bist die Nächste! Du bist die Nächste!"
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Sie haben erst mit dem ganzen Mist aufgehört als ich anfing bei Beerdigungen dasselbe zu machen.
Marina lernte ich bei der Einschulung kennen. Die gesamte Grundschulzeit gingen wir in dieselbe Klasse, in die übrigens auch Kurtchen ging, und wurden “Busenfreundinnen” auch wenn wir damals noch…na, ihr wißt schon…
Die Geschichte spielt mal wieder in Rudow, diesem Berliner Vorstadtbezirk in dem ich 7 Jahre meiner Kindheit verbrachte. Es war wirklich eine schöne Kindheit, die ich da genießen konnte. Überall waren noch Felder und Wiesen, kleine Häuser, in denen wir wohnten. Maximal 2 Familien unter einem Dach. Da Marina und ich weit auseinander wohnten, besuchten wir uns meist Mithilfe unserer Fahrräder. Ansonsten sahen wir uns täglich in der Schule oder machten gemeinsame Ausflüge. Ich erinnere mich, wie wir während eines Gewitters in Badeanzug und Badekappe auf den Rädern in Richtung Freibad fuhren. Immer neben der Staßenbahn her, der es nicht gelang uns abzuhängen. Im Freibad angekommen ließ man uns natürlich nicht ein. Egal, wir waren ja schon naß!
Ein andermal zogs uns auf die “Rudower Höhe”, einem Schuttberg der wohl zum großen Teilen aus abgetragenen Nachkriegsruinen bestand. Von oben konnte man rüber nach Adlershof sehen, über den damaligen Grenzstreifen bis hin zu den Studios des DDR- Fernsehens.
Weiter unten gab es einen kleinen Tümpel in dem unheimlich viele kleine Frösche quakten. Marina wohnte in Sichtweite dieses Tümpels und so verbrachten wir viele Stunden damit, mit Eimern bewaffnet, Frösche und kleine Kaulquappen zu fangen und gegen eine Gruppe Jungen zu verteidigen, die ebenfalls fingen und aber Schlimmes mit den armen Tierchen vorhatten. Ihr kennt diese Geschichten zur Genüge, deswegen erspare ich sie euch an dieser Stelle.
Marina und ich waren sowas wie die Vorreiter von Greenpeace, wir setzten die Frösche abends wieder aus und waren froh ihnen für einen Tag das Leben gerettet zu haben. Wohlbemerkt: Für einen Tag, denn am nächsten Tag waren die Jungens ja wieder da. Wir natürlich auch. Und die Frösche sowieso. So verging der Sommer. Vielleicht hab ich damals meine persönliche Vorliebe für diese Tiere entdeckt…

"Weltverbesserer gibt es genug, aber einen Nagel richtig einschlagen können die wenigsten."
Henrik Ibsen
Der Kopfschmerzgenerator feiert seinen 1. Geburtstag. kroetengruen.de wünscht von dieser Stelle aus alles Gute für das nächste Jahr und freut sich noch ein Gläschen von dieser herrlichen Prickelbrause Champagner erhascht zu haben.
Prost, Bionic, auf die nächsten 365 Tage! Mach weiter so….