Unterwegs nach Spanien
Dienstag, 31. Januar 2006Gebucht hatten wir in Spanien einen kleinen Bungalow mit Swimming-Pool, 800 m vom Meer entfernt, für ganze 2 Wochen.
Erinnert ihr euch noch an die Nacht in Montelimar? Wir haben dieses gastliche "Hotel" am nächsten Morgen sehr früh verlassen und die Weiterfahrt nach Spanien angetreten. Da unser kleiner Liebling ja schon zur Vorschule ging, waren wir auf die Hauptreisezeit angewiesen. Das hat zwei große Nachteile: Erstens ist es da am teuersten und zweitens am heißesten. Nebenbei bemerkt eine Unverschämtheit der Reiseveranstalter in meinen Augen: Junge Leute mit kleinen Kindern, denen das Geld sowieso schon fehlt, werden durch überhöhte Preise in der Hauptsaison abgezinkt, während Oma und Opa zusammen in der Vor- und Nebensaison nichtmal die Hälfte hinblättern. Aber nein, die Preise sind in den Ferien hoch! Ooops, ich schweife schon wieder vom Thema ab, sorry.
Wir fuhren also Richtung Spanien. Autobahn. Von hinten hörte man keinen Piep, der Lieblingssohn hatte die Ohrstöpsel auf und hörte Benjamin Blümchen und Heidi. Irgendwo frühstückten wir, aßen Mittag in einem Restaurant dieser großen Supermarktketten. Draußen war herrliches Wetter. Wir vertraten uns noch ein wenig die Füße in diesem Shopping- Center. Übrigens damals das Hobby meiner beiden Männer. Stundenlang sind sie shoppen gewesen, da kam nichtmal ich als Frau mit. Da wurde dann hier noch was mitgenommen und da auch, gegen Bezahlung versteht sich.
Als wir wieder rauskamen glaubten wir unseren Augen nicht zu trauen: Ein Unwetter vom Feinsten! Der Himmel schwarz, der gesamte Parkplatz total überflutet. Die Ausfahrt (witzigerweise eine Unterführung) blubbte als wenn Verona sie geholfen hätte. Auf gut Deutsch: Es gab keinen Weg hier raus! Wir standen in einem Einkaufscenter auf der Wiese, hatten keinen Schirm dabei, waren klitschnass und konnten nicht weg. Der Lieblingssohn packte auf dem Rücksitz seine frisch vom Papa erworbene Äktschen-Figur aus, die Blister-Verpackung wanderte nach vorne zu Mama. "Hier, mach mal in Müll!" Gutes Kind. Es goß weiter in vollen Zügen, die Scheiben waren von innen beschlagen als hätten Schatzi und ich allen unseren wilden Trieben auf einmal nachgegeben. Es war stickig im Auto, machte man die Fenster auf, kam eine Eiseskälte herein, außerdem regnete es horizontal. Das ging noch etwa eine dreiviertel Stunde. Dann erreichte das Unwetter ein Level, welches man unter "Platzregen" weggehen lassen konnte. Und Schatzis große Stunde: Motor starten, Unterführung anfahren und durch die immerhin noch knapp einen Meter hohe und 20 m lange Pfütze burschikos in einem Zug durch. Das ganze natürlich ohne den Motor absaufen zu lassen! Trotz völliger Überladung unseres Kleinwagens: Er hats gebracht: Er war mein Held! Der Lieblingssohn blieb unterdessen unbeeindruckt, nix anderes hatte er von seinem Lieblingspapi erwartet!

Symbolfoto/ Internetfund
Nun gings also auf der Landstraße zurück Richtung Autobahn. Vorbei an umgestürzten, entwurzelten Bäumen, Flüssen die quer über die Straße gingen und Autos wegzuspülen drohten, sowie einem vom Unwetter umgestürzten Bagger. Es herrschte wirklich Chaos.
Irgendwann erreichten wir die Autobahn und auch die Sonne zeigte sich -urplötzlich und unerwartet- wieder. Bis zum gebuchten Bungalow waren es noch ca. 3 Stunden. Wenn alles gut ging…
Doch das erzähle ich euch ein andermal. Hier, auf diesem Sender…



Müßt Ihr Euch unbedingt ansehen!




Euch









